Frage von veclipse, 98

Angst vor engem Wenden macht alles kaputt, wie überwinden?

Hallo Leute,

Ich habe jetzt ca. ~17 Fahrstunden hinter mir und in ca. 2.5 Wochen steht die praktische an.

Überland und Autobahn sind gar kein Problem, auch die Verkehrsregeln und fahren in der City nicht. Sobald die Maschine 30km/h+ hat habe ich auch kein Problem damit mich bis zu 40° schräg zu legen. Aber was massive Probleme macht sind das um-die-Kurve-rum-Anfahren an Ampelkreuzungen, Schrittslalom und v.a. enges Wenden.

Leider haben wir eine Straße für die Grundfahraufgaben, und keinen Platz. Und am Ende der Straße muss man echt eng linksrum wenden, und da ist es mir leider passiert: Angst bekommen dass ich nicht mehr rum komme und über die Bordsteinberandung direkt in den (leichten) Grasabhang komme; dämlicherweise zur Vorderbremse gegriffen -> Motorrad umgefallen. Blauer Fleck auf der Hüfte und Kratzer am unteren Teil der Maschine.

Seitdem habe ich eine total Blockade an dieser Stelle und komme nicht mehr rum! Das macht mich psychisch so fertig, dass ich die GFA gar nicht mehr richtig hinbekomme. Die Übungsstraße wird unterbewusst nur noch mit Fehlschlägen assoziiert.

Dass der Fahrlehrer mir dann ständig sagt, dass er praktisch noch nie jemanden gesehen hat, der das mit meiner Stundenanzahl nicht kann, und immer betont dass das der Chef ja nicht erfahren darf dass ich seine Maschine umgeschmissen habe weil er "mich sonst killt" hilft auch mal überhaupt nicht.

Ich habe jetzt noch 3 oder 4 Sonderfahrstunden und 1-2 normale Stunden vor der Prüfung, und mega Angst dass ich es nicht schaffe und mein 10-jähriger Traum so kurz vor dem Ziel platzt. Im jetzigen Zustand lässt mich der Prüfer nicht mal in den Verkehr wo ich mich beweisen könnte.

Ich habe schon unzählige Tipps online gelesen wie "dahin schauen wo man hin will" und "schleifende Kupplung + leicht Hinterradbremse zum Stabilisieren" und das letztes Mal versucht, aber es hat überhaupt nichts gebracht. Ich komme einfach nicht um die Wende herum. Und wenn das dann nicht klappt löst es eine Kettenreaktion in meinem Kopf aus der mich total fertig macht und beschimpft und dann geht gar nichts mehr.

Hilfe! :(

Antwort
von MopedTunerAT, 52

Was hat die Fahrschule denn für eine Maschine? Vielleicht haben sie ja auch eine leichtere Maschine, oder eine 125er, mit der könntest du das ganze ja nochmal üben.

Und ihr könnt ja auch mal schauen, ob es in der Nähe irgendwo ein Fabrikgelände gibt, auf dem man soetwas üben könnte, muss ja nicht riesig sein, oder vllt. der Parkplatz eines Gasthauses die haben Montag-Dienstag oft geschlossen.

Und immer den Fuß am Boden lassen, in die Richtung du fahren willst, also wenn du nach rechts abbiegen willst, bleibt der rechte Fuß am Boden, bei Links eben umgekehrt.

Du kannst ja auch mit ausgestreckten Fuß wenden, dass sollte dir die Angst nehmen, und nicht zu stark bremsen, wie du schon gemerkt hast.

Kommentar von fritzdacat ,

na ja na ja, also nichts für ungut, aber mit Fuss am Boden ist da nix, die Füsse müssen auf den Fussrasten sein, schon allein deshalb, weil sonst die Übung nicht bestanden ist.

Kommentar von MopedTunerAT ,

Ich meine dass man die Fuße angewilkelt, in der Luft lässt, und das halt nur bis er wieder ein Gefühl dafür hat, und die Angst verschwindet. Dass es in der Prüfung anders sein muss, ist eh klar.

