Kraftstoff Super mindestens 95 Oktan

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Tja, der liebe Sprit, und die unterschiedlichen Meinungen dazu.

Also jedenfalls, kann ich es empfehlen, ein Motorrad, das über die Winterzeit ab gestellt wird, mit SuperPlus zu betanken, den da ist ein geringerer Anteil künstlich erzeugten Kraftstoffs drin, so das auch die Kondenswasserbildung im Tank minimiert wird. 

Zudem zersetzt sich dieser Sprit auch nicht so schnell im Vergaser, der ja nie hermetisch verschlossen ist, sondern durch die Belüftungskanäle eine "Entgasung" der flüchtigen Anteile im Sprit sogar noch begünstigt.

Für Vergaser ist E 10 mitunter ein Problem, weshalb ich es allenfalls bei dafür geeeigneten Einspritzmotorrädern gutheissen kann.

Also schaden kann ein höherwertiger Kraftstoff einem minderkomprimierten Motor niemals, er kann das Leistungspotential des Kraftstoffs nur nicht voll ausnutzen, was aber nicht gleichbedeutend ist, das dadurch eine Minderleitung entsteht. 

Anders sieht es aus, wenn ein hochgezüchteter Motor, der "keine" Klopfregelung hat, mit minderwertigem Kraftstoff betrieben wird.

Die Schäden, die dann entstehen können einen kapitalen Motorschaden zur Folge haben.

Der Höherwertige Sprit ( 98, oder 100 Oktan) hat aber bei hochgezüchteten Motorren nicht immer auch einen höheren Leistungzuwachs zu verzeichnen, das kommt auch immer auf die jeweilige Konstellation Fahrer, Elektronische Gemischaufbereitung, und Fahrzeug an.   

Ein Wagen, oder Motorrad, (Natürlich mit Einspritzung!!) das von einem ruhigen Fahrer gefahren wurde, kann im ungünstigen Fall bei einem Fahrerwechsel (Sportlicher Fahrer-Typ :-)  ) auch schonmal Minderleistung hervor rufen!!  Schuld sind die lernfähigen Motorsteuergeräte, die die durchschnittliche  Fahrweise im Kennfeld anpassen ( nein, das ist kein Quatsch!! )  daher kann ein Motorrad schonmal erheblich andere Leistungsdaten haben, die sich erst nach einer längeren sportlichen Fahrweise dann wieder angleichen...... !  Man spricht von adaptiver Gemischbildung !

Ich als alter Gasfahrer (Im Auto) merke z.b. sofort, wenn die Tankstelle den Butananteil im Wintergas gesenkt hat. Im Sommer ist der Anteil 60/40 im WInter 40/60, und ein höherer Butananteil hat eine höhere Leistung zur Folge, aber im Winter braucht es eine bessere Start Eigenschaft, und einen anderen Brennwert, da sonst auch da Lauf-Probleme entstehen. Und der Wagen hat eine Klopfregelung, und dadurch ist dies kein Problem im Betrieb.

Hier was zu lesen, über dieses Thema:

http://www2.htw-dresden.de/~hoentsch/WebsiteElMob/Lehre-Praktika/Automobilelektronik_PrakV1-6/Motronic_V5.pdf

Seite 3!

Ich weiß, ist alles Theorie, aber so läuft das in der Praxis :-) 

Also jedenfalls, kann ich es empfehlen, ein Motorrad, das über die Winterzeit ab gestellt wird, mit SuperPlus zu betanken, den da ist ein geringerer Anteil künstlich erzeugten Kraftstoffs drin, so das auch die Kondenswasserbildung im Tank minimiert wird. 

Das ist ein wichtiger Hinweis, da bei den modernen Kraftstoffen offenbar die Zündwilligkeit sehr schnell nachlässt bei einer Überwinterung.


