Warum schlingert ein Motorrad beim Bremsen und gleichzeitigem Zurückschalten?

1 Antwort

"Beim harten Anbremsen einer Kurve und gleichzeitigem schnellen Herunterschalten tritt der unerwünschte Effekt auf, dass das Drehmoment, mit der die Motorbremse über den Sekundärantrieb aufs Hinterrad wirkt, ausreicht, um das durch die Bremsaktion entlastete Hinterrad (Gewicht verlagert sich fast komplett auf das Vorderrad) zum Stempeln zu bringen. Dabei entsteht das mit dem englischen Wort hopping beschriebene Hüpfen oder Springen des Hinterrades, welches Einbußen in der Traktion mit sich bringt und das Motorrad instabil macht." Quelle: http://motorrad.wikia.com/wiki/Anti-Hopping-Kupplung

Nimm ein Spielzeugauto, blockiere die Hinterachse und lass es vorwärts eine Schräge herabgleiten. Mit hoher Sicherheit wird es sich drehen, also seitlich ausbrechen. Ist dagegen die Vorderachse blockiert, übernehmen die Hinterräder die Führung, zumindest solange es geradeaus geht.

Wieso "müsste" es das deiner Meinung nach? Die Beobachtung zeigt: Ein rutschendes Rad hält keine Spur.

Hi palatinobiker, ist denn der Reibwert des Hinterreifens beim Blockieren nicht so groß, dass durch das Ziehen der gesamten Masse am hinteren Reifenaufstandspunkt ein stabilisierender Effekt eintritt?

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@newtonmeter

Schon. Genaugenommen bricht das rutschende Hinterrad nicht aus, sondern rutscht stur geradeaus. Solange das Vorderrad auch immer exakt geradeaus fährt, passiert nix.
Aber wehe, das Vorderrad lenkt. Oder nimmt Schräglage ein. Oder hat von vornherein nicht mit dem Hinterrad gefluchtet. Oder eines der Räder bekommt einen leichten Impuls von außen. Dann bewegen sich die Räder in unterschiedliche Richtungen, was man gemeinhin als "Ausbrechen des Hinterrades" empfindet und beschreibt.

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