Kardanantrieb oder Kette?

8 Antworten

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Ich habe beides gehabt. Bisher bis anno 2001 nur "Kettenfahrzeuge" (abgesehen von einer BMW in den 60´ern). Seit über 10 Jahren Kardan. Das war auch ein Kaufgrund. Nie mehr Kette. Sportler, Enduro und extrem leistungsstarke Motorrädern klammere ich mal aus. Der Kardan braucht kaum Wartung. Einfach aufsteigen und fahren.

Das mit dem "Mehrgewicht" ist eine Legende aus den Tagen, als die Motorräder noch nicht mal 50 PS hatten. Ein moderner Kardan schluckt kaum Leistung. Das geringe zusätzliche Gewicht kann man kompensieren, indem man vor Fahrtbeginn auf die Toilette geht. Mal ehrlich, messt doch mal bei einem Kettenmotorrad am Hinterrad die wirkliche Leistung, dann beim Kardan. Selbst wenn 1-2 PS fehlen sollten, ist es bei den heutigen PS-Stärken nicht zu merken.

Ein Vorteil hat Kardan noch: Der bringt die Kraft sofort auf die Straße. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass man beim Beschleunigen in Kurven vorsichtig sein muss. Bei nasser Fahrbahn "rollere" ich um enge und kurze Kurven (Straßeneinmündungen). Das Wegrutschen und damit Driften des Hinterrades ist fast unvermeidlich, wenn man beim Abbiegen Gas gibt. Auf nassen Fahrbahnmarkierungen und Gullydeckel, die ja sowieso schon gefährlich sind, ist man mit Kardan fast zum Wegrutschen verdammt, wenn man zu viel Gas gibt.

Trotzdem, hat man sich an die andere Fahrweise gewöhnt, kenne ich niemanden, der seinen Kardan jemals gegen eine Kette tauschen würde. Gruß Bonny

Ein Vorteil hat Kardan noch: Der bringt die Kraft sofort auf die Straße

Und wieso sollte die Kette die Kraft nicht "sofort" auf die Strasse bringen?

Die Aussage kann ich so nicht nachvollziehen.

;-((

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@demosthenes

Ich fahre nicht nur meine Trude. Ich habe auch schon mal ein Motorrad mit Kette "gesehen". Wechsle mal kurz hintereinander von Kette zu Kardan. Ein Kettenantrieb fährt sich weicher. Ein Kardan setzt "hart" ein, da dehnt sich nichts. Auch die Lastwechselreaktion beim Gas wegnehmen ist anders. Ich weis, wovon ich schreibe. Fahre mal beide hintereinander bei Nässe um die Kurve.

Ständig kannst Du in letzter Zeit meine Antworten nicht mehr nachvollziehen. Dann kommen immer negative Smilies im Anschluss. Natürlich ist mir bewusst, dass ich mit meinen jahrzehntenlangen Erfahrungen und Fachwissen nicht mal annähern an Deines herankomme. Ich bin eben blöd und schreibe nur, was ich mal gehört habe und das gebe ich noch falsch wieder.

Sorry, werde jetzt "langsam" sauer!! :-((( Bonny

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@Bonny2

Sooooo, jetzt muß ich aber auch mal meinen Senf dazu geben ;-) Vielleicht ist "sofort" nicht das richtige Wort, wenn man es mit "direkter" tauscht, dann stimmt´s wieder :-) Aber im Prinzip ist es wirklich so, der Kardan gibt bei einer Vielzahl von Motorrädern die Kraft unvermittelt ans Hinterrad, denn eine Kette hat nun mal ihren "Durchhang" . Kommt zum einen vom geringen Zahnflankenspiel, und der quasi starren Verbindung. Zudem ist der Kardanantrieb hinten fast immer in einer Vielzahnkupplung zum Hinterrad ausgeführt, wo beim Kettentrieb noch die Gummi-Ruckdämpfer verbaut sind. Bei vielen Kardanmaschinen ist zwar auch ein Ruckdämpfer verbaut, aber dieser ist meist nur ein Pseudodämper, da er viel zu hart arbeitet, aber besser als gar keine Dämpfung! Und nun seid friedlich und reicht Euch die Hände ;-)

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@Bonny2

@Bonny:

Ich hatte keineswegs die Absicht, Dich "sauer" zu machen, sondern hatte nur nachgefragt, wenn ich etwas nicht verstanden hatte und da ich weiss, dass Du viel Erfahrung hast und ebenso weiss, dass Du gern und gut Dinge erklärst....

:-)))))

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@Bonny2

Hi Bonny, muss dir hier beipflichten. Habe erst einige km mit einer 12er GS probieren dürfen. Da ist mir nach wenigen Metern aufgefallen das der Kardan SOFORT die Kraft auf die Strasse bringt. Bei der Kette bleibt ein Tick mehr Zeit dafür. lg Romana

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@Mankerl

Die Kette fährt sich weicher. Du merkst es besonders beim Abbiegen wenn die Straße nass ist. Mit einem Kardan ganz, ganz, ganz vorsichtig sein beim Gasgeben. In normalen Kurven, wenn man nicht am Gas „spielt“, merkt man kaum einen Unterschied. Aber wehe, wenn man versucht so zu beschleunigen wie der Vordermann mit seiner Kette. Dann gibt es oft die zwei B´s: „Bautz und Beule“. Gruß Bonny

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ich hatte nun schon motorrädern mit allen antriebsmöglichkeiten. kette, kardan und meine jetzige harley mit riemen. ich finde kette nervig, da sie ständig gewartet werden muss und im vergleich zu den andren sachen auch sehr teuer ist. argumente wie kardan ist schwer und laut kann ich nicht bestätigen. klar ist ein kardanantrieb schwerer, aber die paar kilo machen den bock nicht fett. außerdem ist der ein fahrer leichter/schwerer als der nächste, wodurch sich das gewichtsproblem gibt. auch kann ich mich nicht über die lautstärke beschweren. riemen ist aber sehr gut. ist gewichtstechnisch zwischen kette und kardan, und braucht auch so gut wie keine wartung

Wenn der Kettenantrieb nur Nachteile hätte, wäre er nicht so verbreitet. Kardan ist natürlich fein, wenn man zB als Tourer sehr viel fährt.

Natürlich hat die Kette auch Vorteile gegenüber dem Kardan. Hier wurden Vergleiche angesprochen, wenn man bei ähnlichen Motorrädern die Wahl hätte. Bei einem sehr leistungsstarken Supersportler ginge natürlich kein Kardanantrieb. Genauso wenig wie im Gelände. Machbar wäre zwar alles, aber bringt da nur Nachteile gegenüber einer Kette. Wie Du geschrieben hast, bei einem Tourer oder Chopper sehe ich nur Vorteile (außer bei Regen). Beim Riemenantrieb halte ich mich zurück, da fehlt mir die Erfahrung. Habe ich zwar auch schon gefahren, aber nicht über einem längeren Zeitraum. Da glaube ich die Aussagen von denjenigen, die mehr praktische Erfahrung haben. Gruß Bonny

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Wie sieht es denn mit einer derartigen "Belastbarkeit" der Kette aus? Ist ein (an)brechen der Bolzen durch einen mehrfach gefalteten und demnach dickeren Lappen zwischen hinterem Zahnrad und Kette überhaupt möglich? Oder sind meine Sorgen unbegründet, ein Kettenwechsel unnötig und lediglich ein Nachspannen ausreichend?

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