Wie für die Ampel schalten?

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Ich vermute die verschleißärmste Variante ist Methode 3. Durch die Motorbremse musst du weniger Bremsen, hast demnach weniger Verschleiß. Außerdem braucht ein Ottomotor im Schiebebetrieb weniger Sprit als im Rollbetrieb.

Methode 1&2 dürften sich kaum nennenswert unterscheiden. Wobei ich Mal vermuten würde, dass mehrmaliges Ein- und Auskuppeln während der Fahrt die Kupplung etwas mehr beansprucht als Schalten im Stand.

Man könnte noch über Methode 4: "einfach bei Rot drüber fahren" nachdenken. Wenn man's schafft könnte das sogar die verschleißärmste Variante sein. Wenn nicht, dann wäre es wohl verschleißreichste Variante ;)

Verschleißärmer wäre sogar noch Zwischengas zu geben beim Runterschalten, sodass die Kupplung nicht die ganze Arbeit machen muss.

Schiebebetrieb verbraucht nicht nur weniger Benzin, bei Einspritzern wird sogar gar kein Benzin gebraucht. Durch die Schubabschaltung wird im Schiebebetrieb lediglich die Motorbremse genutzt und kein Benzin zusätzlich zugeführt, solange die Drehzahl deutlich höher ist als die Leerlaufdrehzahl. Erst so ab 2000 Umdrehungen fängt die Benzinzufuhr wieder mit der Für Standgas notwendigen Menge an, was erheblich viel Sprit sparen kann.

Das funktioniert ähnlich auch bei Vergasern mit Drosselklappe, die keine dedizierte Leerlaufdüse im Saugrohr haben. Bei geschlossenem Gaszug im Schiebebetrieb wandert der Venturieffekt vor an die Drosselklappe, was bedeutet, dass der Unterdruckgradient am Nadelventil nicht sehr groß ist. Dies führt zu geringerem Verbrauch. Erst wenn der Motor langsamer wird und der Unterdruckgradient wieder höher wird, wird wieder Benzin verbraucht.

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Ich mache es seit Jahren so ähnlich, wie Du es unter "2" beschrieben hast. Der Sinn ist das Du, falls es nötig ist, sofort die Kupplung los lassen kannst und Dich aus der Gefahrenzone bringst. Ohne erst die Gänge "zu suchen", sofort beschleunigen. Da geht es oft um Sekunden.  Das hat mir schon so manches mal das Leben gerettet.

Oft wollen noch rücksichtslose Autofahrer bei Rot über die Kreuzung. Dann wäre das Motorrad dazwischen. Solche Auffahrunfälle auf Fahrzeuge, die bei "späten Gelb" anhalten, passieren hier in Berlin mehrmals täglich.

Deshalb habe ich beim Halten bei "Rot" auch immer den 1. Gang drin und beobachte im Spiegel was hinter mir los ist.

Stehen mehrere Fahrzeuge hinter mir, würde ich den Gang raus nehmen können. Aber dafür bin ich zu faul. Die Rotphase ist nur kurz und ich kann ohne zu schalten anfahren. Belastet auch nicht den Motor und das Getriebe ist ausgekuppelt.

Für diejenige, die jetzt auf die Beanspruchung der Kupplungsfeder zeigen: Wie oft schaltet ihr im Leben und beansprucht die Kupplungsfeder? Machen da ein paar wenige zusätzliche gezogene Kupplungen so viel aus, das man die Sicherheit vernachlässigen kann? Ich denke nicht. Mir hat es schon mehrmals "den Hals gerettet", einen Gang eingelegt zu haben. Viele meiner Bekannten machen es genauso. Einige leider erst, nachdem sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Gruß Bonny  

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Da hat vermutlich jeder seine eigene Methode.

Wenn ich mich - langsamer werdend - einer roten Ampel nähere, schalte ich die Gänge nacheinnander runter und zwar so, dass ich immer in einem günstigen Drehmomentbereich bleibe. Sollte es Grün werden bevor ich zum Stillstand komme, kann ich direkt im richtigen Gang weiterfahren.

Muss ich dennoch anhalten, dann lasse ich den ersten Gang drin und halte den Kupplungshebel gezogen. Das hat bisher keiner Kupplung keines meiner Motorräder wehgetan. Meine alte FZ8 hat jetzt 110000 km drauf und schaltet sich so schlecht wie am ersten Tag ;-) Den ersten Gang drin zu lassen hat außerdem den Vorteil, dass du noch die (theoretische) Möglichkeit hast, seitlich zu flüchten, wenn sich von hinten ein schlafmütziger LKW-Fahrer nähert, der das Ende der Schlange übersehen hat.

Wenn abzusehen ist, dass es länger dauert, bis es weitergeht (Baustelle, Bahnübergang usw.), dann stelle ich mich seitlich hinter den Vordermann, lasse den ersten Gang drin und mache den Motor aus. Gegebenenfalls warte ich damit, bis ein Auto als Puffer hinter mir angehalten hat.

In den Leerlauf schalte ich praktisch nie.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich schalte langsam runter, halt im 1. Gang an der Ampel und entscheide dann ob ich den Gang beibehalte oder in Neutral schalte.

so mache ich es auch.

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