Motorrad ohne ABS bei Regen richtig bremsen - aber wie?

5 Antworten

Schwierig es theoretisch zu erklären, da es neben Straßenbelag, Situation usw. auch auf das Gefühl und Reaktionsschnelligkeit des Fahrers ankommt.

Die Hauptbremsleistung wird unabhängig vom Motorradtyp immer vom Vorderrad getragen, die Bremswirkung am Hinterrad ist Prinzip bedingt immer kleiner. Durch die Gewichtsverteilung bei einem Chopper ist jedoch die mögliche Bremsleistung hinten etwas höher.

Ein blockierendes Hinterrad kann man meist leichter kontrollieren als ein Vorderrad, wobei man bei einem guten Gleichgewichtssinn das Vorderrad auch in Geradeausfahrt mal blockieren lassen kann ohne gleich auf der Nase zu liegen.

Sofern jetzt keine Notbremsung erfolgen muss bei Regen, würde ich hier eher zum hauptsächlichen Einsatz der Hinterradbremse  tendieren, und leichter Betätigung der Vorderradbremse.

Ich würde jedoch versuchen die Bremse vorne mal entlüften zu lassen und ggf. mit besseren Bremsklötzen ein besseres Gefühl herzustellen. Dann kann man auch besser und gefühlvoller mit der Vorderradbremse arbeiten bzw. üben.

Ich lese deinen Text so, dass du vorne reingelangt hast und beim ersten Anzeichen des Blockieren die Bremse dann aber auch nicht mehr gelöst hast?

Im übrigen ist auch ABS kein Allheilmittel bei Regen und ich vertrete die Ansicht, dass man bei einer ABS Bremsung meist vorher schon etwas falsch gemacht hat, indem man zu schnell oder unaufmerksam unterwegs war. Dennoch ist es ein schönes Gefühl ohne Angst vor einem blockierenden Rad oder vor einem Überschlag voll in die Bremse reinlangen zu können, wo in Notsituationen keine Zeit zum Nachdenken vorhanden ist.

 

Ich bremse im Regen viel mit der Hinterbremse, und sehr wenig mit der Vorderradbremse, am liebsten lasse ich die Motorbremswirkung für mich arbeiten. Habe übrigens ne Honda Varadero 125.

Am wichtigsten ist vorrausschauend zu fahren. Also im Stop and GO nicht nur auf das Auto vor einem, sondern auch auf die ganz vorne achten, dann kannst du dich schon mal aufs bremsen vorbereiten. In Kurven langsam fahren - ich weiß, tue ich auch nicht gern, aber im Rern wichtig.

Beim Schalten am besten auch Zwischengas geben, und zum richtiges Zeitpunkt schalten, um ein blockieren des Hinterrades zu vermeiden.

Ich fahre erst seit ein paar Wochen mit der "großen", bin dacor Moped gefahren, aber im Grunde sind die Regeln die gleichen.

 PS: Laub, Gullideckel und Ähnliches unbedingt vermeiden. Sind beim drüber rollen im Regen schon gefährlich, aber im Regen darauf auch noch zu bremsen, ist ein Killer.

Ride Safe, grüße Andi.

Für Grobmotoriker ist Bremsen auf nasser Straße ohne ABS ein Lotteriespiel. Wenn du alle Ratschläge befolgst die du hier schon bekommen hast (zB Gullydeckel usw meiden), dann ist der Rest Übung und Gefühlssache. Außerdem ist eine schnelle Reaktion hilfreich wenn man ein Rad überbremst hat. Hinten überbremsen ist in der Regel leichter zu korrigieren als vorne. Trotzdem ist und bleibt auch bei Regen die vordere die wichtigere Bremse.

Bei Regen ist vor Allem der Blick nach vorne besonders wichtig, damit du Überraschungen vermeiden kannst.

Die Chinakracherkritik langweilt langsam, aber die Bremsen sind in der Regel mit Vorsicht zu genießen und das wichtigste bei Nässe, die Reifen, sind auch nicht gerade erste Wahl.

Wirklich lernen kannst du das Bremsen bei Nässe nur mit Übung. Langsam rangehen und dann steigern.

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