Was muß Harley Davidson tun um neue Kunde zu gewinnen. Sind die Motorräder einfach zu schwer oder zu teuer?

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9 Antworten

Ich glaube weniger, dass einfach teurer oder schwerer, die Lösung ist. Harley Davidson ist ein echter “Brand”, also eine Marke, die gewisses Klientel anspricht. Aber die Idee zu leichteren Maschinen, die es schon gibt, finde ich eine gute Strategie.

Bei der Preiskalkulation sollten sie in einem höheren Segment bleiben und bestehen können.

Aber was spricht gegen einen Versuch, auch mal etwas sportlicher zu sein.

Aktienkurse sind marktgetrieben, die auch auf die Zukunft hinweisen. Was letztendlich der CEO macht, muss von den Kunden akzeptiert und gekauft werden.

Wenn die Kunden sich abwenden sollte man seine Strategie überdenken, aber nicht seinen Mythos aus den Augen verlieren.

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Meine Gegenfrage dazu wäre: Warum sollte HD was tun? Kann man notwendigen Handlungsbedarf nur aus den Aktien schließen?

Motorradfahren ist mEn eine Lebenseinstellung und geht mit einem gewissen Stil einher - wie zum Bleistift Frisuren, Piercings etc. Wenn jetzt jemand, dem 30k Euro mehr oder weniger auf dem Konto nicht jucken, nicht die passende Einstellung hat und stattdessen voll auf Supersportler abfährt, kann Harley noch so attraktiv sein - er wird nie eine kaufen.

Was das jetzt mit der Stammkundschaft und der Aktie zu tun haben soll, weiß ich nicht. Aber hier in der Gegend sehe ich neben den üblichen "Alten" auch immer mehr jüngere (auch Damen), die mit einer HD unterwegs sind.

Eine meiner Theorien: Damals ist man von der Armee gekommen und hatte im Großteil aller Fälle den A-Schein schon in der Tasche. Dann ist man arbeiten gegangen (gilt nicht für 100% der Betrachteten) und konnte sich ein (solches) Gefährt leisten. Das sind heutzutage die oben erwähnten "Alten". Ja, ich weiß, dass auch damals das Geld nicht auf Bäumen gewachsen ist, aber ich denke, man kann mich verstehen. Heute hegt man vielleicht mit 16 Jahren den Wunsch, Motorrad zu fahren - sei es aus Spaß an der Freude oder einfach nur, um von A nach B und wieder zurück zu kommen. Was kommt da so finanziell auf einem zu? Man nimmt also das Geld, was man (oder die Eltern) die letzten Jahre von Weihnachten, Geburtstag usw. zurückgelegt hat/haben und kauft sich eine Montur, die man ja (berechtigter Weise) zur Fahrschule braucht, bei welcher man sich dann zwangsläufig anmeldet. Die Preise dort sind im Vergleich zu früher auch der Hammer und so ist man mal schnell 2,5k Euro los. Was bleibt dann noch groß übrig? Aus Freundschaftskreisen weiß ich, dass es so zwischen 5k und 8k sind. Eine HD ist selbst gebraucht nicht drin und man dürfte sie ja eh nicht fahren. Also wird es ein Teil aus dem Osten. Meistens Sportler, Enduro oder ein anderer Plastikbomber (Ich gehe hier von der Masse aus.). Das Gefühl wird zur Gewohnheit und beim Aufstieg greift man wieder auf die Sparte zurück, da man die kennt und sich an nichts neues gewöhnen muss.

Heute ist das meiner Ansicht nach ein bisschen anders. Bis man das erste richtige Geld verdient (was mal bis zum nächsten Monat reicht), mit dem man auch was anfangen darf, ist man gut und gerne 25+. Bezahlt man nebenbei noch ein Bafög o.ä. ab, eben noch ein bisschen später. Meist kommt dann eine eigene Familie ins Spiel und die Kohle fließt ungesehen davon. Wenn dann doch noch Raum für den Wunsch des Motorradfahrens besteht, wird die Preisklasse trotzdem niedrig angesetzt.

