Wie fährt man am besten über nasse Straßenbahngleisen, ohne zu rutschen?

 - (nass, Gleis, Sicher fahren)

6 Antworten

Schienen, Fahrbahnmarkierungen und Nässe sind grade in Berlin ein Problem, das  ich auch nach über 45 Jahren Fahrpraxis extrem fürchte. Ich bin früher öfter auf Fahrbahnmarkierungen, Gullydeckel und eben auf Straßenbahnschienen mit dem Motorrad und dem Fahrrad ausgerutscht. Da gibt es nichts was das Rutschen verhindert.

Ich fahre diese „Rutschbahnen“ immer in so einen kurzen Winkel, dass ich diese  schnell überquere. Auch nicht zu langsam. Fährt man schneller ist man schneller drüber und die Reifen haben wieder Grip. ---

War ich auch in der Vergangenheit ein sehr leichtsinniger und unüberlegter „Rasetotfahrer“ (Mit der Chopper!!), so habe ich bei nasser Fahrbahn schon immer Angst beim Fahren gehabt. Damit meine ich wirklich mehr als nur Respekt, sondern schon in dem Bereich der Anfänge von Angst. Deshalb fahre ich bei nasser Fahrbahn nur wenn es unbedingt sein muss. Besondere Abenteuerfahrten hat man in Berlin auf nassem Kopfsteinpflaster, das es leider noch sehr oft in Seitenstraßen gibt. Man denkt, man fährt über polierte Totenschädel mit „Glatzenpolitur“. Einfach gefährlich für Zweiräder (Egal ob mit oder ohne Motor). Gruß Bonny

Ich war der Meinung man darf den Winkel nicht zu Spitz nehmen. Ich fahre auch so schnell wie möglich darüber und das mit äußerster Vorsicht. Mich hat es auch mal beinahe erwischt als ich wenden wollte. Habe aus versehen auf den Gleisen auch noch gebremst. Als ich merkte, daß ich rutsche habe ich die Bremse ganz schnell wieder los gelassen und habe das Motorrad noch auffangen können. Meine Frau ist sich auch nicht mehr sicher, ob sie heute auf den Gleisen gebremst hat. Sie ist sich jetzt total unsicher und weiss nicht wie sie nun künftig verfahren soll. 

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@nagelpilzotto

Nachtrag: Kupplung halten ist gefährlich. Geht die Drehzahl dadurch schlagartig runter und hinter den Gleisen ist wieder Gripp da, bremst das Hinterrad stark ab. Siehe "Highlight" mit dem "Hightsider". ;-)  Gruß Bonny   

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Entweder gar nicht oder in einem möglichst großen Winkel, ideal wären 90° und möglichst "lastfrei" darüber rollen. Also weder Bremsen noch Beschleunigen.

Nasse Schienen, Bitumenstreifen und viele weiße Fahrbahnmarkierungen sind bei Nässe ähnlich "griffig" wie Glatteis.

Nicht Gas geben und nicht Gas wegnehmen wenn man über die Gleise fährt. Sag das deiner Frau, denn sonst hilft auch das Überfahren im stumpfen Winkel nichts. Bremsen sollte man auf den nassen Gleisen natürlich auch nicht. Bin froh, dass man wenigstens in den letzten Jahren die weißen Fahrbahnmarkierungen aufrauht und diese nicht mehr so rutschig sind wie früher. Diese Markierungen habe ich gefürchtet. Beim Verlassen des Kreisverkehrs oder beim Einbiegen in eine andere Straße ist mir das Hinterrad auf dem Zebrastreifen regelmäßig weggerutscht. Selbst das Spurwechseln war manchmal richtig haarig wenn es dabei nass war.


Wichtig ist, wenn man mit dem Vorderrad über die Schiene fährt, das Gas nicht rauszunehmen, sonst liegt man sofort auf der Nase, man sollte sich regelrecht dazu zwingen, es stehenzulassen. Bevor das Hinterrad auf der Schiene ist kann man das Gas weich etwas zurücknehmen, man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass das Motorrad in einer ganz ganz leichten Beschleunigung (in Schräglage, ohne Lenkimpulse zu geben) in seinem stabilsten Zustand ist, man merkt hinten zwar dass es etwas "weich" wird, der Moment ist aber gleich wieder vorbei.

