Angst vor engem Wenden macht alles kaputt, wie überwinden?

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4 Antworten

Ich versuche mal, zu helfen. :)

Deine Aufregung und Angst springen einen beim Lesen der Frage förmlich an. Regel Nummer eins: (Im Notfall) Immer Ruhe bewahren. Das gilt auch für die Prüfung.

"17 Fahrstunden": Einzel- oder Doppelstunden? Du denkst, dass das zu viel ist? Selbst wenn es 17 mal 90 Minuten sind, sind das nicht sehr viele, wenn Du vorher überhaupt keine Erfahrung mit dem Motorradfahren hast (Das kann ich allerdings nicht aus deiner Frage schließen.).

"in 2,5 Wochen ... die Praktische": Wenn Dein Fahrlehrer selbst zweifelt, dass Du die Prüfung bestehen kannst, wird er Dich im Normalfall nicht zur Prüfung anmelden - so ist das bei mir immer gelaufen. Es sei denn, er ist momentan knapp bei Kasse, wenn Du weißt, was ich meine.

Dass sich das Gefährt bei 30 km/h und mehr stabiler bewegen lässt, liegt nicht an Deinem Können, das ist reine Physik. Das Problem mit dem Langsamfahren ist bekannt und tritt nicht nur bei Dir auf. In meinem Freundeskreis gibt es Fälle, die können das auch nach bestandener Prüfung noch nicht richtig. :D

Das enge Wenden auf der Straße hat nichts mit dem Ort, wo die Grundfahraufgaben gefahren werden, zutun. Soweit ich weiß, kann das sogar eine eigene GFA sein. Das soll Dich aber nicht noch weiter fertigmachen.

Für diese Frage wäre es noch interessant, auf welcher Maschine Du fährst.

Kann es sein, dass Dein Fahrlehrer ein bisschen stolz oder überheblich ist? Ich will ihm da nichts unterstellen, aber solche Aussagen wie "dass er noch nie jemanden mit der Anzahl an Fahrstunden usw." sollten nicht von einem Lehrer kommen, denn jeder Schüler ist unterschiedlich. Und wenn man in einer Fahrschule angestellt ist, sollte einem außerdem von vorne herein klar sein, dass das Motorrad nach einer Saison nicht mehr neu aussieht - das weiß (hoffentlich) auch sein Chef und selbst der kann Dich nicht am Umfallen hindern. Ich habe schon Fahrschulmotorräder gesehen, in dem man die Fahrschüler wie Ringe im Baum zählen konnte. :D

Wenn er Dich wieder mal in die Richtung anpöpelt, rede doch einfach mal mit ihm und schildere ihm das so, wie Du es hier gemacht hast. Zwar ist das hier einfach von mir hingeschrieben, aber es kann helfen. Ein BISSCHEN zu Kreuze kriegen kann man dabei auch, aber übertreibe es nicht. Vom Umgang her sollten Fahrschüler und Lehrer gleichgestellt sein.

"wird unterbewusst nur noch mit Fehlschlägen assoziiert": Warum denn gleich so? Als Du mal in der Schule eine für Dich verhältnismäßig schlechte Note bekommen hast, bist Du doch auch weiter hingegangen, oder?

Motorradfahren soll zum Großteil auch Spaß machen, sonst kann man ja auch den Bus oder die Bahn nehmen. Da Du den Schein machst, bist Du Dir dessen auch bewusst. Wenn Du dabei aber geistig total verkrampft bist, wird Dir das nie Spaß machen, das ist wie beim S... Äh, ok, falsches Forum.