Antwort
von VinCal, 22

Kein Scheiss, aber manchmal muss man sprichwörtlich die Pobacken zusammenkneifen, weg vom Angstmachenden schauen und dahin schauen, wo du hin möchtest. Ich verspreche dir, solche Momente wirst du noch öfter haben, dass du denkst "Mist! Das wird eng" oder schlimmer "Mist!!! DAS IST ENG!". Dann gilt es, die Fassung zu behalten und nicht hinschauen auf das Hindernis. 2 Fliegen mit einer Klappe: Nicht auf Hindernis schauen, sondern dahin wo du hin willst = Aus den Augen "aus dem Sinn" und du fährst dahin, wo du hinschaust.

Wenn du langsam fährst, ist es wichtig, dass du nicht nach unten auf dein Bike schaust, sondern aufrecht sitzt und nach vorne in die Weite schaust, das hilft ungemein. 

Probier's mal aus.

Antwort
von XTrider, 50

Ich versuche mal, zu helfen. :)

Deine Aufregung und Angst springen einen beim Lesen der Frage förmlich an. Regel Nummer eins: (Im Notfall) Immer Ruhe bewahren. Das gilt auch für die Prüfung.

"17 Fahrstunden": Einzel- oder Doppelstunden? Du denkst, dass das zu viel ist? Selbst wenn es 17 mal 90 Minuten sind, sind das nicht sehr viele, wenn Du vorher überhaupt keine Erfahrung mit dem Motorradfahren hast (Das kann ich allerdings nicht aus deiner Frage schließen.).

"in 2,5 Wochen ... die Praktische": Wenn Dein Fahrlehrer selbst zweifelt, dass Du die Prüfung bestehen kannst, wird er Dich im Normalfall nicht zur Prüfung anmelden - so ist das bei mir immer gelaufen. Es sei denn, er ist momentan knapp bei Kasse, wenn Du weißt, was ich meine.

Dass sich das Gefährt bei 30 km/h und mehr stabiler bewegen lässt, liegt nicht an Deinem Können, das ist reine Physik. Das Problem mit dem Langsamfahren ist bekannt und tritt nicht nur bei Dir auf. In meinem Freundeskreis gibt es Fälle, die können das auch nach bestandener Prüfung noch nicht richtig. :D

Das enge Wenden auf der Straße hat nichts mit dem Ort, wo die Grundfahraufgaben gefahren werden, zutun. Soweit ich weiß, kann das sogar eine eigene GFA sein. Das soll Dich aber nicht noch weiter fertigmachen.

Für diese Frage wäre es noch interessant, auf welcher Maschine Du fährst.

Kann es sein, dass Dein Fahrlehrer ein bisschen stolz oder überheblich ist? Ich will ihm da nichts unterstellen, aber solche Aussagen wie "dass er noch nie jemanden mit der Anzahl an Fahrstunden usw." sollten nicht von einem Lehrer kommen, denn jeder Schüler ist unterschiedlich. Und wenn man in einer Fahrschule angestellt ist, sollte einem außerdem von vorne herein klar sein, dass das Motorrad nach einer Saison nicht mehr neu aussieht - das weiß (hoffentlich) auch sein Chef und selbst der kann Dich nicht am Umfallen hindern. Ich habe schon Fahrschulmotorräder gesehen, in dem man die Fahrschüler wie Ringe im Baum zählen konnte. :D

Wenn er Dich wieder mal in die Richtung anpöpelt, rede doch einfach mal mit ihm und schildere ihm das so, wie Du es hier gemacht hast. Zwar ist das hier einfach von mir hingeschrieben, aber es kann helfen. Ein BISSCHEN zu Kreuze kriegen kann man dabei auch, aber übertreibe es nicht. Vom Umgang her sollten Fahrschüler und Lehrer gleichgestellt sein.

