Frage zum Verbrauch

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Wenn du einen geregelten Kat hast wird das Gemisch bei niedrigen Drehzahlen künstlich angereichert (damit der Katalysator optimal arbeitet, aber eben nicht der Motor) , deshalb verbrauchst du unterhalb einer gewissen Drehzahl mehr Sprit als oberhalb. Der Verbrauch sinkt also nicht linear mit der gefahrenen Drehzahl und der Stellung des Gasgriffs sondern steigt unterhalb einer gewissen Drehzahl wieder an, weshalb untertouriges Fahren keine Verbrauchsminderung bringt.

Danke für den Stern :-)

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In den Passstraßen wirst Du zwar mit etwas höhere Drehzahl, aber dafür gleichmäßiger fahren. Auf der Landstraße schaltet man mehr. Auch ist man öfter etwas "schaltfaul" und zieht den Gashahn voll auf um etwas zu beschleunigen. Grade das Beschleunigen aus den untertourigen Drehzahlen verbraucht viel Benzin. Fährt man gleichmäßig, das heißt man passt die Drehzahl den Gängen an, spart man schon etwas Benzin. Übrigens führe ich seit drei Jahren Buch über meinen Benzinverbrauch mit dem Motorrad. Ich war auch schon überrascht, dass ich nicht so viel Benzin verbraucht habe als ich gedacht habe. Obwohl ich sehr "geheizt", aber viel geschaltet habe. Ein anderes Mal bin ich ruhiger gefahren und habe weniger geschaltet. Da war der Verbrauch nicht deutlich weniger, eher höher. Gruß Bonny

Deine Beobachtung ist richtig. Nicht das möglichst frühe Hochschalten bei niedrigsten Drehzahlen spart Sprit, sondern das Fahren im mittleren und Drehzahlbereich im Bereich des höchsten Drehmoments. Gerade bei Passfahrten bewegt man sich mehr oder weniger instinktiv in diesem Bereich.

Moin Martin,

ja wenn du keine Heizer bist bremst beim schönen Pässefahren bergab dein Motor, eine moderne Einspritzanlage spritzt dann gar nicht ein und der Motor verbraucht dann zwischenzeitlich nix. In der Summe ist das dann weniger als beim Konstantfahren in der Ebene. Deine Erfahrung habe ich übrigens mit meiner Vergaser-Transalp auch gemacht.

LzG T.J.

Also technisch tendiere ich am meisten zu Antwort von Endurist, wobei mir der Minderverbrauch bei einem Vergasermotorrad doch Fragen aufwirft. Ein Vergaser bleibt ein Vergaser, und der "gast" auch bei Berabfahrt.

Eine Einschränkung gibt es, wenn der Vergaser mit einem Abgasminderungsventil ausgestattet ist, dann wird im Schubbetrieb auch hier die Kraftstoffverschwendung unterbunden.

Kleine Ergänzung: In den Letzten Wochen musste ich Baustellenbedingt eine Umleitung fahren, wobei ich angenehm überrascht war, das ich trotz mehrerer längerer Bergaufpassagen weniger Kraftstoff verbrauchte, als wenn ich ohne diese, auf ziemlich ebener Fläche meinen Weg fuhr. Auch hier greift die Erklärung von Endurist, das die Bergabstrecke bei Einspritzanlagen zumindest bei Benzinfahrzeugen wg Schubabschaltung, einen Spritspareffekt bewirkt :-)

Der Minderverbrauch entsteht dadurch, daß du bei - dezenter - Bergauffahrt im drehmomentstärksten Bereich fährst. Dadurch verbraucht der Motor - relativ - weniger Sprit. Du verbrauchst also bei der Bergfahrt nicht um den selben Betrag mehr Sprit als in der Ebene, was physikalisch normal wäre. Bei der Bergabfahrt verbraucht der Motor dann weniger, bzw im Schiebebetrieb(wenn dein Motor eine Schubabschaltung hat) Null Sprit. In der Summe entsteht dadurch ein Minderverbrauch.

Physikalisch gesehen müsste der Motor für die Steigung genau um den Betrag mehr Sprit verbrauchen, wie du im Gefälle sparst - tut er aber nicht, weil du durch die Fahrt im drehmomentgünstigsten Bereich, in dem der Motor am effektivsten läuft, relativ weniger Sprit verbrauchst. Auf einer geraden Ebene fährst du eine höhere Geschwindigkeit, auch wenn du das nicht bemerkst. In einem hohen Gang bei sehr niedriger Drehzahl musst du wegen des höheren Luftwiderstandes mehr Gas geben, als deiner Fahrgeschwindigkeit entspräche - der Verbrauch steigt.

Bei Schiebervergasern stimmt dies zu 100%. Gleichdruckvergaser wirken da etwas ausgleichend und verwässern den Effekt. Die Elektronik von Einspritzanlagen ist heute in der Lage diesen Effekt etwas zu verwischen.

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@chapp

Besonders deutlich hat sich dieser Effekt bei meiner 350er Yamaha R5F gezeigt. Die Maschine war als extremer Säufer verschrien (normale Schiebervergaser, keine Einlaßmembrane und keine Auslaßwalze).

Durch konsequentes Fahren im Bereich des günstigsten Drehmomentes hatte ich einen Verbrauch von 5,6 l/100km obwohl ich mit großem Abstand am schnellsten gefahren bin. Ich weiß das deshalb so genau, weil wir aufgrund einer Wette, die ich haushoch gewonnen habe, den Verbrauch auf den 1/10 l genau ausgelittert haben. Auf der gleichen Fahrt lagen alle meine BMW - und Honda - Freunde durchweg über 10 l, obwohl sie wesentlich langsamer waren.

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