Motorrad ohne ABS bei Regen richtig bremsen - aber wie?

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5 Antworten

Ich bremse im Regen viel mit der Hinterbremse, und sehr wenig mit der Vorderradbremse, am liebsten lasse ich die Motorbremswirkung für mich arbeiten. Habe übrigens ne Honda Varadero 125.

Am wichtigsten ist vorrausschauend zu fahren. Also im Stop and GO nicht nur auf das Auto vor einem, sondern auch auf die ganz vorne achten, dann kannst du dich schon mal aufs bremsen vorbereiten. In Kurven langsam fahren - ich weiß, tue ich auch nicht gern, aber im Rern wichtig.

Beim Schalten am besten auch Zwischengas geben, und zum richtiges Zeitpunkt schalten, um ein blockieren des Hinterrades zu vermeiden.

Ich fahre erst seit ein paar Wochen mit der "großen", bin dacor Moped gefahren, aber im Grunde sind die Regeln die gleichen.

 PS: Laub, Gullideckel und Ähnliches unbedingt vermeiden. Sind beim drüber rollen im Regen schon gefährlich, aber im Regen darauf auch noch zu bremsen, ist ein Killer.

Ride Safe, grüße Andi.

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Schwierig es theoretisch zu erklären, da es neben Straßenbelag, Situation usw. auch auf das Gefühl und Reaktionsschnelligkeit des Fahrers ankommt.

Die Hauptbremsleistung wird unabhängig vom Motorradtyp immer vom Vorderrad getragen, die Bremswirkung am Hinterrad ist Prinzip bedingt immer kleiner. Durch die Gewichtsverteilung bei einem Chopper ist jedoch die mögliche Bremsleistung hinten etwas höher.

Ein blockierendes Hinterrad kann man meist leichter kontrollieren als ein Vorderrad, wobei man bei einem guten Gleichgewichtssinn das Vorderrad auch in Geradeausfahrt mal blockieren lassen kann ohne gleich auf der Nase zu liegen.

Sofern jetzt keine Notbremsung erfolgen muss bei Regen, würde ich hier eher zum hauptsächlichen Einsatz der Hinterradbremse  tendieren, und leichter Betätigung der Vorderradbremse.

Ich würde jedoch versuchen die Bremse vorne mal entlüften zu lassen und ggf. mit besseren Bremsklötzen ein besseres Gefühl herzustellen. Dann kann man auch besser und gefühlvoller mit der Vorderradbremse arbeiten bzw. üben.

Ich lese deinen Text so, dass du vorne reingelangt hast und beim ersten Anzeichen des Blockieren die Bremse dann aber auch nicht mehr gelöst hast?

Im übrigen ist auch ABS kein Allheilmittel bei Regen und ich vertrete die Ansicht, dass man bei einer ABS Bremsung meist vorher schon etwas falsch gemacht hat, indem man zu schnell oder unaufmerksam unterwegs war. Dennoch ist es ein schönes Gefühl ohne Angst vor einem blockierenden Rad oder vor einem Überschlag voll in die Bremse reinlangen zu können, wo in Notsituationen keine Zeit zum Nachdenken vorhanden ist.

 

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Hinterradbremse alleine kannst du vergessen, da hast du gerade mal 10 % der maximalen Bremswirkung, bei Schönwetter ohne Hindernis im Weg mag das ja gutgehen (auch jahrelang) , aber wenn mal was ernstes passiert bist du am A. . Zieh den Bremshebel (vorne) langsam durch, nicht ruckartig, dann kann die Gabel vorne einfedern, und bremse hinten mit. Das ganze kann und muss man üben, man sollte so etwas übrigens auch bei der FS-Prüfung gekonnt haben (aber das wollen wir mal lieber nicht allzu genau hinterfragen).

 

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Für Grobmotoriker ist Bremsen auf nasser Straße ohne ABS ein Lotteriespiel. Wenn du alle Ratschläge befolgst die du hier schon bekommen hast (zB Gullydeckel usw meiden), dann ist der Rest Übung und Gefühlssache. Außerdem ist eine schnelle Reaktion hilfreich wenn man ein Rad überbremst hat. Hinten überbremsen ist in der Regel leichter zu korrigieren als vorne. Trotzdem ist und bleibt auch bei Regen die vordere die wichtigere Bremse.

Bei Regen ist vor Allem der Blick nach vorne besonders wichtig, damit du Überraschungen vermeiden kannst.

Die Chinakracherkritik langweilt langsam, aber die Bremsen sind in der Regel mit Vorsicht zu genießen und das wichtigste bei Nässe, die Reifen, sind auch nicht gerade erste Wahl.

Wirklich lernen kannst du das Bremsen bei Nässe nur mit Übung. Langsam rangehen und dann steigern.

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Solche Fragen sollte man VOR der ersten Regenfahrt fragen, nicht nach dem Sturz....  was hat dich daran gehindert deinen Fahrlehrer zu fragen ? Und die Bremse der Daelim ist auch nicht so schlecht zu dosieren.

Die Antwort von MopedTunerAT und Geoka sind eher gefährlich: du brauchst die Vorderradbremse bei Normalfahrt immer, auch bei Regen, vllt . nur bei Schrittempo nicht. Die Hinterradbremse packt nur 20-30% der Gesamtwirkung und ist damit alleine fast wirkungslos und ein blockierendes Hinterrad schmeisst dich in der Kurve auch schnell runter.

Man muss lernen DOSIERT zu bremsen. Bei gutem Asphalt rutscht dir dein Rad so schnell vorne nicht weg, im Gegenteil, da geht einiges an Verzögerung. Kritisch sind frisch geteerte Strassen, weisse Markierungen, Schienen, Kanaldeckel und natürlich Ölspuren, sowas muss dire wohl begegnet sein. Da heisst es blitzschnell reagieren und das blockierende V.-Rad kurz wieder freigeben, sprich Bremsleistung reduzieren oder ganz lösen.

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Kommentar von geoka
28.04.2017, 15:37

Die Antwort von ... und Geoka sind eher gefährlich

Nein, weil ich die Nutzung relativiert habe zu ganz bestimmten Umständen und die Prüfung der VR Bremse angeraten habe, die normalerweise die Hauptlast trägt wie ich auch geschrieben habe.

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Kommentar von Guenther177
02.05.2017, 22:36

Im normalen Stadtverkehr bei einer normalen Fahrweise braucht man im Prinzip kein Vorderrradbremse, das geht alles über Hinterrad Bzw. Motorbremswirkung. Die Antworten sind keineswegs gefährlich, solange man dem Vordermann nicht am Heck klebt sind fast alle bremsungen so, dass man sie alleine mit der Hinterradbremse schaffen kann. Auf der Landstraße vor allem in Kurvenreichen Gebieten sieht das natürlich anders aus, wenn man dementsprechend schnell fährt, in der Beziehung hast du recht

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