"wird unterbewusst nur noch mit Fehlschlägen assoziiert": Warum denn gleich so? Als Du mal in der Schule eine für Dich verhältnismäßig schlechte Note bekommen hast, bist Du doch auch weiter hingegangen, oder?

Motorradfahren soll zum Großteil auch Spaß machen, sonst kann man ja auch den Bus oder die Bahn nehmen. Da Du den Schein machst, bist Du Dir dessen auch bewusst. Wenn Du dabei aber geistig total verkrampft bist, wird Dir das nie Spaß machen, das ist wie beim S... Äh, ok, falsches Forum.

Die "unzähligen Tipps" können aber tatsächlich helfen. Vor allem beim Schrittslalom ist die Sache mit der schleifenden Kupplung und der Hinterradbremse Gold wert. Frage doch mal in Deinem Freundeskreis, ob Dich jemand mit seinem Geschoss (Was kleines wie z.B. eine Simson reicht schon.) die GFA auf einem Parkplatz am Sonntag oder auf genannter Straße (Achtung bei öffentlicher Straße, da kannst Du wegen Fahren ohne Führerschein außerhalb der Ausbildung angezinkt werden.) fahren lässt. Oft ist es auch hilfreich, wenn Du als Sozius mal mitfährst, wenn die GFA gefahren werden. Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen, kann man die Aufgaben auch mal mit dem Fahrad machen, das hat bei mir geholfen. Zwar ist der Gewichtsunterschied recht groß, aber man bekommt ein Gefühl dafür. Beim Wenden kannst Du auch erstmal den Fuß ausstrecken, um Dich psychisch abzusichern. Das solltest Du aber nur beim privaten Üben machen, denn bei der Prüfung müssen die Füße auf den Stützen bleiben.

Es ist nicht schlimm, wenn Du die Kiste mal umschmeißt, dann ist es eben so. Wenn Du Angst vor blauen Flecken oder mehr hast, kann ich Dir empfehlen, dass wenn Du bei langsamer Fahrt merkst, dass Du umkippst, Du Dich von der Maschine abstößt - eigene Sicherheit geht vor.

Ich war neulich in einem Harley- Shop in Chemnitz (An dieser Stelle viele Grüße an die kompetente Verkäuferin :D) und die meinte, dass auch Leute mit den Harleys umkippen, die schon Jahrzehnte fahren. Mein Fahrlehrer hat gesagt, dass jeder mal umfällt und wem es noch nicht passiert ist, der hat es eben noch vor sich.

Wo wir schon mal beim Krampf in der Fahrschule sind: Bei mir war das rote Tuch immer das Stop and Go. Ich habe es nie gebacken bekommen, zweimal den einen und zweimal den anderen Fuß runterzusetzen. Das war immer (und ist auch jetzt noch) blanke Willkür. :D Die Prüfungsfahrt war tatsächlich die erste Fahrt, bei der es dann geklappt hat. Und umgefallen bin ich da auch mal: Beim Rechtsabbiegen aus dem Stand den zweiten Gang drin gehabt, schon in die Kurve gelegt, abgewürgt und dann lag ich da...

Fazit: Mach Dich nicht fertig. Übung macht den Meister. Und neben Dir gibt es auch zig andere, die das Problem aber vielleicht nicht den Mut haben, sich hier einen Rat einzuholen. Schau Dich im Straßenverkehr um - es gibt so viele Idi0ten, bei denen es fraglich ist, wie die ihren Lappen bestanden haben. Das soll jetzt nicht heißen, dass Du einer davon bist, aber warum sollst Du es nicht schaffen? Und selbst wenn die Prüfung nicht sofort klappt - warum dann gleich den Traum an den Nagel hängen?

Wie immer gilt: Bei Fragen fragen.

Und jetzt noch der Senf, den ich unter jeden Beitrag schreibe, aber trotzdem jedes Mal ernst meine: Viel Erfolg bei der Ausbildung und stets eine sichere und knitterfreie Fahrt!

