Salue Dieter

Ermals musst Du die Gewissheit haben, ob es an der Zündung, Zündzeitpunkt etc liegt oder am Vergaser, Kaltstartsystem etc.

Füll einen kleinen Schluck Benzin ins Kerzenloch, schraube die Kerze wieder rein und versuche zu starten. Kommt er für ein ode zwei Sekunden, liegt es an der "Vergaserei".

Passiert nichts, liegt es am Zündsystem.

Tellensohn

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Salue

Man nennt den Sozius nicht umsonst "Klammeraffe". So sollte es sein. Er sollte sich ganz an Dich pressen und die Arme um Dich legen. So pendelt er nicht unabhängig vor sich hin. Man sollte sogar vorher absprechen, auf welcher Seite er an Deinem Kopf nach vorne sieht.

Bei kleinen Maschinen (z.B. 100 kg) und Deinem Körpergewicht von z.B. 60 kg bei einem Mitfahrer mit 80 kg hat der MItfahrer einen extremen Einfluss auf die Linie die Du fährst und selbst im Stehen hat er einen grossen Einfluss auf das Gleichgewicht.

Ich hatte mal eine Kawa Z1300. Das Ding war vollgetankt schon 350 kg, dann kam noch mein Gewicht von 70 kg dazu. Wenn da der Beifahrer hinten einen Tango tanzte, habe ich das fast nicht gemerkt. Aber eben, bei einer leichten Maschine muss der Mitfahrer ein Teil der Maschine und Dir werden und mit Dir und der Maschine zusammen kleben.

Das war früher noch das grössere Problem. Alte Maschinen hatten einen separaten Beifahrersitz. Da pendelte der Sozius unabhängig von der Maschine hin und her.

Beifahrer müssen also sehr displiniziert sein, sonst wird das sichere Fahren schwierig.

Tellensohn

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Salue

Die Art der Frequenzen hat einen grossen Einfluss auf Geräuschmessung. Diese wird in einer Beschleuigsphase auf einer Messstrecke ermittelt. Die Standmessung bei den Nachkontrollen ist hingegen nur eine Referenzmessung. Ausschlaggebend für die Homologation ist aber diese oben genannte Messung.

Früher mussten sich die Hersteller eigentlich nur darum kümmern, dass der Grenzwert eingehalten wird.

Heute aber, mit den viel stregeren Limiten, investieren die Hersteller ein Vermögen, genau diesen Klang zu erzeugen, der einerseits die Limten erfüllt und gleichzeitig von den Frequenzen her noch ein einigermassen "schönes" Geräusch erzeugt.

Die Messung in dB/A basiert nämlich nicht nur auf der reinen Lautstärke, sondern sie berücksichtigt auch die Art, wie laut/störend die Zuhörer das Geräusch empfinden.

Tellensohn

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Salue

Ich hatte während 10 Jahren meine schwere  6-Zylinder Kawa Z1300 in meiner Dachwohnung auf einem Sockel. Ein Kran hatte sie auf die Terrasse gestellt von wo ich sie in das Wohnzimmer rollte.

Vorher habe ich den Tank geleert und entlüftet, sämtliche Öle und Kühlflüssigkeit ersetzt und den Motor mit einem rein mineralischen SAE30 Motorenöl komplett aufgefüllt. Natürlich war auch die Batterie ausgebaut und durch einen Transformator ersetzt, sodass mit dem Licht im Wohnzimmer das Standlicht einschaltete.

Ich stelle keinerlei Geschmack oder andere "Unannehmlichkeiten" fest. Die Nachmieterin meiner Wohnung freute sich über die Dekoration und ich durfte die Kawa stehen lassen. Erst der nächste Mieter wollte dort einen Bauernschrank hinstellen. Wir teilten uns dann die Krankosten; Kawa runter, Bauernschrank rauf!

Nachher habe ich die Maschine, nun ein Oldtimer, wieder in Betrieb genommen und in gute Hände weitergegeben.

