Wird es jemals wieder das gleiche sein?

6 Antworten

Pauschal lässt sich das nicht sagen, jeder verarbeitet derartige Erlebnisse anders.

Probier es in der nächsten Saison aus, vielleicht findest du sofort wieder Gefallen an dem Hobby.

Weiterhin Gute Besserung!

Ich kann von der Erfahrung meines Sohnes berichten: aus Dummheit ist er auf der Rennstrecke zu schnell ans Limit (mit kalten Reifen) und hat sich bei einem Highsider beim Sturz mit dem eigenen Ellenbogen die Niere so getroffen, dass sie gerissen ist. 

Meine erste Frage an ihn im Krankenhaus war: "wie geht es dir?" und die Zweite: " ich hoffe du fährst wieder weiter?".

Was ich sagen will: Angst ist ein schlechter Ratgeber! Zuerst analysiert man was man verkehrt gemacht hat und setzt genau dort an! Ich weiß, dass es Leute gibt, die man nach einem Sturz regelrecht durch die Kurven tragen muss, weil sie nur noch Angst haben, aber dadurch ändert sich die Haftung des Reifens nicht! Nur die eigenen Fehler gilt es auszumerzen.

Mein Kleiner fährt zumindest jetzt noch besser als vorher - auch vielleicht, weil ich ihn sanft auf diese Problembewältigung hingewiesen habe und wir das monatelang durchgekaut haben, solange er im Krankenhaus lag. Wieder zuhause konnte es ihm dann nicht schnell genug gehen mit dem Motorradfahren.

Oh, das hört sich wirklich hart an. Ein Kumpel von mir hatte auch schon einmal einen schweren Unfall mit seinem Bike. Er konnte zunächst ein halbes Jahr nicht mehr auf sein Motorrad steigen. Jetzt hat er aber wieder richtig Freunde am Fahren. Also verliere nicht den Mut! :)

So ganz das gleiche wohl nie, aber der Spass am Fahren wird definitiv zurückkehren. Die grösste Gefahr ist (nach eigenen Erfahrungen) eine gewisse Apathie, in die man verfällt, und in ein hineinsteigern in Gedankenketten (was hätte passieren können wenn nicht dies und das wäre). Hell is called "thinking". Bei Kollegen, die gestürzt waren, habe ich eine gewisse Übersensibilisierung und Hyperaktivität beobachten können (im Gegensatz zu meiner Apathie), die fingen dann an, richtig neurotisch zu werden, aber so etwas kann ich zwischen deinen Zeilen nicht herauslesen.

Das Zauberwort heisst "Aktivität"  und nicht immer lang rumdenken sondern einfach Sachen unternehmen, selbst eine Sackgasse führt einen manchmal an Orte, an denen man einfach mal hat sein müssen. Halt die Ohren steif.

Deine Fragen wird dir wohl keiner beantworten können, weil da jeder anders reagiert. Deine Fragen habe ich mir so nicht gestellt.

Ich saß mehr als 2 Jahre im Rollstuhl. 1 1/2 Jahre nach dem Unfall bin ich auf 2 Krücken zu meiner ehemaligen Unfallmaschine gehumpelt, die der Käufer wieder fahrbereit gemacht hatte und bin eine Runde gefahren.

Angst hatte ich keine und habe sie bis heute nicht, aber der Spaß ist auch nicht der der er einmal war.

Die einzige psychische Folge ist, dass ich auch im Auto nervös werde, wenn mir von hinten jemand zu nahe auffährt. Da ich von hinten angefahren wurde, scheint das eine Folge zu sein.

Heute kann ich mit jeder Maschine fahren, ohne nervös zu werden oder gar Angst zu haben aber der Spaß ist nicht mehr in dem Maß zurückgekehrt.

Kann dir nur eines raten - einfach ausprobieren und das so bald wie möglich. Denk nicht zu viel darüber nach, probiers einfach. Zieh dich warm an und leih dir eine Maschine. Das wird dir deine Fragen beantworten.

Hallo Chapp, du warst übrigens nicht gemeint mit "neurotisch" (in meiner Antwort), hatte mich da auf Kollegen in meiner Jugendzeit bezogen, nur für's Protokoll :)

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