Kommentar von XTrider ,

Edit:

"... zu Kreuze kriechen ...", nicht kriegen

Rechtschreibung lässt grüßen.

Kommentar von veclipse ,

Geldtechnisch ist das Ganze auch ein Problem...ich stecke gerade meinen letzten Groschen in all das, um mir endlich diesen Traum erfüllen zu können. Habe jetzt eine Maschine und dadurch erst mal ca. 2000€ Schulden die ich bei Verwandten abzahlen muss (bin zzt Azubi). Und dann kommt ja noch der FS dazu der mein Konto leeren wird - und Zubehör, Zulassungsgebühr, Versicherung, Steuern, etc.

Da tun 120€ extra für eine 2. Prüfung sehr, SEHR weh. Dann noch 14 Tage länger warten obwohl das Töff schon angemeldet dasteht und wartet... Das alles vermindert den Erfolgsdruck nicht gerade.

Kommentar von XTrider ,

Kann es sein, dass Du das ganze finanziell unterschätzt hast und jetzt versuchst, jeden Nickel zu sparen und Dich das erst stark unter Druck setzt und gar nicht die Versagensangst?

Jetzt wo Du Dein eigenes Gefährt hast, kannst Du mal in der Fahrschule fragen, ob Du damit die Stunden fahren darfst. Ich weiß halt nicht, wie das mit der Versicherung ist. Vielleicht fällt es Dir leichter.

Unter Umständen sind die 14 Tage das gerningste, oder?

Kommentar von veclipse ,

Die 120€ täten so oder so weh. Ich finde die Prüfung echt übertrieben teuer. Vor allem wenn man direkt am Anfang durchfällt und der Prüfer dann nach 5min wieder abzieht. Bin froh dass ich Auto beim 1. Mal geschafft habe.

Das Schlimmste wären aber die 2 Wochen Wartezeit, wenn das Motorrad fertig angemeldet zuhause steht und man wie ein Depp nochmal 2 Wochen länger warten muss. Und einen dann alle so mitleidig anschauen weil sie wissen man hat es nicht geschafft.


Eigenes Motorrad geht glaub ich versicherungstechnisch mal gar nicht.

Kommentar von XTrider ,

Das stimmt. Das ist schon ein Haufen Geld für das was man bekommt. Aber an den Gebühren können wir beide nichts ändern. Andererseits gibt sich der Prüfer auch nicht mit zehn Euro in der Stunde zufrieden, wenn er schon mal so eine Stellung hat und der Weg dahin soll auch nicht einfach sein. Als aaS(oP) oder PI muss man schon ganz schön was auf dem Kasten haben. Und die Organistation, bei der er arbeitet, will ja auch noch was.

Die zwei Wochen kosten aber 0,nix zusätzlich. Oder bist Du darauf angewiesen, um von A nach B zu kommen?

Unter anderem habe ich in meiner Fahrschule gelernt: Von der Prüfung wissen nur Du selbst, Dein Fahrlehrer und vielleicht jemand, der Dich von Deiner sonstigen Tätigkeit befreien muss (z.B. Chef o.ä.). Damit hat uns unser FL den Druck genommen, den sich eh schon jeder gemacht hat. Und glaub mir: Druck von außen ist immer schlimmer als wenn man sich selbst Stress macht.

Das mit dem eigenen Moped war ja nur eine Idee.

Kommentar von veclipse ,

Naja, angewiesen nicht. Habe ja ein Auto. Aber 2 der schönsten Wochen der Saison weniger ist nicht gerade berauschend.

Leider weiß mein ganzer engerer Umkreis von der Prüfung, da sowas gerne mal direkt nachgefragt wird :/

Kommentar von XTrider ,

Ja, da juckt es schon immer im Finger. :D Das kenne ich zu genüge. Aber das hier ist nicht die letzte Saison und nach der Saison im nächsten Jahr kommt auch noch eine.

