Motorrad ohne ABS bei Regen richtig bremsen - aber wie?

4 Antworten

Schwierig es theoretisch zu erklären, da es neben Straßenbelag, Situation usw. auch auf das Gefühl und Reaktionsschnelligkeit des Fahrers ankommt.

Die Hauptbremsleistung wird unabhängig vom Motorradtyp immer vom Vorderrad getragen, die Bremswirkung am Hinterrad ist Prinzip bedingt immer kleiner. Durch die Gewichtsverteilung bei einem Chopper ist jedoch die mögliche Bremsleistung hinten etwas höher.

Ein blockierendes Hinterrad kann man meist leichter kontrollieren als ein Vorderrad, wobei man bei einem guten Gleichgewichtssinn das Vorderrad auch in Geradeausfahrt mal blockieren lassen kann ohne gleich auf der Nase zu liegen.

Sofern jetzt keine Notbremsung erfolgen muss bei Regen, würde ich hier eher zum hauptsächlichen Einsatz der Hinterradbremse  tendieren, und leichter Betätigung der Vorderradbremse.

Ich würde jedoch versuchen die Bremse vorne mal entlüften zu lassen und ggf. mit besseren Bremsklötzen ein besseres Gefühl herzustellen. Dann kann man auch besser und gefühlvoller mit der Vorderradbremse arbeiten bzw. üben.

Ich lese deinen Text so, dass du vorne reingelangt hast und beim ersten Anzeichen des Blockieren die Bremse dann aber auch nicht mehr gelöst hast?

Im übrigen ist auch ABS kein Allheilmittel bei Regen und ich vertrete die Ansicht, dass man bei einer ABS Bremsung meist vorher schon etwas falsch gemacht hat, indem man zu schnell oder unaufmerksam unterwegs war. Dennoch ist es ein schönes Gefühl ohne Angst vor einem blockierenden Rad oder vor einem Überschlag voll in die Bremse reinlangen zu können, wo in Notsituationen keine Zeit zum Nachdenken vorhanden ist.

 

Ich bremse im Regen viel mit der Hinterbremse, und sehr wenig mit der Vorderradbremse, am liebsten lasse ich die Motorbremswirkung für mich arbeiten. Habe übrigens ne Honda Varadero 125.

Am wichtigsten ist vorrausschauend zu fahren. Also im Stop and GO nicht nur auf das Auto vor einem, sondern auch auf die ganz vorne achten, dann kannst du dich schon mal aufs bremsen vorbereiten. In Kurven langsam fahren - ich weiß, tue ich auch nicht gern, aber im Rern wichtig.

Beim Schalten am besten auch Zwischengas geben, und zum richtiges Zeitpunkt schalten, um ein blockieren des Hinterrades zu vermeiden.

Ich fahre erst seit ein paar Wochen mit der "großen", bin dacor Moped gefahren, aber im Grunde sind die Regeln die gleichen.

 PS: Laub, Gullideckel und Ähnliches unbedingt vermeiden. Sind beim drüber rollen im Regen schon gefährlich, aber im Regen darauf auch noch zu bremsen, ist ein Killer.

Ride Safe, grüße Andi.

Für Grobmotoriker ist Bremsen auf nasser Straße ohne ABS ein Lotteriespiel. Wenn du alle Ratschläge befolgst die du hier schon bekommen hast (zB Gullydeckel usw meiden), dann ist der Rest Übung und Gefühlssache. Außerdem ist eine schnelle Reaktion hilfreich wenn man ein Rad überbremst hat. Hinten überbremsen ist in der Regel leichter zu korrigieren als vorne. Trotzdem ist und bleibt auch bei Regen die vordere die wichtigere Bremse.

Bei Regen ist vor Allem der Blick nach vorne besonders wichtig, damit du Überraschungen vermeiden kannst.

Die Chinakracherkritik langweilt langsam, aber die Bremsen sind in der Regel mit Vorsicht zu genießen und das wichtigste bei Nässe, die Reifen, sind auch nicht gerade erste Wahl.

Wirklich lernen kannst du das Bremsen bei Nässe nur mit Übung. Langsam rangehen und dann steigern.

alte Maschine auf ABS-Bremssystem umrüstbar?

Moin Kollegen,

hatte kürzlich auf regennasser Spur ein Erlebnis besonderer Art mit meiner Shadow VT 500 C Baujahr 1985: fuhr im dichten Verkehr auf der dreispurigen B27 in Stuttgart Rich- tung LB längs. Auf dem Teilstück geht es abschüssig nach unten, ein paar Ampelanlagen sind wg. hohen Verkehrsaufkommens mit Staubildung zwischengeschaltet. Während alle Dosen um mich herum bei Rot hielten, hatte ich richtig Dusel! Vor mir war keiner, hatte freie Fahrt auf meiner Spur. War direkt langsam unterwegs, mit ca. 40 km/h, sah von weitem die Ampel von Gelb auf Rot wechseln, hatte genügend Zeit zu bremsen.

Das Moped kam sofort ins Schlingern, ging problemfrei bei Rot "über die Ziellinie", wurde gut von mir abgefangen und ausbalanciert, kam jedoch erst weit hinter der Ampel zum Stillstand: meine Bereifung ist noch weit im "grünen Bereich", und ich fahre seit vielen Jahren mit ner Stahlflex-Bremsleitung zwecks verbessertem Druckpunkt. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätte vor mir bereits ne Dose bei Rot angehalten :-(((

Deshalb meine Frage: Lässt sich das Bremssystem auf ABS umrüsten, was wäre erforderlich ausser nem Haufen Kohle? Für Antworten bedanke ich mich schon mal. LzG Jayjay

...zur Frage

Motorradunfall in der ersten Übungsstunde

Hallo liebe Gemeinde,

ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn ich habe folgendes Problem.

