Wie sehr muss ich ein Motorrad einfahren?

3 Antworten

Technisch gesehen ist es nicht soooo wichtig.

Die Hersteller möchten halt Leute abschrecken die gleichnvoll in die Eisen steigen würden um sich vor Garantieansprüchen ö.ä. zu schützen.

Der Motor kommt sowieso gerade vom Fließband und wird dann gleich mehrmals (Funktionstest nach Montage, Prüfstand wenn eingebaut, evtl. Überführungs/Probefahrt) in den Begrenzer geballert.

In meinem Handbuch steht z.B. nur dass man abwechslungsreich Fahren soll (langsam, schnell, hoch und niedertourig).

Viel wichtiger: Warmfahren!

Gib dem Motor Zeit.

Wenn du viel Kurzstrecke fährst so wie ich dann fahr mehrmals die Woche auch längere Strecken damit die Batterie gut geladen wird und das Öl mal überall richtig hinkommt.

Du meinst, bei Kurzstreckenfahrt kommt das Öl nicht überall "richtig" hin?

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@deraltealte

Bei Kurzstrecken kommt das Öl nicht auf Temperatur und ist somit dickflüssiger als gewollt. Bei häufiger starker Belastung bei kaltem Motor kann das durchaus Probleme mit sich ziehen.

Dickflüssiges Öl kann durchaus nicht richtig an alle Stellen kommen, Nasskupplungen sind da zum Beispiel stark davon betroffen. Diese liegen häufig nur bis zur hälfte im Ölbad, der obere Teil der Kupplung wird geschmiert indem die Kupplung das Öl in Bewegung bringt und somit in den oberen Teil des Kupplungsgehäuses schafft. Das geht natürlich schlechter mit zähflüssigem Öl.

Desweiteren sind Adhäsionskräfte zwischen den Kupplungsscheiben bei Dickflüssigerem Öl stärker, was dafür sorgt, dass auch ausgekuppelt mehr Kraft übertragen wird als bei warmen Motor, was dann natürlich im Stillstand dafür sorgt, dass der Kupplungsverschleiß minimal höher ist.

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Das bedeutet das die 1000km Marke mit einer Nachmittagstour erreicht wäre...Frage erledigt.

Da ich lange Spaß an meine Maschinen haben möchte, halte ich mich penibel an die Herstellervorgaben.

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