Was ist das besondere an einer Royal Enfield?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Salue

Royal Enfield baut keine Retro-Motorräder, sondern effektiv alte Motorräder ab Fabrik. Einzig bei den neusten Varianten hat eine Einspritzung Eingang in die Produktion gefunden, dies liess sich mit den aktuellen Vorschriften nichts anders lösen.

Die Konstruktion stammt von der Basis her aus den 1930er Jahren. Heute noch ist das Getriebe getrennt zum Motor eingebaut und hat eine FETT-Füllung.

Zum "Schieberheberlis" machen im Schwarzwald ist das Ding echt ungeeignet. Der Motor hat aber untenrum viel Dampf und ein wunderbares Verbrennungsgeräusch.

Die Verarbeitung kann nicht ganz das Niveau einer heutigen Maschine haben, etwas Standartwerkzeug und keine zwei linken Hände sollte man schon haben.

Das Ding hat noch echten Charakter uns so fährt es sich auch.

Ich persönlich habe, siehe die Fotos, vor allem den Narr an den Dieselversionen gefressen.

Die mit den Satteltaschen stammt aus dem Jahr 1997 und es handelt sich um die Werksversion, welche man für ländliche Bevölkerung in Indien gebaut hat.

Die andere hingegen stammt aus dem Jahr 1967, der Dieselmotor wurde nachträglich eingebaut.

Willkommen in der Welt der Royal Enfield

Es grüsst Dich

Tellensohn

 - (Retro, Royal Enfield)  - (Retro, Royal Enfield)
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Effigies
21.11.2016, 15:32

sondern effektiv alte Motorräder ab Fabrik.

Naja, wenn die aus dem Werk kommen sind die schon neu ;o)

Es sind halt keine Retros sondern Replikas.

1
Kommentar von Jayjay12
21.11.2016, 19:58

Urig - mit keiner anderen Mopete zu verwechseln - für Liebhaber des Echten und Originellen - samt knackigem Klang - vielen Dank auch für die schönen Bilder, Schweizer!

VG wohin - die Ost- oder Westschwyz - eine höhere Lage gar? - jj ;-)

0

Grüß dich, Liborio -

eine Frage ganz nach meinem Geschmack ;-)

Ja, da lässt sich manches aus der Hüfte 'schießen',,- bloß symbolisch:

Royal Enfield ist ein weltbekannter indischer Motorradhersteller mit britisch-indischer Tradition. Indien zählte lange Zeit zum Britischen Staatenbund, dem British Common-Wealth. Indien galt während der Kolonialzeit alsl Britische Kronkolonie, und die Queen of England galt auch für die Inder als Königliche Hoheit.

Bis zu den Unruhen vor der Unabhängigkeitserklärung und der Gründung eines souveränen, eigenständigen Staates waren die Inder der englischen Krone treu ergeben und integrierten die britische Kultur in Vollendung in die eigene Kultur. Dies ist bis heute spürbar und unschwer zu erkennen.

Von daher ist es kein Wunder, dass sich die Bauweise der Fahrzeuge stark nach britischem Vorbild ausrichtete. Den Motorrädern kam u. kommt eine zentrale Rolle zu, denn bis heute bauen die Inder Motorräder, die ganz der ureigentlich britisch-indischen Tradition verpflichtet sind. Der Name des Herstellers Royal Enfield zeugt davon, und man ist in Indien sehr stolz auf diesen Namen!

Die Motorräder werden in den Manufakturen des Konzerns mit besten Materialien aus Stahl, Leder u.w.m. von Hand gefertigt. Alles ist original und an keiner Maschine wird ein kritischer Beobachter auch nur 1 Gramm Plastik erkennen können. Wo gibt es das sonst noch? Nirgendwo in dieser unserer Welt**

Die Bikes sehen nicht einfach nur Retro aus, denn sie strotzen vor Kraft und sind ihren Besitzern zuverlässige und treue Gefährten. Die optische Ähnlichkeit mit großen britischen Namen wie Norton, Triumph und anderen mehr ist keine Zufälligkeit.