Bei mir wurde auch immer regelmäßig nachgefragt, aber ich habe nie konkret was gesagt. Lügen ist nicht die feine Art, aber ablenken kann man das Gespräch immer ein bisschen oder man sagt dem Gegenüber direkt, dass er es schon erfahren wird, sobald es soweit ist. Die Empfehlung bringt Dir aber jetzt recht wenig.

Versuche einfach, das Beste draus zu machen und sei vor allem im Kopf entspannt. Viel Erfolg! Wenn noch was sein sollte, einfach fragen.

Und jetzt noch der Senf, den ich unter (fast) jeden Beitrag schreibe, aber trotzdem jedes Mal ernst meine: Viel Erfolg bei der Ausbildung und stets eine sichere und knitterfreie Fahrt!

Kommentar von veclipse ,

Sind 17 x 45min, ich weiß nicht wie viel so der Durchschnitt ist...ich schätze mal so ca 24?

Ich denke auch dass ich's Wenden nach der Prüfung nicht so toll könnte....ich gucke dann halt lieber dass kein Verkehr kommt und wende in 3 Schritten wie beim Auto (wenn überhaupt notwendig; wenn man mit etwas Planung fährt sollte man nicht so oft wenden müssen!)....nur leider bekomm ich den Schein so gar nicht erst.

Also wenden ist keine GFA soweit ich weiß, aber Kreisfahren mit 4.5m Radius...da hätte ich aber keine Probleme weil man es mit speed machen kann.

Ich war die ersten paar Std auf ner 125er und jetzt ne Kawasaki ER-6n, ich komme mit der ER eigentlich wesentlich besser zurecht muss ich sagen, was Schaltung und alles angeht. Sie ist einfach "direkter" und angenehmer. Nur das Gewicht ist ein Nachteil.

>Warum denn gleich so? Als Du mal in der Schule eine für Dich
verhältnismäßig schlechte Note bekommen hast, bist Du doch auch weiter hingegangen, oder?

Naja......sagen wir mal, "nur sehr ungern" ist untertrieben. Ich bin leider nach Fehlschlägen im Leben immer extrem down schon so lange ich denken kann.

Ich denke ich bin nur so verkrampft weil es eben irgend ein fremder Prüfer ist und ich so viele Dinge vorfahren muss, die im echten Verkehr überhaupt keine Rolle spielen bzw wie man sich anderweitig Abhilfe schaffen kann (Wenden s.o.). Der Auto FS ist bei mir schon 10 Jahre her und ich hab keine Ahnung wie ich damals die Prüfung geschafft habe...ich hab immer so eine derbe Prüfungsangst.

Habe leider keine Freunde die Motorrad fahren. Nur mein Dad, bei dem war ich auch schon als Sozius hinten drauf, teilweise auch bei 270 auf der Autobahn, ohne Angst, denn er hat mächtig Erfahrung. Leider hilft MIR das nicht bei der Prüfung, damals mussten die noch nicht so aufwändige Aufgaben vorführen. Und seine Supersportler lässt er mich garantiert nicht fahren (und umwerfen).

Kommentar von XTrider ,

Fahrt ihr immer nur Einzelstunden á 45 Minuten? Wenn ja, solltest Du mal anregen, dass Doppelstunden vor allem für die GFA besser sind. Sonst bestehet eine Fahrstunde ja nur aus Hinfahrt zum Platz, zwei- dreimal GFA und dann wieder ab nach Hause.

Bei mir wollte der Prüfer sehen, wie ich auf der Straße wende, obwohl - ich hab nochmal nachgeschaut - das wie du sagtest keine GFA ist. Siehe hier:

http://www.fahrschule.de/Verkehrsrecht/Pruefungsrichtlinie/Fuehrerschein_Pruefun...

Die Kawa ER kenne ich "persönlich" und finde, dass die recht gutmütig in den GFA ist.

Ich weiß zwar nicht, wie alt Du bist, aber was denkst Du denn, was das Leben noch alles zu bieten hat? Versuche mal besser über Rückschlage wegzukommen.