 

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@geoka

Daher ist auch z.B. bei Verwendung von Super Kraftstoff, der ja bis zu 5 % Kunstsprit beinhaltet darf, die Beimischung eines Oktanboosterzusatzes, oder Kraftstoffstabilisator, wie er auch heisst, die nächste Möglichkeit, auch wenn ich damit wieder einige Kleingeister auf den Plan rufe, die plärren, das wäre Nonsens ;-)


Fakt ist, Benzin mit Kunstspritbeimischung entfleucht das Benzol, welches ja hochflüchtig ist, in Vergasermaschinen, und aus dem Tank, so das die Lagerfähigkeit nur begrenzt ist.

3-4 Monate mögen vielleicht noch tragbar sein, aber mehr wird mittlerweile schon Kritisch.

Ich bekomme dann "vermeintlich Defekte" Maschinen zur Reparatur, erneuere den Sprit, und schon sind sie geheilt :-)

So was kann man auch selber machen, aber wer auf meine Empfehlungen nicht hört, der zahlt !  Sorry!

Maschinen mit Einspritzung könne das aufgrund ihrer anderen Tankbelüftung mit Containersystem wesentlich besser verdauen, da wird es erst ab 3-4 Jahre kritisch!

Aber beschwören will ich´s nicht

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@geoka

Das ist falsch, der höhere Ethanol-Anteil in E10 bindet Wasser besser als E5 (oder auch E0), so entstehen bei Vergasermotoren in der Schwimmerkammer keine Wassertropfen, die dann hochgewirbelt werden und sich vor die Ventile setzen.

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@fritzdacat

Äääh, nein,

der Sprit trennt sich, grob gesagt und der zehnte Teil wird aggressiv, greift die Oberflächen am, besonders gerne Alu und Kunststoffe, Wasser zieht er obendrein.

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@fritzdacat

Darüber gibt es ja verschieden Erkenntnisse:

Der Kraftstoff verhält sich ähnlich der Bremsflüssigkeit, und zieht genauso Wasser an. Die Ablagerungen, die ich neuerdings in Rasenmähertanks, Vergasern, und denen von Rollern und Motorrädern gesehen habe, die sprechen Bände. Durchrostete Tanks kamen vorher nur dann vor, wenn der Tank von unten durch rostete, Von innen durchrostet ist definitiv auf den Sprit zurück zu führen :-(


Keine guten News für Oldtimerliebhaber......!

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Nein, ich habe früher auch gerne mit diesen "Premiumsorten" gespielt, obwohl lt. Hersteller diese Oktanzahlen nicht notwendig waren.

 

Ich konnte keine höhere Geschwindigkeit feststellen, keine bessere Beschleunigung, keinen merklichen Minderverbrauch und auch keinen besseren Motorlauf.

Bei deinem Wagen mag ein Unterschied feststellbar sein, auch als Laie, aber ein Motor der der 95 Oktan ausgelegt ist, läuft mit dieser Sorte so wie er soll und gut und mit höheroktanigem Sprit wird es nicht merkbar besser.

 Allenfalls unter Laborbedingungen mag da was messbar sein, in der Praxis wohl eher nicht.

Hallo Rolf

Es ist schon etwas her, an der Tanke gab es noch 92-, 95- und 98 Oktan, also die Zeit vor E10. Da sah ich nachts um 2:00 eine Sendung über E10 und Sprit im Allgemeinen. Ein Fachmann erzählte, dass es sich für die Hersteller nicht rechnet drei verschiedene Sorten herzustellen, daher stellen sie nur 98igen Sprit her und verkaufen ihn auch als 92- und 95 Oktan.

Auch kann es passieren, dass höher wertiger Sprit für manchen Motor sogar eine schlechtere Wirkungsgrat ergeben kann, weil er für den höher wertigen Sprit nicht ausgelegt ist. Typisch für minderen Sprit im Motor ist das Ventilklingeln und das habe ich das letzte mal mit verbleiten Benzin gehört.

Ich bin kein Spritfachmann, aber ich habe festgestellt, dass die Wumme mit E10 einen geringeren Verbrauch hat, nicht viel, aber immerhin. Stinkig war ich allerdings das E10 mit Strafpreiserhöhung der anderen Sorten auf den Markt gedrückt wurde. E10, hat unser aller Mutti als Kompromiss der EU versprochen, weil unsere Premium-Hersteller den von der EU vorgeschriebenen Flottendurchschnitts-Verbrauch nicht einhalten.

