Leistungsdrosselung über Stau im Auspuff?

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Nochmal zu deinem Auspuff...

Im Arbeitstakt, wenn das Gemisch zündet, wird ja der Kolben nach unten getrieben - und die Energie aus dem Sprit umgeformt - wird halt "Arbeit" verrichtet.

Saugt der Motor Luft an, muss Arbeit aufgewendet werden. Deshalb gibt's zum Einen zur Leistungssteigerung ja Lader oder eben auch hier Blenden zum Drosseln.

Haargenauso wird beim Ausstoßen der Verbrennungsgase Arbeit verrichtet. Je größer der Wiederstand - so größer die Arbeit.

Stumpf gesagt : was in der Bilanz übrig bleibt steht an der Welle zur Verfügung.

(Auch wenn man andere Nockenwellen verwendet wirkt man letztlich auf die Be- und Entlüftung ein)

Wie sich das "Anfühlt" ist shwer vorrauszusagen, da die Physik der Strömung komprimierbarer Gase (dazu mit Lustig Temperatrgefälle usw.) so eine Sache für sich ist...

Beim Zweitakter ist die Situation anders - und eigentlich noch komplizierter. Ein- und Auslass sind hier nicht in einem im Zeitablauf quasi getrenntem System. Zur optimalen Durchspülung muss da noch viel genauer hingeschaut werden. Mitunter ist hier gar Kriegsentscheident mit welcher Eigenfrequenz die Gassäule im Auspuff zu erregen ist - da Staut der Bastler dann Bauklötze, wenn der Auspuff dicker - und Leistung plötzlich weg ist ;-)

Meine freundin hatte ne gedrosselte virago. Die drosselung erfolgte über reduzierblenden im krümmer also das was du meinst. Die waren sehr weit vorne eingebaut damit ma sie zur entdrosselung leichter rausholen kann. Das waren nur drei schweißpunkte. Die funktion wurde ja erklärt.

Vielen Dank für die Antworten, aber ich verstehe es noch immer noch nicht so richtig. Muss aber zugeben, dass ich mich mit Drosselung über den Auspuff noch nie beschäftigt habe, anders als mit den „üblichen“ Methoden zur Drosselung (daher auch meine Frage). Das was ich als Gedanken im Kopf habe, sagt mir, dass ein Stau im Auspuff nicht gut für den Motor ist. Besonders bei 2-Taktern. Da muss zwar ein gewisser Stau vorhanden sein, aber zu viel ist ungesund für den Motor. Haut der Motor die Abgase raus, die aber nicht so können wie sie sollen, ist es eine Verstopfung (wie beim Menschen gibt das Schmerzen und kann krank machen. Grins). ---

Als ich vor ein paar Jahren meinen Auspuff selber gebaut habe, habe ich viel darüber gelesen und auch experimentiert. Ein extremer Stau ist auf Dauer schädlich für den Motor, hieß es in den Beschreibungen. Die Abgase soweit zu stauen, dass es zu einer massiven Leistungseinbuße kommt ist schon extrem. Dem entsprechend ist die Leistung bei einer Auspuffklappensteuerung (Sound) auch eine Leistungsbremse wenn man „leise“ fährt. Also das Motorrad bei geöffneter Auspuffklappe mit dem Sound „dass der Storch vom Dach fällt“, optimal einstellen und wenn die Rennleitung kommt, Klappe rein und es wird leiser. Dann hat man statt der eingetragenen und erlaubtenLeistung von (Beispiel) 100 PS zwar nur noch 80 PS, aber man ist leise. Meinen Auspuff habe ich so hinbekommen, dass er nicht allzu laut ist, aber einen besseren Klang hat, bei keinem Leistungsverlust. Im unterem Drehzahlbereich sogar einen besseren Durchzug. Sollte ich meinen Auspuff noch mal überdenken? Wo ist mein Denkfehler? Gruß Bonny

Hallo Bonny

Ich hätte da auch Magengrimmen. Besser man schnürt ihn den Eingang zu, als den Auslass, zumal ja viele Ängste vor Motordefekte haben. wenn das Frischgas im Zylinder strömt und das heiße Verbrannte nicht weg kann, ich weiß nicht so recht. Lieber Gaswegbegrenzung oder nen schlanken Hals, als das.

Grüßle

PS: die Freitagstour ist fertig.

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