Die Royal Enfield 350 fährt sich z.B. mit Diesel-Kraftstoff, der weit günstiger zu bekommen ist als Benzin. Es gibt mittlerweile auch einen wunderschönen Scrambler oder Café Razer, der optisch locker mit einer Triumph oder einer Harley Davidson mithalten kann.

Bei dieser Marke scheiden sich mitunter die 'Geister': während die einen voll des Lobes sind und viele Enthusiasten gerade diese Maschinen lieben, sind sie bei Anhängern von japanischen- oder amerikanischen Marken z.T. verpönt.

Möglich ist allerdings, daß auch die Verächter klammheimlich die konsequente Art, bis heute der motorradfahrerischen Tradition und Bauweise der eigenen britisch-indischen Wurzeln verpflichtet zu sein bewundern. Nur öffentlich zugeben wird das keiner ;-D

Viel Text, aber ein schönes Thema, das du mit deiner Frage ins Zentrum der Diskussion stellst, was ich toll finde: Qualität hat nämlich Vorfahrt, jepp.

VG Jan

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von chapp
21.11.2016, 17:03

Irrtum lieber Jan. Ich gebe es zu. Mir gefällt sie und ich finde sie toll. Ich habe nur in meinem Leben so viele Bastelmotorräder gefahren, die mich immer wieder zu Kompromissen gezwungen haben, dass ich schon Blasen an den Fingern bekomme, wenn ich an die tausende Schrauberstunden denke. Heute setze ich mich auf ein Motorrad und erwarte, dass die Krücke läuft, und läuft und läuft ......usw, womit wir bei BMW oder den Reisfressermoppeds wären.

2

Die Royal Enfield hatte das große Glück, dass sie zu einer Zeit auf den Markt kam, als praktisch alle Motorräder mehr oder weniger produzierter Schrott warten. Da unter den Blinden der Einäugige bekanntlich König ist, hat sie sich einen respektablen Namen gemacht. Nach dem WK II war sie eine der Wenigen, die den Old Style noch so lange kultiviert hat, dass genügend Zeit war sich nach Indien zu retten, bevor die Firma pleite ging. Die ersten Modelljahre made in India waren so grottenschlechte Mistkrücken (zB Rahmen aus Wasserleitungsrohr) dass man nur hoffen konnte, die RE würde endgültig im Indischen Jungel verschwinden. Allmählich wurde sie aber immer besser und heute ist hauptsächlich noch das Styling (zum Glück) Old School, ansonsten ist die Kiste mittlerweile ganz in Ordnung und man kann ihre Schönheit genießen, ohne vor Panik Gänsehaut zu bekommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Daß es sie noch gibt.

Die Bullet 500 ist eines der meist gebauten Moppeds der Welt  und ziemlich sicher das, das über den längsten Zeitraum annähernd unverändert produziert wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nagelpilzotto
21.11.2016, 14:02

Mit 500ccm hat sie nur 29PS. Ist das nicht etwas wenig? 

0

Da in ein paar tagen eine royal enfield classic 500 bei uns in der garage stehen wird, schreib ich mal was mir dazu einfällt:

Ältester motorradhersteller

Beinahe alles seid Jahrzehnten unverändert

Ein motorrad das komplett gegen den mainstream ist

Motorleistung die für die meißten schlicht zu wenig ist

Keine elektronischen helferlein (abs erst ab 2017)

Oldtimer/classic bike ab werk

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nagelpilzotto
21.11.2016, 14:30

Keine elektronischen Helferlein? Hat sie denn keinen E-Starter? 

0

Heutzutage noch eines der echten, klassischen Bikes ohne eine Retroauflage zu sein. Eben ein Dinosaurier der überlebt hat. Das macht heute für viele den Reiz aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?