Verschiedene Hubräume im gleichen Motor?

3 Antworten

Möglich wären, drei Zylinder mit gleichem Hubraum. Die einzelnen Zylinder könnten über die Zündspannung ein- und ausgeschaltet werden. Dazu muss aber der Vergaser auch ausgeschaltet werden, da sich sonst der Zylinder mit Sprit füllen würde, der springt niemals mehr an. Bei einer Einspritzanlage, lässt es sich eventuell auch elektronisch regeln. Wie Du schon schreibst, ist das theoretisch. Praktisch gibt es keinen Sinn. Unterschiedliche Zylindervolumen sind fast unmöglich. Der Hub ist unterschiedlich und kann kaum mit der Welle gesteuert werden. Gruß Bonny2

Das stimmt. Außer man lässt den Hub identisch und legt die Bohrung entsprechend aus :) Danke für deine Meinung! Gruß

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Unterschiedliche Hubräume bei Dreizylindern gab es sogar schon bei einer Rennmaschine. Die 350er DKW (singende Säge) hatte in ihrer letzten Version 2 stehende 125er und einen liegenden 100er Zylinder. Es war ursprünglich eine 2Zylinder 250er. Der dritte Zylinder wurde vorne am Gehäuse anstatt des Zündmagneten angebaut.Es hat funktioniert, allerdings nur, weil der Unterschied der Hubräume gering war. Zylinderabschaltung macht erst ab 4Zylindern und gleichen Einzelhubräumen Sinn. Dann funktioniert sie auch.

Hört sich interessant an, ich werde mir mal Infos zu dem Motorrad beschaffen =) Wahrscheinlich muss der Unterschied wirklich klein sein damit es funktioniert.. Gruß

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@kesha

Das mit dem Beschaffen von Info - Material im Internet ist nicht so einfach. Ich habe mich heute selbst umgesehen und nichts substanzielles gefunden. Von der Singenden Säge gab es 2 Versionen, eine mit gleichen Hubräumen und eine mit einem liegenden Zylinder mit 100 ccm. So viel ich weiß war die erste Version die mit den gleichen Hubräumen, die letzte mit den ungleichen. Bin mir aber da nicht mehr so sicher. In den Archiven der Zeitschtift "Motorrad" müßte genaueres zu finden sein.

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Ich versuchs mal. Also hohe Kosten bei der Zylinderabschaltung sehe ich nicht. So, jetzt erstmal die Überlegung, was die inneren Verluste verursacht. Das ist einerseits die Reibung und andererseits der Verlust, wenn Luft "gegen ihren Willen" angesaugt wird - im Zylinder entsteht bei runterlaufendem Kolben und offenem Ansaugventil ja zunächst mal ein Unterdruck, die Luftsäule muss sich ja erst in Bewegung setzen. Gegen Ersteres hilft wenig, und das dürfte ein Problem werden. Der 125er in deiner Überlegung muss auch die Reibung der anderen beiden Kolben + Lager... überwinden. Da wären 125 ccm eventuell zu wenig, um noch vorwärts zu kommen. Zum Punkt zwei: da würden offene Ventile und eine abgeschaltete Spritzufuhr helfen. Gut für die Ventile wäre dann eine elektromagnetische Steuerung, keine mechanische mehr (kommt irgendwann sowieso). Generell: den Kopf zu konstruieren/gießen, dürfte kein größeres Problem sein. Aber die Kurbelwelle! Da müsste man eine "gebaute" Kurbelwelle nehmen, das ginge auch. Aber warum eigentlich überhaupt unterschiedliche Hubräume? Hmhhh, ich denke noch ein bisschen, muss grad noch etwas arbeiten. Die anderen bitte... :)

Bezüglich Kurbelwelle könnte man den kleineren Zylinder ja auch extrem langhubig auslegen, was der Aufgabe dieses Antriebes ja näher kommen würde, nämlich nur im Verkehr mitschwimmen etc.. Aber du hast Recht, dieser Aufwand lohnt sich nicht für diese Ziele. Dann wohl doch eher Geld in die Direkteinspritzung und elektromagnetische Ventile stecken ;) Danke für deine Meinung! Gruß

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