Tellensohn

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Salue Chris

Wenn der Bowdenzug in Ordnung ist, dann sind die Kupplungsscheiben miteinander "verklebt". Ich hatte das auch schon bei länger gestandenen Motorrädern, aber auch bei Autos.

Nach einem Oelwechsel habe ich die Grundeinstellung der Kupplung (am Getriebe) so verstellt, dass kein Spiel mehr besteht. Dann habe ich die Kupplung gezogen und den Kickstarter (kein Elektrostarter vorhanden) mehrere Male, mit eingelegten Gang, recht grob betätigt. So kann es sein, dass sich die Kupplungsscheiben lösen. Nachher muss die Grundeinstellung der Kupplung wieder korrekt eingestellt werden.

Bei den Autos habe ich jeweils die Antriebsräder aufgebockt. Dann diese frei mit eingelegten Gang drehen lassen, gleichzeitig Gas gegeben und die Bremse leicht gedrückt. Mit einem Besenstiel habe ich dann die Kupplung von Hand mehrere Mal betätigt. So löst sich die (angerostete) Kupplungsscheibe ebenfalls.

Tellensohn

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Salue

Leider hat der Bonny2 Recht. Der Kolben hat vermutlich angefressen oder ein Ventil ist angestanden. Es liegt ein Motorschaden vor.

Was genau hinüber ist, sieht man erst, wenn man den Zylinder demontiert. Dann kann man abschätzen, ob eine Reparatur den Zeitwert des "Moppeds" überschreitet.

Hoffen wir das es nicht zu schlimm gekommen ist.

Tellensohn

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Salue

Vermutlich hat der Hersteller in der Betriebsanleitung ausdrücklich davon gewarnt, dass der Lack benzinlöslich sei und beim Kleckern sofort gereinigt werden muss. Damit ist er vor solchen Forderungen geschützt.

Aber, ich frage mich doch, welcher Hersteller eine benzinlösliche Lackierung am Tank gewählt hat? Ein Hersteller der einen guten Ruf bewahren will, kann sich solche mangelnde und unüberlegte Konstruktion fast nicht leisten.

Ich würde ein Garantiegesuch, genau mit dieser Begründung, an den Lieferanten des Motorrades stellen und davon eine Kopie (mit Angabe der Rahmennummer) an den Deutschen Importeur oder Hersteller laufen lassen.

Tellensohn

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Salue

Bei 50ccm Maschinen rechne ich damit, dass ab 30'000 km mit einem Verschleiss des Zlinders und des Kolben zu rechnen ist.

Bei einer 125er ist das Drehzahlniveau tiefer, die Lebensdauer steigt. 15'000 km sind deshalb nicht zuviel und man eine solche Maschine mit gutem Gewissen kaufen.

Ist sie frisch ab MFK, stimmt auch der Preis. es ist sowieso damit zu rechnen, dass mit der neuen Ausweisregelung (ab 2021) die 50er im Preis fallen und die 125er (bis 11 kW) im Preis steigen.

Die Motivation sich mit 16 eine 50er zu kaufen geht ja stark zurück, jeder will nun gleich mit einer 125er anfangen.

Tellensohn

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Salue

Wie geschaltet wird ist eine reine Gewöhnungssache. Während alle anderen meiner Motorräder die Schaltung links haben und zum Hochschalten nach oben gezogen wird, haben die beiden Royal Enfield (Diesel) meiner Sammlung die Schaltung rechts und zum Hochschalten wird runtergedrückt.

Diese Rechtsschaltung hatten auch andere Engländer und Ducati früher. Unsere alte CH-Militärmaschine, die Condor A350 mit den Ducati Königswellenmotor wurde ebenfalls rechts geschaltet.

Selbst an den Wechsel zwischen den verschiedenen Systemen habe ich mich recht gut angewöhnt.

Gute Fahrt

Tellensohn

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Salue

Der Bonny2 hat ja auf den Benzinfilter hingewiesen. Wenn es nicht schön "pinkelt" wenn Du den Benzinhahn öffnest, dann ist da der zweite Benzinfilter, den Du allerdings nicht siehst.

