Was passiert, wenn der Sozius sich in einer Kurve in die falsche Richtung legt?

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12 Antworten

Mit unruhiger Sozia bekomme ich keine richtige Kurvenlinie mehr hin. Bei langsamer Fahrt stört das sicher nicht großartig, fährt man aber zügig und konzentriert seine Linie, ist das echt unangenehm.

Wenn sich die Sozia aufrichtet, wird die Maschine in (noch) größere Schräglage gedrückt. Fährt man schon "auf der Raste", dann wird's echt eng. Siehst du das andersrum?

Wenn sich die Sozia wie Rossi und Co. tiefer hängt, richtet sich die Maschine wieder etwas auf. Das sähe aber komisch aus: Fahrer normal und Sozia im Hangoff. Wäre aber sicher besser als "Sozia mit weniger Schräglage als der Rest".

An dieser Stelle mal ein dickes Lob für meine "Rucksäckin", die hier oft mitliest. Ob 290 auf der BAB, auf der Raste mit 80 oder 160, sie macht alles perfekt mit und beschwert sich nie. Ich merke sie überhapt nicht. Dafür fahre ich ihr zuliebe hin und wieder auch mal langsam, damit sie die Natur etwas genießen kann. Wir "drei" sind eine geniale Symbiose! Danke an meine "Große" und meine "Kleine". :-)

Sag mal, bin ich dir jetzt auf dem Leim gegangen? Du schreibst aber "ist ehrlich gemeint." :~)

Bonny2 08.10.2010, 00:42

Ich habe die Frage wirklich ehrlich gemeint. Grade weil solch eine Frage von mir nicht als ernsthaft erwartet wird, habe ich am Anfang bemerkt, dass ich die ernst meine. Ich hatte immer gute Sozias. Haben denen auch immer erklärt, dass die "mitgehen" sollen, ohne selber zu wissen warum. Haben die dann auch ganz artig gemacht. Ich denke, Du hast meine Frage sehr gut beantwortet. Ich bin immer davon ausgegangen, dass, wenn der Sozius sich aufrichtet, sich auch das Bike aufrichtet. Geht der Sozius tiefer in die Kurve, geht das Bike auch tiefer in der Kurve. Ist falsch und andersrum richtig. Dann ist es natürlich klar. Jetzt begreife ich es langsam. Kommt der Sozius hoch, ist der Schwerpunkt höher. Dadurch kommt das Bike tiefer. Hätte ich eigentlich selber darauf kommen können. Bin ich aber leider nicht. Na ja, nobody is .... Danke, hast mir wirklich eine plausible Erklärung gegeben. War wirklich ernst gemeint die Frage. Gruß Bonny

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Iceman 08.10.2010, 00:46
@Bonny2

Ich war mir bei dir nicht so ganz sicher, hast ja sonst immer ein Scherz auf Lager ;-)

Und nach meiner "bohrenden" Frage von heute Nachmittag erst recht.

Aber o. k., dann iss ja gut. :-)

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Hallo Bony,

ich habe dazu mal einen interessanten RTL-Bericht gesehen. Habe ihn sogar bei youtube wieder gefunden und unten angehängt. Wir hatten das gleiche Problem und uns damals mit diesem "Guru" fürs Zwei-Personen-Fahren (siehe Bericht) in Verbindung gesetzt. Er hat uns zu einem duo-drive Haltegriff geraten, den wir auch schon auf dem zweiten Motorrad nutzen. Ein Superhammer, das Problem löst sich damit alleine, da Du vom Fahrer mit in die Schräglage genommen wirst, testet das doch mal, kostet ja nix. Viel Spaß !

Hi Bonny, ich kann zwar nicht sagen, wie das entgegengesetzte Handeln des/der Mitfahrenden wirkt, da ich noch nie jemand hinten drauf hatte. Jedoch kann ich garnicht verstehen, wie und warum jemand das macht. Wenn ich mitfahre, dann ist es doch auch für mich angenehmer, wenn ich direkten Körperkontakt zum Fahrer habe und dadurch gehe ich doch automatisch mit. Da ich (außer beim Mitfahren auf dem Motorrad) ziemlich eigenwillig und renitent bin denke ich, dass doch wohl die meisten "Mitfahrer" sich anständig verhalten, oder?! Sonst geht es ihnen zurecht wie bei Samson, der sie nur 2-mal mitnimmt ;-) Viele Grüße und viele angenehme Sozias wünscht das Lamm

Iceman 08.10.2010, 14:19

Zitat "Jedoch kann ich gar nicht verstehen, wie und warum jemand das macht."

Ganz einfach: aus Angst vor der noch nie erlebten Schräglage und aus Unerfahrenheit. Bei Schräglage kommt man bei hohem Tempo dem Asphalt schon sehr nahe, mit direktem Blickkontakt auf die 100 kmh schnelle, rauhe Oberfläche. Unerfahrenen kann das höllische Angst bereiten.

Am besten erfinden wir einen Teststuhl für Mitfahrer/innen. Einen Bürostuhl, der seitlich nach links und rechts bis 50° kippen kann und keine Armlehnen hat. :-)

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Ich hatte diese Situation einmal, bei dem sich mein Sozius gegen mich gelehnt hat, das Moped fing an zu Eiern und lies sich schwer Kontrollieren, außerdem ist mir der Gegenverkehr näher gekommen als es mir je lieb gewesen wäre(ist zum Glück nichts passiert). Ich konnte das Moped nicht mehr weit genug runter drücken und das ich auf der Straße schleife gibt ja auch keinen Sinn, zumindest für mich ;)

gruß Dennis

Bonny2 08.10.2010, 00:49

Ist mir bisher erspart geblieben. Habe nur theoretisch davon gehört. Auf Grund einer vor kurzem gestellten Frage bin ich auf meine (in diesem Fall Gott-Seih-Dank) Unerfahrenheit gestoßen. Habe wieder etwas dazu gelernt. Rumhampelnde Sozias und "mich verwöhnen wollende" Sozias hatte ich schon, aber in einer Kurve waren immer alle brav. Gruß Bonny

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Nachbrenner 08.10.2010, 00:59

Genau so ist das, die Fuhre wird unfahrbar. Deswegen der Plautzengriff. Als Striezi musste ich bei Vaddern immer singen, damit er wusste ich bin nicht eingeschlafen. Mein Kleiner schlief nach 100 Metern.