Seit ich neun (!) Jahre bin, habe ich mir ein Kuvert zurecht gemacht, in das ich für eine Harley spare. Mittlerweile schon recht erfolgreich. Letztes Jahr habe ich dann den A2 gemacht, um nicht unbedingt bis 24 Jahren für den A warten zu müssen. Natürlich wollte ich meiner Fahrschule nicht nur Geld für eine neue Plastikkarte mit mehreren aufdruckten Daten überweisen. Also musste eine Töff her. Geworden ist es eine uralte Yamaha XT600 E. - Was meine Theorie oben bestätigt. Ich hätte auch die HD Breakout genommen, für der das Kuvert gedacht ist, aber dafür war es noch zu unterernährt. :D

Zweite Theorie: Bei mir in der Schule war es schon üblich, den leistungmäßigen Schw*nzvergleich zu machen und da wären einem mit einem Chopper schon dumme Sprüche vorprogrammiert. Bei einer R1 mit 200 PS staunt manch einer doch mehr als bei 75 PS Harley. Und mit Hubraum kann man nicht jeden beeindrucken, da die meisten nicht mal wissen, was das ist.

Und inwiefern man eine HD billiger machen könnte (ohne dass das Image leidet) weiß ich nicht. Sicherlich verdient der Hersteller auch nicht schlecht dran.

Fazit: Wer wirklich HD fahren möchte, der kauft sich eine, auch wenn es von Ducati was viel preiswerteres gibt.

Und jetzt noch der Senf, den ich unter jeden Beitrag schreibe, aber trotzdem jedes Mal ernst meine: Euch allen stets eine sichere und knitterfreie Fahrt!

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Kommentar von haudegen
18.08.2017, 09:45

ich hatte meine harley (sportster) 2012 mit 23 jahren damals neu gekauft. weißt du wie ich das gemacht habe? ich habe sie finanziert. ich hab etwas geld angespart, hatte endlich mal nen job der nicht über ne zeitarbeitsfirma lief und bin zu den händlern, habe ein paar sportys probegefahren und mich dann entschieden. im nachhinein würde ich mir wahrscheinlich keine harley mehr finanzieren sondern gucken das ich eine schöne gebrauchte bekomme, wenn ich überlege, was man sonst so für dieses geld bekommen hätte. ich spreche hier von den großen tourern wie streetglide oder ne roadking.

zu deiner zweiten theorie: da ist definitiv was dran. aber soll ich dir mal sagen wer daran schuld ist? die generation youtube. als ich mit 16 meinen ersten 125er chopper hatte, waren die reaktionen darauf eher vom typ her "cool". als ich dann 2007 den motorradschein hatte und eine 79er yamaha xs650 (chopperumbau) hatte, fanden meine klassenkameraden aus der berufsschule das ding eher richtig geil.

aber zurück zu youtube. durch die vielzahl der heutigen channels die sich mit motorradfahren beschäftigen, haben die heutigen potenziellen jungen fahrer einen anhaltspunkt. die sehen diese ganzen kerle wie sie mit ner r1 oder sonstwas durch die gegend fahren, sinnloses zeug labern und meinen das ihr mopped das einzig wahre wäre. daraufhin bilden sich die neulinge ein, dass das einzige was zählt, nur möglichst viel ps zu haben.

bei den älteren einsteigern ist harley oftmals vertreten. ich hab da nen ex-kollegen (29-30) der erst dieses jahr den schein gemacht hat und sich ne sporty gekauft hat. generell ist in dieser altersgruppe in meinen augen ein trend zur harley zu verzeichnen

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Servus Liborio

Da eine Baby Harley

http://www.harley-davidson.com/content/h-d/de_DE/home/motorcycles/tools/compare-bikes.html#2017-XG750

Sie ist nicht allzu schwer, hat 58 PS, ist sicher laut fast so wie die Baby Guzzi. Man kann sicher Spaß mit ihr haben.

Da ist allerdings das "Zahnarzt Image" und es werden sich nicht wenige minderwertig fühlen, wenn es nicht der 400kg Bomber mit Wohnzimmersofa ist.

Von diesem Problem bin ich allerdings recht weit entfernt, denn Neid empfinde ich nicht. Von HD käme für mich nur die Low Rider in Frage, weil die einem normalen Motorrad am nächsten kommt. Und da wäre noch der Vorteil. Jeder kann sich schon im Laden sein Wunschmodell zusammen bauen lassen und hat so was ganz eigenes.