Dazu musst Du den Benzinhahn herausdrehen. Oben aufgesteckt auf das Röhrchen ist ein Feinsieb gesteckt. Dieses ist vielfach, nach einiger Standzeit, mit Partikel belegt. Du kannst es problemlos mit Benzin reinigen.

Solche Grobfilter hat es eigentlich bei allen Motorrädern, ja sogar die Mofas haben einen solchen Siebfilter.

Viel Erfolg! 

Tellensohn

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Salue

Ich habe zwei 125er in meiner Sammlung:

1) Honda CB125T 1984. Dieser 2-Zylinder-Twin 4-Takter hat 17 PS (in D 15 PS) bei 12000/min. Diese wurden damals gut verkauft und man findet noch ab und zu solche. Diese schreit nach Drehzahlen und hört sich wie eine Grosse an.

2) Puch 125 SV 1965. Dieser 2-Taker mit dem raffinierten Doppelkolbenmotor hat rund 6.5 PS, ein, bei sehr tiefen Drehzahlen, gutes Drehmoment und einen extrem niedrigen Verbrauch. In Österreich findet man diese noch recht häufig.

Gerade mit der Honda kann man bei den neuen 125er echt gut mitmischen.  

Tellensohn

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Salue

Die Zündung erfolgt so früh, dass der Kolben noch zu weit weg vom oberen Totpunkt weg ist. 2-Takter und Dieselmotoren könnten tatsächlich retour laufen.

Schon bei den Mofas haben wir es damals mit dem auf Früh stellen der Zündung übertrieben und die sprangen dann retour an.

Meine Royal Enfield Diesel macht das machmal auch, wenn man den Kickstarter zu wenig stark gedrückt hat. Der saugt dann über den Auspuff an und raucht aus dem Luftfilter. So habe ich dann 4 Retourgänge, aber keinen mehr vorwärts.

Tellensohn

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Salue

Ich bin früher die 250TS und die ETZ250 mit Seitenwagen gefahren. Später kam eine 125 Sportstar (1994) dazu, die ja die immer noch die gleiche Technik hatte wie die ES.

Alle MZ sind ausgezeichnete Alltagsfahrzeuge. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt und problemlos zu fahren, der Langhuber-Motor ist kein Leistungssportler, aber hat untenrum genug Drehmoment, die Reichweite ist gross und der Verbrauch bescheiden.

Der gleiche Rahmen wird ja auch für die 250 und 300er Modelle verwendet, er ist robust und für die damals schlechten Strassen in der DDR ausgelegt.  

Die MZ's wurden als Gebrauchsmotorräder konstruiert, sie sind auch technisch sehr übersichtlich und Teile bekommt man immer noch.

So habe ich mir vor ein paar Tagen wieder eine MZ 125 Saxon (Baujahr 1995) gekauft und bereite sie, für unseren Junior, jetzt auf.

Die Konstrukteure dieser Maschine haben, trotz Mangelwirtschaft, ausgezeichnete Arbeit geleistet. Schade dass es für die BRD-Regierung immer nur BMW, und nochmals BMW, gegeben hat.

Tellensohn aus der Schweiz

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Salue Phillip

Neben dem Homologationsproblem, welche Dir Andere schon geschildert haben, gibt es noch ein Problem. Die Originallampen dürften asymetrisch sein, das heisst, am rechten Fahrbahnrand leuchten sie 75 m weit. In der Mitte und links nur 50 m.

Die LED Lampen werden auch für den Britischen Markt angeboten. Die haben aber Linksverkehr. Damit sind diese Lampen symetrisch und müssen auf 50m eingestellt sein.

Du hättest dann bis zu 50 m eine gute Ausleuchtung und dann kommt die klar abgegrenzte Hell-Dunkelgrenze. Du siehst weniger weit als jetzt.  

Ob das sinnvoll ist?

