Warum bricht bei einem Sturz so oft das Schlüsselbein?

6 Antworten

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Moin Hansjörg,

hast ja untern 3 richtige Antworten schon erhalten. Die genannten sind nämlich die drei Hauptgründe wieso die Clavicula knackt. Gibt sicher noch andere Unfallmechanismen aber das sich (auch nach eigener Statistik) die Top 3.

Ist in der menschlichen Konstruktion bei diesem Fall eine 'Sollbruchstelle' ;-) Die meisten Knochen reagieren auf Scherkräfte deutlich empfindlicher als auf Längsbelastung, womit die Frage wieso nicht Handgelenk halb beantwortet wäre. Nur halb, weil 'Handgelenk' da zu unpräzise ist. Wens richtig knallt is irgendwie im Handgelenk (vorrausgesetzt es gab eine Abstütz- oder Abwehrbewegung) meist auch irgendwas kapott. Kann oft auch nur eine kleine Luxation oderso.

Zur Verletzung selber is nur zu sagen, dass es deutlich schlimmer kommen kann. Wenn die Bruchkanten keine Arterie zerfetzen oder die Pleura punktieren is das ganze glimpflich abgelaufen. Wird nur selten operiert, is meist konservativ mit ruhigstellen zu Behandeln.

Gruß, Boris

PS: Die Gefahr mit den Helmunterkanten kann man ja mit diesen 'race collar's minimieren. Gleichzeitig gut für die HWS ;-P

Das sind aber alles wirklich abenteuerliche und vor allem total nutzlose Antworten. Der eine meint man solle mal "logisch nachdenken" und erzählt von seinen persönliche Traumata, der Rest hat auch keine Ahnung.

Das Schlüsselbein führt zum Schulterblatt. Ein Bruch tritt idR. auf, wenn sich die Schulter sehr plötzlich sehr weit nach vorn/innen oder nach hinten bewegt. Das heißt sowohl der Aufprall seitlich auf die Schulter als auch das (steife) Abstützen mit den Armen kann zum Bruch führen.

Wie auch schon in einer anderen Antwort erwähnt, kann es bei Motorradfahren auch passieren, dass die untere Helm Kante auf das Schlüsselbein schläft. Hier würde ein Neckbrace abhelfen.

Nach meiner Erfahrung kommt es zu dieser Verletzung meist bei weniger "kräftigen" Fahrern. Wer sich in Form hält und durch sportlich Aktivität seine Sehen und Muskeln gut gedehnt und gekräftigt hält, kann das Verletzungsrisiko signifikant senken. Ab einer gewissen Geschwindigkeit oder gar im Gelände hilft natürlich auch das irgendwann nicht mehr.

Weiter empfehle ich, neben dem Kraftausdauertraining und dem Dehnen, sich auch in sofern sportlich zu betätigen, als das man körperliche und geistige Fähigkeiten aufbaut, mit stürzen gut umgehen zu können. Wer daran gewohnt ist, zu Boden zu gehen, schaltet auch nicht direkt ab oder verkrampft sobald etwas schief geht. Wer Locker bleibt und mit antrainierten Reflexen agiert, hat schon halb gewonnen!

Es ist meist die Kante des Integralhelms, die genau dort endet und einen unwiderstehlichen Druck ausübt, wenn man auf den Kopf stürzt und der etwas abknickt.

Je nachdem wie Du vom Moped absteigst und dann aufkommst kannst Du Dir alles brechen.Außerdem kommt es noch darauf an,was so alles in Deiner Flugbahn im wege rumsteht.Leitplanken,Bäume oder ganz einfach ein Auto.Wie jeder,oder fast jeder Mopedfahrer bin ich auch schon unfreiwillig abgestiegen,gebrochen habe ich mir zum Glück nichts,die Prellungen haben mich aber noch eine lange Zeit begleitet und die können ganz schön nerven.

Denk doch mal logisch, wie ein Zweiradfahrer (auch Radfahrer) fällt: Stößt er gegen ein Hindernis, geht es „kopfüber“ über den Lenker. „Gott-Seih-Dank“ stößt man seltener mit dem Kopf zuerst auf, sonst wäre ein Genickbruch ziemlich sicher. Also trifft man die Schulter. Der „dünnste“ Knochen ist da eben das Schlüsselbein. Noch eindeutiger ist es, wenn man wegrutscht. Man schlägt mit der Seite auf das Pflaster. Auch wieder die Schulter und damit auch das Schlüsselbein. Aber leider schlägt man auch sehr häufig mit dem Becken auf, das dann schwere Verletzungen davonträgt. Im schlimmsten Fall dreht man sich vor dem Aufprall und dann ist es der Rücken, der die schwersten Verletzungen hat. Nun bleibt man ja nicht gleich liegen, sondern „hüpft und hoppelt“ je nach Geschwindigkeit über das Pflaster. Daher kommen auch die vielen anderen Verletzungen an den unmöglichsten Stellen.

Selber bekommt man es nur selten mit, da man in dem Moment unter Schock steht und kaum begreift was da mit einem geschieht. Ich selber hatte letztes Jahr leider die dumme Erfahrung gemacht, jeden Bruchteil einer Sekunde in Zeitlupe zu erleben. Vom Wegrutschen des Vorderrades auf der Ölspur, über das Aufschlagen, den Versuchen das mehrmalige Überschlagen und trudeln auf dem Asphalt zu stoppen und den Einschlag in der Leitplanke. Das schlimmste war aber, wenn man an der Leitplanke liegt und sieht wie die 250 kg des Motorrades auf einem zugerutscht kommen. Man ist wie hypnotisiert und unfähig sich zu bewegen. Kurz vor mir blieb sie liegen, aber diese Sekunden vergesse ich nie wieder. Diesen „Alptraum“ erlebe ich noch heute manchmal. Das gönne ich niemandem. Gruß Bonny

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