Also ich fahre über Schienen in einem möglichst großen spitzen Winkel (spitzer Winkel: >0° aber <90°) also wenn irgend möglich 40/45°. Im "stumpfen Winkel" (<90° und >180°) kann man nicht über Gleise fahren ;-)

Auf (nassen) Schienen oder nassem Kopfsteinpflaster fahre ich extrem "weich" (also auch extrem vorausschauend), d. h. ich beschleunige seeehr sanft, und versuche auch seeeehr sanft zu bremsen, fährt man vorausschauend, ist die Möglichkeit das zu schaffen sehr groß. In dem Moment wo ich Schienen kreuze, mache ich schlichtweg gar nichts. Ich beschleunige nicht, ich bremse nicht ich ziehe aber auch nicht die Kupplung, ich halte einfach nur meinen Gasgriff ruhig und lass sie drüber gleiten.

Bei uns gibt es eine Straße, die "ein Traum" ist: eng, viel Verkehr, viele Seitenstraßen, Straßenbahnhaltestellen etc. altes, glatt gefahrenes, unebenes Kopfsteinpflaster und Schienen ;-) Da lernt man das Kopfsteinpflaster- und "über Schienen" fahren ;-)

Ach und Liborio... noch eine Bitte: Geh mit deiner Frau nicht so hart ins Gericht, ihr tut's mehr weh als dir, ihr ist's bestimmt wahnsinnig unangenehm vielleicht sogar peinlich. Schimpf und motze nicht! Sei froh und dankbar, dass sie nur Prellungen hat (die tun ihr weh und nicht dir! Und... Prellungen können sehr lange teuflisch weh tun!). Warum ich dir das schreibe? Mir sind zwei Sätze von dir "ins Auge" gesprungen: "Nun sind wir am Diskutieren was sie schon wieder falsch gemacht hat. Es ist das dritte Mal, daß sie auf Gleisen ausrutscht und fällt." Mach ihr keine Vorwürfe! Damit machst du's nur schlimmer! Sie wird wohl eh schon bammel (vielleicht sogar Angst) haben, bei Nässe über Gleise zu fahren, mit Diskussionen und Vorhaltungen machst du's nur schlimmer und hat sie bezüglich "überqueren von Gleisen" erst mal nen "Knopf im Kopf" ist es sehr schwer, den wieder aufzulösen. Den Roller und seinen Schaden, den kann man ersetzen, ist alles mit Geld zu bezahlen (auch wenn's unpassend ist), ihre Gesundheit und Unversehrtheit - kannst du mit keinem Geld der Welt bezahlen! Nimm sie in den Arm, sag ihr "Gut, dass dir nichts schlimmeres passiert ist! (und gib nen Kuß) Den Roller, den bekommen wir wieder hin!" und lass es gut sein...

Keine Angst. Ich bin weder böse noch mache ich ihr Vorwürfe. So was kann passieren. Mir ist es beinahe auch passiert mit meiner Honda Transalp 125ccm. Dann hätte ich keine 1.600€ mehr bekommen. Hatte nunmal Glück, daß ich die Maschine wieder gefangen habe. ...Wir waren heute Nachmittag nun doch beim Arzt, nachdem die Schmerzen zugenommen haben. Sie kann kaum Laufen und ihre Ferse tut weh. Sie bleibt bis einschl. Dienstag zu Hause. Vielleicht geht es ja ab Mittwoch wieder. "Gesundheit geht jetzt vor" und über die Reparatur unterhalte ich mich erst einmal mit meinem Schwager. Der ist ein Schrauber und kann einiges. Habe auch schon einen Händler im Kopf, der günstig sein soll. Schönheitsfehler sind nicht schlimm, dafür habe ich dann ein Einzelstück. Mir geht es darum, daß das Ding wieder fahrtauglich gemacht wird. Wahrscheinlich muss auch noch das eine oder andere Teil ersetzt werden, da es gebrochen ist. Andere Stellen können abgeschliffen und lackiert werden. War heute schon ein aufregender Tag. Habe heute auch meine neue Bonneville beim Händler abgeholt und bin vorsichtig nach Hause gefahren, denn das Wetter war solala. Werde mir doch eine Scheibe zulegen. Ab 90-100 km/h wird es mir unangenehm windig.

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@nagelpilzotto

Ok Liborio, dann habe ich diese zwei Sätze falsch gedeutet. Sorry!
An deine Frau: Unbekannter Weise gute Besserung! :-) Wird schon wieder! :-)

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