Tellensohn

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Salue spicegirl

Dein Motorrad fiel beim Import unter keinen CH-Typenschein. Der Nachweis über die Einhaltung der EU-Vorschriften, den sich die Schweiz Ende 1996 angeschlossen hat, geschah mittels eines COC (Certificate of Conformiy), also einem Dokument des Herstellers, dass der Töff die EU-Vorschriften vollends erfüllt.

Die Möglickeit ein Motor zu dosseln. steht im CH-Typenschein. Also musste der Markenimporteur ein Dokument ausstellen das bestätigt, dass der Töff nicht nur den EU-Vorschriften genügt, sondern auch einem CH-Typenschein entspricht. Diese Bestätigung hat der Händler für Fr. 500.- beim Inhaber des Typenscheins, als dem CH-Importeur, für Dich besorgt.

Dein Töff wird nun von der MFK wie ein Töff aus dem offiziellen Import behandelt.

Wird er entdrosselt, entstehen deshalb keine zusätzlichen Kosten mehr.

Ich wünsche Dir viel Fahrfreude mit Deiner Maschine.

Tellensohn

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Salue

Bevor Du grosse Zerlegungsarbeiten machst, lege doch mal ein Kabel zwischen dem Minuspol an der Batterie und dem Gehäuse der hinteren Beleuchtung an.

Immer wenn ich solchen Pannen nachging, war es schlussendlich eine schlechte Masse. Das Rücklicht ist schwach (5 Watt?), das Bremslicht und die Blinker aber brauchen mehr Strom (21 Watt?).

An die Stromversorgung denkt man ja immer, die Masse vergisst man bei der Diagnose meistens.

Viel Erfolg bei der Suche

Tellensohn

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Salue

Ich habe im Jahr 1977 die schwere Töffprüfung gemacht und fahre seither die verschiedensten Maschinen. Das ging bis einer Kawa Z1300 mit dem 6-Zylindermotor.

Die wegen der Ausweisklassen gedrosselten Maschinen machen nach meiner Erfahrung keinen Spass. Besser von der Leistungentfaltung her sind Maschinen, die vom Hersteller z.B. für die 48 PS ab Werk konstruiert wurden.

Zurzeit fahre ich eine MZ Skorpion Sport mit dem 660ccm Einzylinder der Yamaha XT. Die hat genau die 48 PS. Die Maschine bringt ordentlich "Bums" und im nahen Jura ist es ein Vergnügen, das perfekte Fahrwerk auszukosten.

Die Kombination eines Strassenrahmens mit diesen Enduro-Motor ist für mich (nur 171 cm gross) geradezu ideal.

Das Schöne daran, die MZ's werden extrem günstig als Occasionen gehandelt.

Bild: MZ Skorpion Sport (gelb, meine) und Skorpion Tour (blau, ohne Verschalung).

Es grüsst Dich

Tellensohn

 

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Salue Andy

Mit dem Alter verschwinden natürlich die Weichmacher in den Reifen. Aber selbst dann, dies wird erst etwa ab 4 oder 5 Jahren merkbar.

Mit den diesen Reifen von der letzten Saison kannst Du problemlos noch diese Saison fahren. Vermutlich, je nach Maschine, werden sie dann während oder nach der Saison zum Ersatz fällig.

Ich wünsche Dir eine schöne Töffsaison.

Tellensohn

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Salue

Ich brauche zum Autofahren auch eine Sehhilfe. Beim Töfffahren ist es jedoch nicht vorgeschrieben, da es da eine natürliche Auslese gibt. Wer zu schlecht sieht, hängt früher oder später an den Bäumen oder fährt auf einer Passstrasse in den Abgrund.

So bleiben nur die Töfffahrer übrig, die genug sehen. Da braucht es keine Gesetzgebung.

Nun, ich habe in den sauren Apfel gebissen und fahre seit mehr als 40 Jahren mit meiner Brille. So schaue ich die Welt nicht von unten an und kann langfristig weiterhin meine "Boliden" fahren.

Tellensohn

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