Eine defekte Batterie als Brandursache ?

4 Antworten

Hallo AskForIt AskForIt

Beim Laden von Bleiakkus, vor allem mit herkömmlichen Ladegeräten gasen die Zellen. Darum ist immer auf entsprechender Lüftung zu achten, sonst knallt es. Dazu langt schon der Lichtschalter. Es ist also nicht ganz ohne mit dem Ladevorgang. Lasst den Akku am Balkon und wenn ihr für längere Zeit fort seit, entweder ein modernes Ladegerät oder ne Zeitschaltuhr.

Ob die Versicherung zahlt, keine Ahnung.

Mir ist schon einmal eine Batterie um die Ohren geflogen,wie schon gesagt,beim laden entsteht Knallgas,da reicht schon ein kleiner Funken und das Teil geht hoch...ich hatte gleich ne Flex genommen,war einfach zu blöde.

Hall Kaheiro,

die Neugierde befiehlt nach dem Ausmaß zu fragen. Du hast das Elektrogerät eingeschaltet und plötzlich zerreisst es die Batterie ? Wie sah der Raum demnach aus, wie musste man ihn reinigen ?

Grüße !

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Wenn eine Batterie "kocht", wird das Wasser durch Elektrolyse in seine Bestandteile zerlegt. In Wasserstoff und Sauerstoff, das so genannte Knallgas. Die Säure wird konzentrierter und zerfrist das Blei. Wasserstoff ist hochexplosiv, zündet aber nicht selbständig. Bei "normalen" Auto- oder Motorradbatterien ist die explosionsfähige Menge aber nicht so groß, dass durch einen betätigten Lichtschalter das Haus in die Luft fliegt. Es sei denn, es ist eine LKW-Batterie und der Raum ist sehr klein und ohne Belüftung. Knallgas "fackelt" auch nicht ab, sondern explodiert mit einer Stichflamme, die aber sofort erlischt. Es muss schon etwas Leichtentzündbares in der Nähe liegen, das sich entzünden kann.

Wenn die Batterie einige Tage an einem alten Ladegerät ohne Sicherung hängt, der Raum klein und ohne Belüftung ist und etwas Brennbares in der Nähe liegt, wäre es vorstellbar. Ist aber sehr, sehr selten. Meist "platzt" die Batterie nur. Wäre das so gefährlich, würde das "selberladen" verboten werden und Ladegeräte gebe es nicht im freien Handel. Ich hätte mich schon oft in die Luft gesprengt, weil ich in meiner Werkstatt beim Laden auch weiter arbeite. Natürlich rauche ich dabei auch mein "Pfeifchen".

Denke mal, es ist mehr das alte Ladegerät. Wurden die Kabel erneuert und sind zu dünn, dass die heiß werden? Ist die Wicklung im Ladegerät durchgebrannt? Das eine Batterie platzt, mal das eine Stichflamme durch eine Knallgasexplosion entsteht, hat man schon gehört, aber bisher nie dass dadurch gleich ein Haus "abfackelt". Wer weiß, was da wirklich die Ursache war. Denkbar ist fast alles, aber ich halte diese Story etwas "zu dünn". Gruß Bonny

Hi Bonny !

Zu erst dankeschön für die Antwort !

Die Story ist tatsächlich etwas dünn, das liegt aber daran, dass ich zwischen Tür und Angel davon erfahren habe. Weitere Details sind auch dem 'Übermittler' nicht bekannt. Da ich als Motorradfahrer meine Batterie ebenfalls zuhause auflade war die Vermutung der Feuerwehr der Anlass für mich darüber nachzudenken, ob man sein Heim damit generell einer höheren Gefahr aussetzt. D.h. weniger die Bewertung dieses Falles nach exakten Ereignissen, als viel mehr die davon ausgehende Bedeutung für jeden anderen.

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