Hohe Leistungsverluste durch Kardanantrieb?

4 Antworten

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Zahlen sind ohnehin eben nur Zahlen.

Was nützt ein theoretischer oder wissenschaftlich ermittelter Wert wenn es im Endeffekt doch stets nur darum geht von A nach B zu kommen und beim Überholen genügend Reserven haben will.

Ich kann mich zumindest rein subjektiv nicht über einen Drehmomentmangel bei meiner R 1150 GS beim Überholen beschweren.

Klar, auf einer R1 würde das anders aussehen. Aber will ich eine R1? Nö. :)

Kardan finde ich klasse! Kein Kette reinigen, ölen, fetten, nachspannen, neu kaufen und einbauen, Ritzel wechseln usw. mehr! :-)

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Bei Motoren mit querlaufender KW hält sich der Verlust in Grenzen. Bei Längsläufern sieht das wegen des zweiten Kegelradsatzes schon deutlich anders aus. Kardanantrieb hat aber noch andere Nachteile. Wegen des Kreuzgelenkes gibt es keinen durchgehenden Schwingenbolzen. Dadurch wird der Rahmen geschwächt. Das muss durch zusätzliche Versteifungen und dadurch Mehrgewicht ausgeglichen werden. Die ungefederten Massen am Hinterrad sind höher. Die meisten Kardanantriebe produzieren sehr lästige Lastwechselreaktionen. Die Hinterradübersetzung lässt sich bei Kardanantrieb schlecht ändern.

Ich halte Zahnriemenantrieb für die bessere Lösung.

Eigentlich beschreibt man  Wellen anhand der Ausrichtung ihrer Drehachse. Dann wäre es genau andersrum. Quer 2 Kegelradsätze. Längs nur einer .  

Das mit dem Gewicht stimmt natürlich. Der Kardan bringt nicht nur sein Eigengewicht mit, sondern zieht weitere Masse nach sich. Und bringt Masse an den ungünstigen ungefederten Bereich.

Das mit dem Lastwechseln hat gerade der Kardanprimus BMW inzwischen  im Griff.

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@Effigies

Seit Generationen bezeichnet man BMW als Querläufer

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@chapp

Das bezieht sich aber auf die Kolben. Wellen laufen eh nicht, die drehen. 

Die Kolben laufen (gleiten) quer zur Fahrtrichtung. . 

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