In diesem Leben werd ich mir kein neues Motorrad mehr kaufen, bin mit meiner XJR sehr zufrieden und dann hab ich noch zwei Kleine, wobei die Kleinste Jawa 250, Bj 56 nicht mehr angemeldet wird.

Meine Honda Dominator macht auch Spaß und da mein Nachbar gerne seinen Roller bei mir unterstellen möchte, bliebe auch kein Platz für ne Low Rider.

Grüßle

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Klassischer Marketingfehler. Harley MUSS schwer und teuer sein, sonst verliert HD seinen Nimbus und damit seine Stammkundschaft. Nur die hält HD am Leben. Allerdings stirbt die langsam aus. Wenn ich mir allerdings die momentane Harley-Schwemme auf unseren Straßen ansehe, dann vermute ich mal dass HD sich in nächster Zukunft keine großen Sorgen machen muss.

Der Börsenkurs hat da wenig Wert als Maßstab. Börsianer sind geisteskranke Trottel und gewissenlose Zocker und nebenbei Betrüger. Mit dem tatsächlichen Wirtschaftsgeschehen haben die sehr wenig zu tun.

Als Warnung kann da Porsche dienen. Die haben vor Jahrzehnten ihre Stammkundschaft mit Krücken wie dem Volksporsche und dem 924er und dem 944er verprellt und wären um ein Haar in der Versenkung verschwunden. Erst die Rückbesinnung durch den 911er hat Porsche wieder in die Erfolgsspur gebracht.

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Kommentar von Kaheiro
17.08.2017, 18:05

Den Pseudoporsche 924 hatte ich auch...war ein schönes Auto.

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Ich mag Harleys nicht und werde sie auch nie mögen. Zu häßlich, zu teuer und zu lahm. Deswegen verschwende ich keine Gedanken an diese Marke. Selbst die Amis spotten über Harleys

Schild - (Ducati, Harley Davidson)
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Harleys SIND ihr eigenes Marksegment, da geht es mal rauf und mal runter, das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Solange nicht irgend ein Hatchfond sich da einkauft, wird Harley Davidson immer eine Zukunft haben. Das schlimmste im Geschäftsleben sind dispositive Faktoren (Chefs, Aufsichtsräte, Investoren mit Stimmrecht) die sich nicht für die Sache interessieren sondern eigentlich nur auf den Gewinn schauen und kein langfristiges Ziel haben..., nach meiner bescheidenen Meinung (als Selbstständiger) sollte man solche Leute wie in Mafiafilmen zu einer Spazierfahrt nach Coney Island einladen.

Seelenlose Firmen verkaufen seelenlose Produkte, aber wenn sich jemand Gedanken über Einzelheiten macht, spürt das ein Kunde sofort und kauft das Produkt immer wieder.

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Jede Generation hat ihre Helden.

1969 war es der Film "Easy Rider" und hat eine ganze Generation geprägt.

Nur die Marke ist mit ihren Besitzern auch gealtetert. Der typische Harley-Fahrer ist in der Generation 50 plus.

Nur Harley ist absolut nichts, was auch jüngere Generationen begeistert. Die jüngere Generation die steht eher auf Supermoto/Sportenduro und deren Helden sind da eher "Grenzgänger" und Fahren im Wald und Einkaufszentrum.

Für viele Harley-Fahrer ist ihre jetzige Maschine vermutlich auch die leztte die sie innerhalb ihrer Restlebenszeit kaufen und junge Käufer wachsen einfach nicht nach.

Auch in Schwellenländern sieht es extrem mau aus. Aufgrund der schweren Konstruktion und schlechter Strassenlage taugen solche Maschinen halt nichts für Strasen mit Schlaglöchern

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Da mir allein schon der Name zu lang zum Aussprechen ist, kümmert es mich nicht was mit dem Laden ist.

Für mich ist kein einziges interessantes Modell dabei, damals als es noch die Unterfirma Buell gab, hat zumindest ein Modell mein Interesse geweckt. Aber die sind ja auch wegrationalisiert worden.

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für 8900 kriegt man bei harley natürlich schon was. nur nicht die dickschiffe die jeder so geil findet.

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Kommentar von nagelpilzotto
17.08.2017, 17:00

Aber die wiegen dann wesentlich mehr als 200kg, oder? 

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