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Die Gefahr sehe ich vor allem im "unvorhersehbaren" Verhalten des Mitfahrers und damit der Verlagerung des Schwerpunkts an einen unerwarteten Platz. Meine Mitfahrer müssen einfach nur "an mir dranhängen, dann nehm ich sie wieder mit, wer das nicht begreifen kann oder will fährt exakt zwei mal mit: das erste und das letzte Mal.

Ich hatte, wie ich neulich schrieb, erst einmal einen aktiv "nach außen" lehnenden Mitfahrer - das hat mich am Anfang dermaßen aus dem Konzept gebracht (Motorrad benimmt sich anders als erwartet, Mitfahrer bewegt sich relativ zu mir gesehen "anormal") daß ich die liebe Nelli fast auf den Asphalt abgelegt hätte. Glücklicherweise ist mir das nur in einer recht schmerzfreien Kurve mit hinreichend Reserve passiert, aber bei Gegenverkehr wäre das sehr, sehr eng geworden.

Für das Kurvenfahren muss der Gesamtschwerpunkt (von Fahrer, Beifahrer und Maschine) seitlich der Reifenaufstandsflächen positioniert werden.

Je mehr Abweichung, umso mehr Schräglage, umso höhere Kurvengeschwindigkeit ist möglich.

Somit kann in (engen) Grenzen der Beifahrer allein dieses Verhalten beeinflussen.

Wenn er sich mehr reinhängt oder aufrichtet, dann merkt man das, man muss dementsprechend reagieren. Das ganze ergibt dann eine unrunde Kurvenlinie.

Auf der letzten Rille fährt man eh nur mit Beifahrern, mit denen man sich zusammengeschweißt hat.

Komplett aufrichten kann ein Beifahrer die Mühle ohnehin nicht, dazu ist sein Bewegungsspielraum viel zu klein. Eher nur "lästig" wirken.

Die Geschichten, wo ein Motorrad zu Sturz gekommen ist, weil es der Beifahrer aufgerichtet hat, kann ich nicht wirklich glauben, denn wenn das ein Beifahrer schafft, dann hat der Fahrer vorher schon einiges falsch gemacht.

Am besten ist es, wenn ein (Anfänger)beifahrer immer auf der Kurveninnenseite am Fahrer nach vorn vorbei sieht. Dann bringt er die wenigste Unruhe rein.

Bis er dann von selbst "mitgeht" ists meist nur eine Frage von einigen Kilometern.

Gruß, Reinhold

Habe ich auch nocht erlebt.Es gibt bei einer Fremden (er) Sozia vor her eine gescheide Einweisung über das Verhalten bei der Fahrt.Wer sich dann daran hält muß laufen. Ich könnte mir aber Vorstellen das da in der Kurve nicht gut ausgehen kann.In schlimmsten Fall ein Sturz.VG Frank

In die "falsche Richtung" legen - geht gar nicht. Sie kann höchstens (vor Angst)dagegenhalten. Eine Sozia steigt bei mir auf und fertig. Nach einem scharfen Bremsmanöver klebt sie mir am Rücken und hat gar keine Zeit mehr sich "zurechtzurücken". Nach 5-6 Kurven kann sie gar nicht anders, als mit mir "mitzugehen". Hält sie dagegen - macht gar nichts. Ist wie mit nicht eingerittenen Pferden. (den Willen brechen). Hat die Sozia VERTRAUEN zum Piloten, macht sie auch genau das, was DU willst. Bisher waren das immer ca. 5km Fahrt und gut wars. Was ungemein hilft, um der Sozia die Angst zu nehmen ist LOBEN. Hey super, Dich spüre ich gar nicht, tolle Sozia, fahre gerne mit Dir....... ein bißchen abnehmen und wir2 sind 1 :) gruß hj

Hallo Detlef,das kommt auf das Gewicht des Soziusfahrers an.Bei einigen Anfängern bin ich hinten drauf mitgefahren und habe mit meinen 90-100kg die Grashüpfer mit 60-70kg dorthin dirigiert,wo ich sie haben wollte.Durch den höheren Sitz hat der Hintere die Übersicht und "Macht".Etwas riskant,aber bei unerfahrenen Leuten eine Übung zur Linienfindung.

newbike81 08.10.2010, 17:05

ich hoffe du weisst schon, dass das als Fahrschüler sehr unangenehm ist, wenn von hinten "dirigiert" wird...ich werd meinem Fahrlehrer beim nächsten Mal eins ans Bein geben, wenn er das wieder macht bei mir..!!! (ist auch unfair, solche Gewichtsklassen zu mischen..!!) ;-)

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Die Linienführung wird normalerweise ruiniert, wenn hinten genau das Gegenteil von Vorne gemacht wird. Das Motorrad hat das Hirn von einem Einzeller und kann daher nicht auf 2 Befehle reagieren. ;-))

das sollte auf keinen fall passieren. vor fahrantritt immer sagen mit in die krve reinlegen nie dagegen sonst gehts ab in die blumen meistens

Erlich,möchte ich nicht erleben!

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