Die "unzähligen Tipps" können aber tatsächlich helfen. Vor allem beim Schrittslalom ist die Sache mit der schleifenden Kupplung und der Hinterradbremse Gold wert. Frage doch mal in Deinem Freundeskreis, ob Dich jemand mit seinem Geschoss (Was kleines wie z.B. eine Simson reicht schon.) die GFA auf einem Parkplatz am Sonntag oder auf genannter Straße (Achtung bei öffentlicher Straße, da kannst Du wegen Fahren ohne Führerschein außerhalb der Ausbildung angezinkt werden.) fahren lässt. Oft ist es auch hilfreich, wenn Du als Sozius mal mitfährst, wenn die GFA gefahren werden. Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen, kann man die Aufgaben auch mal mit dem Fahrad machen, das hat bei mir geholfen. Zwar ist der Gewichtsunterschied recht groß, aber man bekommt ein Gefühl dafür. Beim Wenden kannst Du auch erstmal den Fuß ausstrecken, um Dich psychisch abzusichern. Das solltest Du aber nur beim privaten Üben machen, denn bei der Prüfung müssen die Füße auf den Stützen bleiben.

Es ist nicht schlimm, wenn Du die Kiste mal umschmeißt, dann ist es eben so. Wenn Du Angst vor blauen Flecken oder mehr hast, kann ich Dir empfehlen, dass wenn Du bei langsamer Fahrt merkst, dass Du umkippst, Du Dich von der Maschine abstößt - eigene Sicherheit geht vor.

Ich war neulich in einem Harley- Shop in Chemnitz (An dieser Stelle viele Grüße an die kompetente Verkäuferin :D) und die meinte, dass auch Leute mit den Harleys umkippen, die schon Jahrzehnte fahren. Mein Fahrlehrer hat gesagt, dass jeder mal umfällt und wem es noch nicht passiert ist, der hat es eben noch vor sich.

Wo wir schon mal beim Krampf in der Fahrschule sind: Bei mir war das rote Tuch immer das Stop and Go. Ich habe es nie gebacken bekommen, zweimal den einen und zweimal den anderen Fuß runterzusetzen. Das war immer (und ist auch jetzt noch) blanke Willkür. :D Die Prüfungsfahrt war tatsächlich die erste Fahrt, bei der es dann geklappt hat. Und umgefallen bin ich da auch mal: Beim Rechtsabbiegen aus dem Stand den zweiten Gang drin gehabt, schon in die Kurve gelegt, abgewürgt und dann lag ich da...

Fazit: Mach Dich nicht fertig. Übung macht den Meister. Und neben Dir gibt es auch zig andere, die das Problem aber vielleicht nicht den Mut haben, sich hier einen Rat einzuholen. Schau Dich im Straßenverkehr um - es gibt so viele Idi0ten, bei denen es fraglich ist, wie die ihren Lappen bestanden haben. Das soll jetzt nicht heißen, dass Du einer davon bist, aber warum sollst Du es nicht schaffen? Und selbst wenn die Prüfung nicht sofort klappt - warum dann gleich den Traum an den Nagel hängen?

Wie immer gilt: Bei Fragen fragen.

Und jetzt noch der Senf, den ich unter jeden Beitrag schreibe, aber trotzdem jedes Mal ernst meine: Viel Erfolg bei der Ausbildung und stets eine sichere und knitterfreie Fahrt!

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Kommentar von XTrider
03.06.2017, 20:53

Edit:

"... zu Kreuze kriechen ...", nicht kriegen

Rechtschreibung lässt grüßen.

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Kommentar von veclipse
03.06.2017, 21:23

Sind 17 x 45min, ich weiß nicht wie viel so der Durchschnitt ist...ich schätze mal so ca 24?

Ich denke auch dass ich's Wenden nach der Prüfung nicht so toll könnte....ich gucke dann halt lieber dass kein Verkehr kommt und wende in 3 Schritten wie beim Auto (wenn überhaupt notwendig; wenn man mit etwas Planung fährt sollte man nicht so oft wenden müssen!)....nur leider bekomm ich den Schein so gar nicht erst.

Also wenden ist keine GFA soweit ich weiß, aber Kreisfahren mit 4.5m Radius...da hätte ich aber keine Probleme weil man es mit speed machen kann.

Ich war die ersten paar Std auf ner 125er und jetzt ne Kawasaki ER-6n, ich komme mit der ER eigentlich wesentlich besser zurecht muss ich sagen, was Schaltung und alles angeht. Sie ist einfach "direkter" und angenehmer. Nur das Gewicht ist ein Nachteil.