Ich hatte vor zwei Tagen einen Unfall bei meiner ersten Fahrstunde auf einer umgedrosselten er-6n. Eigentlich verlief die Fahrstunde soweit gut. Anfahren im ersten Gang mit Standgas lief gut, schieben und bremsen auch, selbst stop and go als Fahrübung lief gut.

Dann wollte mein Fahrlehrer. dass ich um die Kurve mit der Maschine fahre. Anscheinend habe ich mich am Gashahn festgehalten und schon lag ich in der Garage... Es ist anzumerken, dass die Fahrstunde auf einem Garagengrundstück, mit unebenen Boden, Spurrillen und Bitumen statt fand und ich vorher noch nie auf einem Motorrad gesessen habe. Auch befanden sich keine Sicherheitsvorrichtungen am Moped, wie eine Gasklemme..

Ende vom Lied: Motorrad Beule am Tank, Plaste am Blinker zerlöchert und zerschrammt, linker Spiegel hat fliegen gelernt. Das Garagentor ist kaputt inkl. dem Auto (diverse Kratzer) dahinter.. und ich? Kahnbeinfraktur sowie Handwurzelfraktur.. 12 Wochen krank geschrieben... Hätte ich nicht meinen Vollschutz getragen, sehe ich anders aus...

Und nun meine Frage:

Bin ich nun selbst an allem Schuld? Wer zahlt meine Heilbehandlungen und die ganzen Arztkosten sowie den immensen Arbeitsausfall? Ich arbeitie im Schichtdienst, d.h. 40% meines Gehaltes summieren sich aus Nacht-, Sonntag-, Feiertags- und Überstundenzuschlag...

Mein Festvertrag steht auch auf dem Spiel...

Die Kollateralschäden liegen in der Hand der Fahrschule, davon gehe ich jetzt aus.. oder?

Grüsse und Danke im voraus!

...zur Frage

Unfall in Fahrschule

Hi zusammen!Ich mache zzt. meinen Motorradfs, direkt offen da über 25. Bin ziemlich klein 1,65 und 55 kg. Bin die ersten zwei Std mit ner 125er gefahren. Hat super geklappt. Danach bin ich auf eine Kawa er6n umgestiegen. Auf 34 ps gedrosselt, auf die "grosse" maschine passe ich leider nicht drauf u. mache daher die Prüfung später mit meiner Maschine (kawa er6f) Auf der Kawa hat auch alles super geklappt, hatte zwar beim stop and go einen umkipper aber der Fahrlehrer sagte mir, kommt vor und sonst fahre ich gut. Hatte da auch keinerlei Bedenken. Dann sollte ich wieder zwei FS nehmen, bin grad zwei Min. gefahren, musste jemand Vorfahrt gewähren u. dann anfahren, links abbiegen. Ich hatte schon beim Anfahren Probleme das gas richtig zu kontrollieren.Bin dann, glaube ich, von der Kupplung abgerutscht, voll losgeprescht, dadurch nochmehr Gas gegeben und dann voll vor ne Wand :-( - Aua, Becken- u. Armprellung. Ist jetzt ne Woche her. Wollte diese Woche wieder anfangen. Aber hab jetzt irgendwie schiss. Mache mir jetzt Gedanken über alles mögliche. Da totalschaden muss ich ne ganz neue fahren, jetzt hab ich Angst damit umzukippen, anzufahren...fahre ich wieder vor ne wand?! Was ist wenn ich irgendwo drehen muss, kann ich die schwere Maschine halten und bewegen?Kann ich die Übungen (slalom usw.)? Sogar über unsere Garagenausfahrt mache ich mir jetzt gedanken weil die etwas abfällt. LG

...zur Frage

Fahrschule wechseln nach Unfall?

Hi, ich hatte nach neg.Erfahrg.FS gewechselt.Angst(1.FS)war in Griff zu bekommen(betr Kurven fahren)Soweit klappte es gut.Der FL bestand darauf,d ich ein Headset trage.Ich bin Gehörlos(ertaubt) u trage 2 sog.Cochlear Implantate,mit d.ich zwar super höre,aber die Töne mit Headset quitschen u scheppern grauenvoll.FLmeint:1x verstanden,immer verstanden.Er rafft es nicht.Für mich eine riesen Anstrengung.Dann Slalom:bin anfangs zu langsam,er meckert:mehr Gas.Ok,endlich klappt es 3x echt gut!Er erzählt mit PKW Fahrer.Ich muss dem ausweichen,sehe das an d. Kreuzung,wo ich wenden muss,PKW v rechts kommt,schalte runter,bremse langsam ab,versuche Zeichen zu geben,er soll fahren-Nein,er hält an.Ich leicht schräg,mimimal Lenkung nach rechts eingeschlagen u ganz langsam,überlege zu lange,mache Bremse zu u fall um!Shit! Fahrer will helfen,ich drückeNothebel,stehe auf-aua, mein Knie.Endlich schaut FL mal u bewegt sich.Repariert Kleinigkeit,packt u fährt mit mir zu meinen Auto,ich fahre noch etwas,dann ging nichts mehr.Beim Doc:Kniegelenkkopf angebrochen,Prellungen an Oberschenkel,Knie u Handballen.Ist jetzt 7Wochen her.Ich gehe noch an Krücken,kann mein Knie noch nicht richtig belasten.Möchte so gern weiter machen,wenn ich wieder laufen kann.Langsam kommt doch Angst hoch-was wenn wieder? Bis jetzt keine Anfrage vom FL,wie es mir geht.Ich hab zu den kein Vertrauen mehr.Nochmal FS wechseln?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?