Warum kann es bei einer Vollbremsung zum Sturz kommen ?

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13 Antworten

Das liegt daran, dass man im Affekt die Bremse zuknallt, das Vorderrad blockiert und das war´s dann. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Da ich auch ohne ABS fahre - damit passiert das nämlich nicht - haben mir Sicherheitstrainigs sehr gut geholfen um ein optimales Bremsverhalten zu trainieren, auch bei hohen Geschwindigkeiten (max. 120 km/h) Kann ich nur empfehlen.

Die meiste Bremsenergie wird vom Vorderreifen geleistet. Da dieser aber beweglich ist (Gottlob)kommt es zum Traktionsverlust. Kurz der Reifen rutscht.Damit ist das Motorrad unkontrulierbar geworden. Da gleichzeitig der Hinterreifen kaum noch Bodenhaftung hat, dreht sich die Maschine und du folgst der Erdanziehung! ;-)Oberstes Gebot im Strassenverkehr heißt "Abstand halten!!" Gruß René

Bin nur wegen dem Vorderrad abgestiegen,habe leider bei einer Vollbremsung auch noch einen Stein unterm Vorderrad gehabt,bremsen und absteigen war eins,mit dem Hinterrad hatte ich noch keine Probleme,wenn das Hinterrad mal ausbricht...kann ich mit leben.

Ganz einfach weil die Bremskraft die Haftungskraft des Reifens auf der Fahrbahn übersteigt und das Rad blockiert und wegrutscht.

Ein ausbrechendes Hinterrad kann man meist abfangen, bei einem rutschenden Vorderrad braucht man Erfahrung und muss schnell reagieren.

Das liegt weniger am blockienden Hinterrad, als vielmehr am blockierenden Vorderrad. DAs schmiert dann ganz schnell zur Seite weg, und du hast keine Chance mehr das Bike zu fangen. Deswegen will hartes Bremsen gelernt sein, besonders vorne!

Meiner Meinung nach daran weil die meisten Gabel-serienabstimmungen (Gabelfedern zu weich!) nicht für echte 100%-Vollbremsungen auf trockener Piste ausgelegt sind, deswegen schnell auf Block gehen und dann das Vorderrad zum Blockieren neigt- vor allem blöd in Schräglage! :-/

Sicher kann man nur hinten bremsen, aber dann schenkt man ca. 70% der möglichen Bremsverzögerung her!

Bei Geradeausfahrt bilden die Hände am Lenker ein stabiles Dreieck,welches das Hinterteil am Ausbrechen hindern kann.In einer Schräglage überholt dich dein Hinterrad schneller als du papp sagst.Blockiertes Vorderrad bei absolut gerader Fahrt ist knapp beherrschbar,aber nicht lange stabil = Abflug .

Ein blockierendes Hinterrad ist, zumindest wenn man nicht in Schräglage ist, kaum ein Problem.

Durch die Radlastverteilung ist es bei einer Vollbremsung (mit beiden Bremsen) eigentlich normal, wenn das Hinterrad blockiert (es sei denn man schafft es, die Fußbremse perfekt zu dosieren).

Ein Problem ist es wenn das Vorderrad blockiert. Hier bricht das Motorrad sehr schnell zur Seite aus.

Das passiert vor allem dann, wenn man sehr hohen Bremsdruck schlagartig einsetzt (z.B. Panikbremsung). Dadurch, dass die Radlastverteilung mit Verzögerung einsetzt blockiert das Vorderrad sehr schnell und wenn man zu diesem Zeitpunkt nicht gleich wieder löst, kommt es fast unweigerlich zum Sturz.

Braut man den Bremsdruck etwas langsamer auf, verlagert sich immer mehr Gewicht auf das Vorderrad, man kann in Summe einen wesentlich höhren Bremsdruck aufbauen und das Vorderrad blockiert, wenn überhaupt, sehr spät.

Das gilt aber in der Hauptsache für eine trockene und saubere Strecke. ABS erleichtert das optimale Bremsen natürlich.

Ja Schrecksekunde und dann automatisch Vollbremsung das der bösee Reflex halt den kann man nur trainieren kann oder gutes ABS an Bord haben. Aber auch das muß man mal getestet haben um zu wissen wie es im Ernstfall eingreift!

meist kommt eine unvorhergesehene Situation, in der man unwillkürlich hart bremst(Affekt). Dadurch blockiert das Vorderrad und thüss.

Wenn Du Dir diese Frage nicht selbst beantworten kannst, setze Dich niemals auf ein Motorrad. Bonny

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