Supersportler - Richtig bremsen

Guten Tag zusammen,

ich möchte hier mal die Frage in die Runde werfen, wie man einen Supersportler (ob nun 600er oder 1000er sei mal dahingestellt) effektiv in Notsituationen so schnell wie möglich herabbremst (ohne ABS!). Mir sind die physikalischen Gegebenheiten durchaus bekannt. Ich habe mich mal in das Thema hineingelesen und mir einige Lehrvideos angeschaut in denen verschiedene Bremstechniken erläutert wurden.

Unter anderem wurden da folgende Techniken vorgestellt:

  • Kurzzeitiges absichtliches Blockieren des Vorderrades durch das sehr schnelle starke betätigen der Vorderradbremse und das lösen dieser

  • das degressive Bremsen durch das starke betätigen der Vorderradbremse und langsame lösen dieser

  • das progressive Bremsen durch die erst leichte- und dann stärker werdene Betätigung der Vorderradbremse

  • das kombinierte Bremsen durch Betätigung der Vorderrad- und Hinterradbremse sowie das lösen der hinteren sobald die Blockiergrenze erreicht ist

Durch die andere Gewichtsverteilung bei Supersportlern ist ja die Stoppieneigung um einiges höher. Ich habe mich nun folgendes gefragt: Welche der verschiedenen Bremstechniken sind in einer Gefahrensituation (Untergrund griffig und trocken, Strecke geradeaus ohne Lenkeinschlag) am sinnvollsten? Und führt die erste Technik bei Supersportlern auch zu einem Stoppie oder ist da eher ein kurzzeitiges Blockieren des Vorderrades die Folge?

Ich hoffe es können sich einige erfahrene Motorradfahrer zu diesem Thema äußern.

Viele Grüße

Simon

Bremsen, Supersportler
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ABS-Investition mehr als nur sinnvoll?

Hallo!

Ich habe mich vor kurzem bzgl. Gebrauchtmotorräder erkundigt. Nun habe ich einiges über ABS gelesen. Natürlich gibt es einige Befürworter und Gegner davon. Ich denke aber, dass es wirklich sehr sinnvoll ist. Natürlich ist es kein Allheilmittel und wenn man sich in falscher Sicherheit wiegt und deswegen rast, sicherlich gefährlicher als ein Fahrer ohne ABS, der vernünftig fährt. Allerdings hinkt der Vergleich, den die Gegner gerne in den Raum stellen. Denn man muss natürlich davon ausgehen, dass man mit oder ohne ABS gleich gut bzw. vorsichtig fährt und dann ist durch diverse Tests und Videos schon erkennbar, dass es ein deutlicher Vorteil ist. Vor allem muss man bedenken, dass Motorradfahren an sich schon relativ gefährlich ist und dass alle neuen Autos, obwohl die das ABS nicht so notwendig hätten wie die 2-Räder, damit aber bereits ausgestattet sind. Darum sollte man gerade auf dem Bike nicht darauf verzichten. Ich will keine Pro-/Kontradiskussion anzetteln, nur verlautbaren, dass ich noch etwas spare und dann ein Fahrzeug mit ABS kaufe. Natürlich ist es teurer und natürlich fliegen schon mal viele Supersportler oder Enduros raus, aber Sicherheit geht vor. Ich bin nicht der, der es sich zutraut in einem Schreckmoment perfekt zu bremsen. Solche mag es geben, aber ich zähle nicht dazu. Somit steht die Entscheidung. Diese Fahrzeuge kosten eben anstatt ca. 1500 € schonmal 3500 € - 4500€, aber der Vorteil, der eintreten kann, sollte man nicht außer Acht lassen. Außerdem zahlt man da natürlich auch für das neuere Bike und nicht nur für das ABS. Was meint ihr? Ist die von mir gefällte Entscheidung vertretbar? :-)

Technik, ABS, Bremsen, Motorradsicherheit
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