6 Antworten

Ich würde dir empfehlen, dass vorher mit deinem Fahrlehrer abzusprechen. Sonst stehst du evtl. bei der Prüfung doof da. Die Entscheidung trifft der Prüfer nach Ermessen.

Die Schuhe die du dir ausgesucht hast scheinen mir solide. Fersen, Knöchel, Fußspitze geschützt und die Sohle verstärkt. Da sie aber optisch normalen Sneakern ähneln könnte ich mir vorstellen, dass ahnungslose Fahrlehrer oder Prüfer meckern. Du kannst dir aber sicher sein, dass billige Einsteiger-Stiefel genauso wenig Schutz bieten wie solche Halbstiefel. Eher sogar weniger, wenn's die ganz billigen sind. Stiefel sind nicht zwangsläufig besser als Schuhe. Mit dünnem (Kunst-)Leder knickt der Fuß genauso um wie bei deinen Schuhen.

Es sollten aber für die Prüfung Motorradschuhe bzw. -stiefel sein. Sicherheitsschuhe, Bundeswehrstiefel o.Ä. werden höchstwahrscheinlich nicht akzeptiert. Die sind dafür weder geeignet noch gedacht. Egal was die alten Veteranen dir aufquatschen wollen: Zum Motorradfahren eignet sich Motorradkleidung am besten.

Aus sicherheitstechnischer Sicht sind hochwertige Sportstiefel am besten. Die erkennst du z.B. daran, dass man sie nicht am Knöchel knicken kann und sie rundum mit Protektoren geschützt sind. Für Tourenfahrer, die gerne auch mal einen Spaziergang machen, gibt's bequeme und wasserdichte Varianten mit etwas geringerer Sicherheit. Einen sicheren Motorradstiefel unter 250€ kann man nur mit sehr Glück finden.

Bringt dir jedoch nichts, wenn ich dir solche Stiefel aufschwatze und du sie dann nur selten trägst, da sie dir zu unbequem sind ;)

Lange Rede kurzer Sinn: Kauf dir was gut passt und deinen Ansprüchen entspricht. Vor der Prüfung solltest du deinen Fahrlehrer fragen.

PS: Wer die typischen Verletzungen bei Motorradunfällen kennt, weiß um die Wichtigkeit von guten Stiefeln.

Wie hier andere erwähnt haben, ist der einzige korrekte Weg deinen Fahrlehrer zu fragen.

Es gibt TÜV Prüfer, die mängeln Schnürschuhe an, bei denen kein zusätzlicher Verschluss oben da ist, mit dem man die Schnürsenkel verstecken kann.

Sinn macht das ganze allemal: Wenn du dich beim absetzen des Fußes mit den Schnürsenkeln in der Fußraste verfängst, dann liegst du schnell mal auf dem Boden, mit dem Motorrad auf dir.

Die rechtliche Vorgabe verlangt nur nach "Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz". Das ist natürlich absichtlich sehr schwammig formuliert, denn so liegt das im Ermessen des Prüfers.

Wenn du dich beim Fahrlehrer absicherst, dann wird der garantiert auch dem Prüfer Kontra geben, wenn der das anzweifeln sollte.

Richtig, in der FEV ist die Rede von Stiefeln, nicht von Halbschuhen.

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@geoka

Sind ja auch keine Halbschuhe.

Gegenüber dem nur bis zur Fußbeuge reichenden  Halbschuh ist ein Stiefel ein Schuh, dessen  Schaft (fachsprachlich für das Oberteil des Schuhs, in Abgrenzung zum  Schuhboden) bis mindestens über den Knöchel reicht.

Ein Halbschuh geht nur bis unter den Knöchel. Der vom TE verlinkte Schuh ist ein kurzer Stiefel der definitiv knapp über dem Knöchel endet. Er ist auch ein Motorradstiefel. Die Höhe des Stiefels wird kein Prüfer hinterfragen. Der Knöchel ist auch verstärkt, das wird also auch kein Prüfer bemängeln.

Das einzige was bemängelt werden könnte sind die Schnürsenkel.

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Solange es sich ganz offiziell um Motorradstiefel/-schuhe handelt und nicht um zweckentfremdete Schuhe, die für den Bau oder andere Zwecke gedacht sind, sollte der Prüfer nichts dagegen haben. Ob die Latschen letztendlich was taugen, kann er wohl kaum beurteilen.

Aber wie hier in den Antworten schon gesagt wurde: der Knackpunkt könnten die Schnürsenkel sein. Die können potentiell lebensgefährlich sein, wenn du dich damit am Motorrad verfängst.

Die Schnürsenkel dürfen meines Wissens nach gemäß der aktuellen Vorschriften für die Prüfung nicht frei rum baumeln.

Du musst sie in jedem Fall sicher nach innen verstauen und - wie mehrmals erwähnt - vorher abklären, wie Dein Fahrlehrer die Lage einschätzt.

Nach genügend persönlichen Erfahrungen fahre ich ausschließlich mit hochwertigen Motorradstiefeln. D.h. zertifiziert, hoch, eng anliegend und als Allwetterfahrer auch mit Membrane.

Auf jeden Fall: Viel Glück ;-)

Wenn der Prüfer diese Schuhe nach 2.2.18, Anlage 7, FEV, für ausreichend befindet, dann ja. Dein Fahrlehrer kann Dir diese Frage auch beantworten.

Unabhängig davon: Schuhe oder Halbschuhe bieten relativ wenig Schutz. Hohe Stiefel haben da einen besseren Schutz vor Verdrehen oder Überdehnung.

Ansonsten schau auch mal hier rein: https://www.motorradfrage.net/frage/erfahrungen-mit-furygan-motorradschuhen

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