Wie verliere ich die Angst vorm Bremsen?

2 Antworten

Hallo!

Zum Slalomfahren kannst du dich ohne Hütchen und mit höherer Geschwindigkeit langsam heran tasten. Der Slalom wird dadurch natürlich zu Beginn länger und du kannst mit der Reduzierung der Geschwindigkeit die Abstände langsam verkürzen. Wenn du synchron zu deiner Slalomfahrt mit dem Kopf eine liegende Acht-Bewegung machst, dann macht der Rest vom Körper die Bewegungen automatisch und intuitiv mit.

Je höher die Geschwindigkeit, desto stabiler ist das Fahrverhalten (weniger kippelig).

Stop and Go kannst du zu Beginn mit beiden Beinen von den Fußrasten (Füße nur ein paar Zentimeter über dem Asphalt) üben und ganz bewusst beim Stop einmal rechts und beim nächsten links abstützen, damit die Abläufe vom Auskuppeln und Bremsen automatisiert werden und der Überraschungseffekt mit den Beinen aus bleibt.

Vielleicht überbremst du auch etwas. Hast du schon mal versucht, nur mit zwei Fingern zu bremsen? Das ist auch für später sehr empfehlenswert, denn wenn die zwei Finger immer am Bremshebel anliegen (ohne Druck natürlich) können bei einer Not-Bremsung wertvolle Meter gewonnen werden, denn die Zehntelsekunden vom Umklammern des Gasgriffs bis zum Greifen der Bremse sind verschenkte Meter.

Ich vermute mal, dass die gleichzeitig zu absolvierenden Vorgänge dich etwas durcheinander bringen und hektisch werden lassen.

Vielleicht gibt's in deiner Nähe auch einen Verkehrsübungsplatz, auf dem du das alles schön üben kannst? Bei mir in der Nähe hat eine Fahrschule einen eigenen Übungsplatz, auf dem man für €10,-/ Monat so oft üben kann wie man möchte; allerdings nur für die eigenen Fahrschüler.

Ich hoffe, dass ich dir etwas weiterhelfen könnte.

Wie Marty bereits schrieb, lasse ich auch, bei langsamem Fahren oder kurz vor den Anhalten beide Beine bis kurz vor dem Boden henterhängen. Ja nach Lage kann ich mich dann entscheiden, mit welchem Bein ich beim Anhalten auf den Boden gehe.

Das Bremsen mit der "Handbremse" kann man m. E. nur durch Übung beherrschen.Die Bremswirkung ist da, je nach Bremsanlage, unterschiedlich. Vielleicht hat die Fahrschule auch ein Moped mit ABS ?

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Dankeschön für Deine Tipps. 😊

Werde das mit den 2 Fingern an der Bremse auf jeden Fall ausprobieren, um dosierter bremsen zu lernen.

Beim Slalom bin ich, so glaube ich, einfach zu schissrig mit 30/35 reinzufahren u zu steif. Im Kopf hab ich dann nur "oh jott, wie soll das funktionieren?" Bekomme das mit dem Oberkörper noch nicht so wirklich hin. Kann man dies auch mit der 8 üben?

Einen allgem.Übungsplatz gibt es bei uns in der Gegend auch, aber leider kann/möchte mir keiner sein Motorrad zum üben zur Verfügung stellen, was ich auch irgendwie nachvollziehen kann. Somit bleiben mir also nur die Fahrstunden zum üben. Und die ziehen sich natürlich u gehen ins Geld.

Beim stop and go soll ich stets beide Füsse oben auf den Rasten lassen u erst ganz zum Schluss, bevor die Maschine ganz steht, das rechte oder linke Bein absetzen, um auch das mit der Balance zu üben. Das hat jetzt leider 2x nicht hingehauen und ich bin umgekippt. Was nun auch erst mal im Kopf drin ist. Bin jedoch direkt wieder aufgestiegen u weiter gefahren.

Aber ich gebe nicht auf 😊

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Beim "Stop and go" üben gehst du, wie bisher so vor, dass du beide Füße auf dem Boden hast und dann, wie gehabt, den ersten Gang einlegst.

Wenn dieser eingelegt ist, dann stellst du deinen linken Fuß wieder auf den Boden.

Jetzt kommt das Zusammenspiel von Gas und Kupplung und das Motorrad setzt sich in Bewegung. Du machst quasi mit deinen Beinen die Bewegung, die Kinder auf einem Bobby-Car machen. Beide Beine bleiben aber leicht angewinkelt und die Füße knapp über dem Asphalt.

Direkt, nachdem sich das Motorrad in Bewegung gesetzt hat, ziehst du wieder die Kupplung und bremst sehr gefühlvoll wieder ab.

Nach einigen Versuchen wirst du ein Gefühl für Gas, Kupplung und Bremse bekommen haben und kannst im Anschluss die Füße wieder auf die Fußrasten stellen. Die meisten haben eine bevorzugte Seite, auf der der Fuß beim Halten abgesetzt wird; auf diese Seite solltest du dich für die Prüfung festlegen.

Beim Berganfahren muss natürlich der linke Fuß auf den Boden, da der rechte ja die Fußbremse bedienen muss, damit das Bike nicht zurück rollt.

Beim Slalom wird häufig der Fehler gemacht, dass man zu direkt auf die Hütchen zu fährt.

Dabei wird dann der Weg zu kurz und der Prüfer müsste schon einen Sprint hinlegen, damit er mithalten kann.

Das Ziel ist also viel Weg zu machen, damit der Prüfer gemächlich nebenher gehen kann.

Ich hab's mal auf die Schnelle skizziert.

Das Ziel ist so zu fahren, wie die schwarze Linie es zeigt.

An den Stellen, die ich mit einem Kreuz markiert habe, kann man zusätzlich sanft die Fußbremse betätigen bis das Bike fast steht. Das Motorrad wird dadurch "gestreckt" und stabilisiert sich etwas (fühlt sich in etwa so an, als ob jemand hinten am Bike etwas zieht). Das bringt nochmals ein paar Sekunden, die der Prüfer dann aufholen kann.

Achte ganz bewusst, speziell beim ersten und letzten Hütchen, darauf, dass das Motorrad fast zum Stillstand kommt. An diesen beiden Punkten befindet es sich in Fahrtrichtung und ist dadurch in der stabilsten Position.

Die rote Linie zeigt, wie man es nicht machen sollte. Wenn schon das erste Hütchen zu direkt angefahren wird, besteht die Gefahr, dass man zu schnell ist oder mit der Fußspitze das Hütchen touchiert.

Die Trockenübung mit dem Kopf und der liegenden Acht ist für das lockere Slalomfahren bei höheren Geschwindigkeiten (nicht Schrittgeschwindigkeit) und hilft den Bewegungsablauf ohne Verkrampfungen und Verspannungen zu machen.

Ideal wäre, wenn man dabei z.B. auf einem Gymnastikball oder Sofa sitzt, das mitschwingt.

Allgemein ist es immer von Vorteil, wenn man ganz locker auf dem Motorrad sitzt. 

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
 - (Motorrad, Bremsen, Angst)

👍😊

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