>Warum denn gleich so? Als Du mal in der Schule eine für Dich
verhältnismäßig schlechte Note bekommen hast, bist Du doch auch weiter hingegangen, oder?

Naja......sagen wir mal, "nur sehr ungern" ist untertrieben. Ich bin leider nach Fehlschlägen im Leben immer extrem down schon so lange ich denken kann.

Ich denke ich bin nur so verkrampft weil es eben irgend ein fremder Prüfer ist und ich so viele Dinge vorfahren muss, die im echten Verkehr überhaupt keine Rolle spielen bzw wie man sich anderweitig Abhilfe schaffen kann (Wenden s.o.). Der Auto FS ist bei mir schon 10 Jahre her und ich hab keine Ahnung wie ich damals die Prüfung geschafft habe...ich hab immer so eine derbe Prüfungsangst.

Habe leider keine Freunde die Motorrad fahren. Nur mein Dad, bei dem war ich auch schon als Sozius hinten drauf, teilweise auch bei 270 auf der Autobahn, ohne Angst, denn er hat mächtig Erfahrung. Leider hilft MIR das nicht bei der Prüfung, damals mussten die noch nicht so aufwändige Aufgaben vorführen. Und seine Supersportler lässt er mich garantiert nicht fahren (und umwerfen).

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Kein Scheiss, aber manchmal muss man sprichwörtlich die Pobacken zusammenkneifen, weg vom Angstmachenden schauen und dahin schauen, wo du hin möchtest. Ich verspreche dir, solche Momente wirst du noch öfter haben, dass du denkst "Mist! Das wird eng" oder schlimmer "Mist!!! DAS IST ENG!". Dann gilt es, die Fassung zu behalten und nicht hinschauen auf das Hindernis. 2 Fliegen mit einer Klappe: Nicht auf Hindernis schauen, sondern dahin wo du hin willst = Aus den Augen "aus dem Sinn" und du fährst dahin, wo du hinschaust.

Wenn du langsam fährst, ist es wichtig, dass du nicht nach unten auf dein Bike schaust, sondern aufrecht sitzt und nach vorne in die Weite schaust, das hilft ungemein. 

Probier's mal aus.

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Was hat die Fahrschule denn für eine Maschine? Vielleicht haben sie ja auch eine leichtere Maschine, oder eine 125er, mit der könntest du das ganze ja nochmal üben.

Und ihr könnt ja auch mal schauen, ob es in der Nähe irgendwo ein Fabrikgelände gibt, auf dem man soetwas üben könnte, muss ja nicht riesig sein, oder vllt. der Parkplatz eines Gasthauses die haben Montag-Dienstag oft geschlossen.

Und immer den Fuß am Boden lassen, in die Richtung du fahren willst, also wenn du nach rechts abbiegen willst, bleibt der rechte Fuß am Boden, bei Links eben umgekehrt.

Du kannst ja auch mit ausgestreckten Fuß wenden, dass sollte dir die Angst nehmen, und nicht zu stark bremsen, wie du schon gemerkt hast.

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Kommentar von fritzdacat
03.06.2017, 15:59

na ja na ja, also nichts für ungut, aber mit Fuss am Boden ist da nix, die Füsse müssen auf den Fussrasten sein, schon allein deshalb, weil sonst die Übung nicht bestanden ist.

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Hmm, würde sagen du psychologisierst (gibt es das Wort überhaupt?) zuviel und konzentrierst dich zu wenig auf die Übungen.

Würde auch den Fahrlehrer nicht so schrecklich ernst nehmen, wenn er es noch nie erlebt hat, dass ein Fahrschüler eine Maschine (bei egal wieviel Fahrstunden) hingeschmissen hat ist er wahrscheinlich gerade auf einer weissen Wolke vom Himmel runtergeschwebt gekommen.

Üben, üben, Kopf hoch, wenn du runter schaust bist du im nächsten Moment auch gleich unten.

 

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