Grüßle

Hihi, du kannst Dich noch an Normal Benzin erinnern ?!? Lach! Ja, das waren noch Zeiten.......... :-)

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@user5432

Und an den gleichen Bedenkenzirkus wie beim E10. Gab sogar extra einen ü. 100Oktan Sprit. Mein 1700S Motor von Opel war der letzte, bei dem die Ventile geklingelt haben. Aber hast recht, bin schon ein recht alter Sack (:-/

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@Nachbrenner

Ick hatte nur 1900er Opel... später 2800er und 3000er....SO!

Wenn ick mich recht erinnere, wollte der 1900er GT auch schon Super haben  ;-)

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@BMWRolf

Ich hab meinem Papa seinen 1900er Ascona geerbt mit brudalen fünfundsiebzig  Ponys, boah ey, der durfte mit voll Normal gefahren werden ;-)

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@user5432

Es gab 1,9N (Normalbenzin, damalige Bezeichnung für den Kraftstoff) Motoren mit 75 PS und 1,9S (Superbenzin) Motoren mit 90 PS, alle mit Vergaser.

Ab 1974/75 gab es den Manta-A-GTE mit 1,9E (Superbenzin) Motor und 105 PS per Einspritzanlage.

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Roller (Yamaha Aerox) springt nicht an. Was tun?

WAS könnte ich vergessen haben / WAS könnte ich Falsch gemacht haben / Bzw WAS würdet ihr mir raten? 

Servus erstmal,

Folgendes Problem: habe eine Yamaha Aerox (Bj 2001) die eine Kolbenfresser hatte und was weiß ich noch komplett auseinander gebaut, und verändert/erneuert/eingebaut 

- Rms 50ccm Zylinder Blue Line

- Kupplung und Vario spielen glaube ich keine Rolle

- 17,5mm PHBN Tuning Vergaser ( standard 95 HD )

- Ori Luftfilter mit Malossi Luftfiltereinsatz

.... schon im Roller verbaut waren ^Stage 6 pro replica^, ^CDI Motoforce Racing^ und ne ^Zündkerze NGK BR7HS^. Nach gefühlten 100 Stunden abwechselndem Kicken ohne Zündung und ziehen am Unterdruckschlauch und dann kicken mit Zündung, ging der Roller irgendwann so an , dass er an blieb und man minimal Gas geben konnte...mehr war aber nicht rauszuholen..sobald man mehr oder gar vollgas gegen hat, ist der Roller sofort aus gegangen..

Das hieß für mich, entweder zu wenig Sprit, bzw zu unausgeglichenes Verhältnis zwischen Luft und Benzin...und/oder zu wenig Funken 

Thema Funke: Umgetauscht wurden ^CDI^, ^Zündgeber^und Zündkerze auf ^NGK BR8HS^...muss mich zwingen den Finger an die Zündkerze zu halten, mit anderen Worten Funke ist meines Erachtens sehr Gut.

Thema Sprit: Neuer ^20 mm ASS^ und ^Membranblock^... von ^95 HD^ auf ^102 HD^.

Stand der Dinge: Roller Springt nicht (mehr) an. Habe zwar noch lange nicht so lange getreten/versucht wie davor, aber ist es Normal , dass man so lange treten muss, bis er angeht???? will mich da nicht mehr abquälen, wenns was technisches ist, das ich lösen muss.

WAS könnte ich vergessen haben / WAS könnte ich Falsch gemacht haben / Bzw WAS würdet ihr mir raten? 

Randinformationen: am Unterdruckschlauch gesogen, kommt Benzin aus dem Benzinschlauch,,,Schwimmerkammer voll mit Benzin,,,Zündkerze gaaanz leicht feucht wenn ich sie raushole ;) mit Benzin denke ich, riecht zumindest so....Zündkerze raus, Daumen Dran gehalten und gekickt, scheint mir genug Druck vorhanden zu sein, Habe nichts zum Messen..Kolben auch richtig rum drinne für Die die es interessiert.

Vielen Dank für jede Hilfe im Voraus..

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