Untertourig überholen, Schäden?

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5 Antworten

Servus Marco

Wenn Du meinst, dein Motorrad ist aus Brezelteig, also ich würde mich dann nicht drauf setzen.

Hast Mist gebaut, warum ziehst Du da nicht einfach die Kupplung? Warum gewöhnst Du dir nicht an, immer im passendem Gang zu fahren?

In letzter Zeit tauchen hier solche Fragen auf, lernt ihr das Schalten in der Fahrschule nicht mehr ? Es ist doch wirklich einfach. Ein Motorradgetriebe schaltet immer Gang für Gang. Du hast einen Drehzahlmesser, der hat einen roten Bereich. Fahr mal einsame Straßen über Land und dann schaltest, wenn der Zeiger zwischen 0 und der maximalen U/min, einen Gang runter. Er zerplatzt nur, wenn Du das bei U/max machst.

Wenn Du nicht eine halbe Stunde so gefahren bist, hat dein Motor nichts. Wir sind inzwischen im Jahre 2016, nicht 1884. Die Maschinen halten was aus. Ließ dich durchs Handbuch, halte die Flüssigkeitsstände im Soll, dreh nie über den roten Bereich, bei modernen Motorrädern musst Du dich arg dumm anstellen, denn die haben ein elektronisches Helferlein, das nennt sich Drehzahlbegrenzer.

Besorge dir ein Buch über Motorrad fahren und durchlesen, probieren, einüben und wenn Du so schreckhaft bist, mach Entspannungsübungen. Wenn ich mich nicht gut fühle, steig ich auch nicht aufs Motorrad.

Komm wieder runter und fahre entspannt Motorrad, nur für dich, nie um Andere zu imponieren. Fahren dir Andere zu schnell, bleibst halt zurück, wen juckts?

Grüßle

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Salue Marco

Ich habe selber zwei grosse Einzylinder, eine MZ Skorpion mit dem 660er Yamaha Motor und eine MZ500 mit dem Rotax Motor. Beide vertragen keine Drehzahlen unter etwa 3000/min.

Da rüttelt und schüttelt es fürchterlich und die Kette fängt an zu Peitschen. Da ich vorher immer Mehrzylinder und Zweitakter gefahren bin und dazu neige, niedertourig zu fahren, ist mir dies am Anfang einige Male passiert.

Da passiert gar nichts, es ist einfach unangenehm. In Zukunft wirst Du dies, wie ich auch, im Griff haben. Also no Problem.

Hals und Beinbruch

Dein

Tellensohn

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Kommentar von Effigies
05.10.2016, 16:17

Wenn ein großer Eintopf in die Kette hackt passiert schon etwas. Nur müßtest du das Stunden lang machen damit es wirklich Auswirkungen hätte. ( Getriebeausgangslager, Radlager)

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Kommentar von tellensohn
05.10.2016, 17:32

Salue Effigies

Du hast schon Recht. Auch für die Kette selber ist es nicht gerade ideal. Ich wollte aber keine Angst machen.

Mir passiert dies jeweils wenn ich vorher wieder lange Zeit mit meinen anderen Einzylinder gefahren bin. Die Sanglas 500 kann schon ab 2000/Min problemlos "hochgezogen" werden und meine beiden Enfield Diesel "nageln" am liebsten mit Drehzahlen, die man zählen kann.

Zudem geht bei mir das Kettenpeitschen maximal 1 Sekunde, dann bin ich bereits im tieferen Gang. Bei einem Anfänger braucht es halt noch ein paar "Denksekunden" länger.

Auch Dir wünsche ich Hals- und Beinbruch

Tellensohn

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Unsinn, das muss JEDE Mühle aushalten. Was fährst du für ein Motorrad ? Faustregel: Je weniger Hubraum und je mehr Zylinder ein Motor hat, desto weniger macht ihm untertouriges Fahren aus. Alte Harleys konnten da schon mal Schwierigkeiten machen.

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Keine Sorge. Das gibt zwar einen Schreck, habe aber es passier nichts. Ist im Prinzip nichts anderes als Abwürgen. Was passieren

könnte, ist ein Schlag in der Kette. Muss die aber wegstecken. Ich fahre meine Chopper öfter mal sehr untertourig. Allerdings noch im verträgliche Bereich. Das heißt, sie ruckelt noch nicht. Dann kommt es schon mal vor, das ich „vergesse“ beim Beschleunigen runter zu  schalten. Dann ruckelt sie natürlich. Klar, dass ich dann runter schalte. Schäden gab es noch nie. Also keine Angst, wenn man es nicht übertreibt, passiert nichts. Gruß Bonny

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Herzlichen Glückwunsch, du bist das erste mal in deinem Leben untertourig gefahren. Damit bist du keine Jungfrau mehr und du wirst das Runterschalten jetzt wohl öfters rechtzeitig praktizieren, damit es keine hässlichen Töne mehr gibt.

Allerdings wird mir langsam klar warum es immer mehr Psychiater, Lebenshilfen, Apps & Co geben wird/muss ;-)

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