Die Prüfungsfahrt ist doch auch nichts anderes als eine normale Fahrstunde; fahr Dein Zeug nach bestem Wissen und Gewissen und lass Dir eins gesagt sein: Du musst dem Prüfer nicht beweisen, was Du in der Stadt kannst, indem Du es übertreibst, sondern er will sehen, dass es eine gesunde Mischung aus allem ist. Dass ich es nicht übertreiben soll, meinte der Prüfer sogar am Anfang zu mir. Er weiß auch, dass er von Dir keine Profiperformance erwarten kann/muss, da Du ja noch Fahranfänger bist.

Der Prüfungsteil in der Stadt wird nicht so heiß gegessen wie gekocht, weil meist der Fahrlehrer mit dem Prüfer ein bisschen quatscht und so nicht auf alles achtet. Punkten kannst Du, indem Du an Kreuzungen und Einmündungen (an denen Du Vorfahrt hast) für ihn sichtbar vorsichtig bist (Mal reinschauen, aber nicht auf die eigene Vorfahrt verzichten!). Und wenn er am Anfang der Prüfung auf dem TÜV-/ DEKRA- Platz mit Dir ein paar kurze Sätze plaudern will, dann mach mit und vermeide Antworten wie "Ja." oder "Nein." Ein bisschen Smalltalk kann oft das Eis brechen.

Dann fahre doch mal mit, wenn Dein Dad die GFA fährt.

Kommentar von veclipse ,

Das sind immer Doppelstunden...aber ich muss sagen, wir waren noch nie länger als ~15min an der Straße. Finde das langsam echt komisch. Wir fahren hin, er setzt die Hütchen, dann mach ich vielleicht maximal 6 Übungen 1x und dann packt er schon wieder ein und es geht wo anders hin. Irgendwie ists auch kein Wunder dass ich das so nicht kann!?

Ich habe in meinen 28 Jahren leider schon mehr Rückschläge einstecken müssen als manch anderer in 80, irgendwann kann man halt nicht mehr...

Kommentar von XTrider ,

Wenn das Doppelstunden sind, ist es doch gar nicht schlecht. Wie lange ich immer an den GFA gefahren bin, weiß ich nicht, aber ich denke, dass es länger als 15 Minuten waren. Und soweit ich weiß und das von anderen gehört habe, ist es auch üblich jedes Mal nicht mehr als fünf bis sechs GFA zu fahren. Bei mir waren es auch nicht mehr, aber ich bin eine Aufgabe immer mehrmals gefahren, bis er zufrieden war.

Wenn Du das Gefühl hast, dass die GFA kurz vor der Prüfung vernachlässigt werden und Du aber ansonsten (z.B. in der Stadt wie Du schon geschrieben hast) fit bist, sprich mit Deinem FL und versuche, mehr Zeit für die GFA rauszuschinden (ca. 35 Minuten?). Wenn er sich strikt wehrt, sprich mit seinem Chef. Wenn andauernd Leute durchfallen, kratzt das auch am Image der Fahrschule.

Bei mir sah es bis jetzt auch nicht unbedingt rosig aus, aber man muss das beste aus allem machen, sonst geht man kaputt. :D Egal, was es jetzt sein soll, bin ich der Meinung, dass es eine höhere Instanz gibt, auf die man keinen Einfluss hat ("Karma").

Antwort
von fritzdacat, 38

Hmm, würde sagen du psychologisierst (gibt es das Wort überhaupt?) zuviel und konzentrierst dich zu wenig auf die Übungen.

Würde auch den Fahrlehrer nicht so schrecklich ernst nehmen, wenn er es noch nie erlebt hat, dass ein Fahrschüler eine Maschine (bei egal wieviel Fahrstunden) hingeschmissen hat ist er wahrscheinlich gerade auf einer weissen Wolke vom Himmel runtergeschwebt gekommen.

Üben, üben, Kopf hoch, wenn du runter schaust bist du im nächsten Moment auch gleich unten.

 

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