Salue

Ich habe mehrere Motorräder. Bei solchen Manövern hängt viel von der Maschine ab. Mit meinen 125er 2-Taktern kann ich sehr langsam Kurven fahren und dabei eingekuppelt lassen. Gearbeitet wird mit dem Gas, da diese Motoren im langsamen Bereich sehr "elastisch" sind.

Dann habe ich auch einige Motorräder mit grossen Einzylinder-4-Taktern. Da muss ich mit der Kupplung arbeiten. Die brauchen mindestens 2000/Min damit sie rund laufen. Da wäre ich eingekuppelt zu schnell.

Die Fahrschule bringt es den Fahrschülern so bei, dass es bei allen Motorradtypen funktioniert. Wenn es bei Dir eingekuppelt geht, darfst Du die Manöver selbstverständlich so fahren.

Tellensohn

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Sali

Hast Du noch den "L"? Bei Lehrfahrten gilt, dass Du prüfungsreif sein solltest. Dies wird meistens so ausgelegt, dass Du Dich für die praktische Prüfung bereits angemeldet hast.

Ganz so ernst genommen habe ich dies aber bei Fahrschülern nie. Autobahnfahren ist ja wirklich keine Herausforderung. Das Einzige was etwas anspruchsvoller ist, ist das Einfädeln beim Einfahren und dass man beim Verlassen der Autobahn erst auf dem Verzögerungsstreifen die Geschwindigkeit reduziert.

Ansonsten brauchst Du natürlich eine Autobahnvignette und die Maschine muss bauartbedingt mindest 80 km/h auf der Ebene erreichen.

Ich wünsche Dir viel Spass mit Deinem Töff.

Tellensohn

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Salue

Mein Vater hat damals mit 63 noch die schwere Motorradprüfung gemacht. Er ist vorher nur Fahrräder mit Hilfsmotoren gefahren.

Der Experte, mein Vater war mit ihm auf DU. sagte nach Prüfung zu ihm: Den Fahrausweis gebe ich Dir, Du bist verkehrssicher gefahren; Aber Motorradfahren kannst Du allerdings noch nicht !".

Ganz unrecht hate er nicht. Meinen Vater musste man fast um die Kurve herumtragen.

Hier noch eine Foto seiner damaligen Prüfungsmaschine. Sie ist einiges jünger als er damals war. Ich habe sie übernommen und fahre sie heute noch.

Tellensohn

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Salue

Wenn du nach links abbiegen willst, wirst Du zuerst den Lenker leicht nach rechts drehen. So fällt das Motorrad nach links in die Schräglage. Du lenkt Du wieder geradeaus, denn das Kurvenfahren wird nun durch die Schräglage des Motorrades gewährleistet.

Wenn Du nun in dieser Fahrsituation vorne bremst, stellt es das Motorrad auf und Du fährst geradeaus. Das ist theoretisch. In der Praxis hatte ich schon einige Motorräder, bei den die Lenkgeometrie so genial ausgelegt war, dass sich beim Bremsen an der Schräglage schlicht nichts geändert hat.

Solche Motorräder verzeihen auch Fahrfehler. Ich denke da an die Marke MZ, die haben den Fahrwerksbau genial ausgeklügelt gehabt. In der DDR waren Motorräder ja keine "Spielzeuge" sondern "Nutzfahrzeuge" für den täglichen Einsatz. Die Konstrukteure hatten zwar kein Budget, aber genug Zeit für das Austüfteln von Abstimmunngen der Geometrie.

Tellensohn

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Salue

Der Nachlauf ist ein sehr kleines Mass. Wenn Du den Lenker drehst, während das Motorrad auf dem Seitenständer steht, siehst Du kaum eine Veränderung des Aufstandpunktes des Vorderrreifens. Optisch dreht dieser auf der Stelle.

Das heisst aber auch, dass sich an der Schräglage kaum etwas ändert.

Tellensohn

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Salue Sam

Einen Folgeschaden gibt es bei einer 4-Takter nicht, wenn sie nicht anspringt. Oel hat sie ja. Versuchen kannst Du also. Kommt sie nicht, musst doch den Vergaser halt dann ausbauen und reinigen.

Ich habe vor 2 Jahren einen Oldtimer, nach 33 Jahren Standzeit, mit einigen Tritten auf den Kickstarter wieder zum Laufen gebracht. Da es sich um einen 2-Takter handelt, habe ich ihm aber zuerst einen Sprutz Oel über das Kerzenloch eingegeben, damit er nicht trocken läuft falls kein Gemisch kommt.

Tellensohn

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Salue

Neben der nicht eingetragenen Leistungsänderung wird gegen Dich ein Verfahren eröffnet, weil Du ein Motorrad gefahren hast, für welches Du den Führerschein nicht nicht hast.

Bei einem Unfall kann die Versicherung einen Regress nehmen, da ein Du Dich nicht an die Gesetze gehalten hast. Gerade bei Unfällen, selbst wenn Du nicht schuld bist, werden die Motorräder genauer angeschaut.

Mit 11 kW kann man gut leben und man immerhin genug Leistung um Touren zu machen. Später wirst Du stärkere Maschinen fahren dürfen. Also mach keinen Blödsinn.

Gute Fahrt

Tellensohn

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Salue

Ich finde Deine Idee sehr gut. Angesichts der Dicke und Zähheit einer Schutzbekleidung kann man sich gut ausrechnen, wie die dünne Haut ausgesehen hätte, wenn sie dem Rutschen ausgesetzt gewesen wäre.

Ich habe mir mal den gespaltenen Helm eines Kollegen angesehen, der bei einem Sturz mit dem Kopf an eine Gehsteig-Kante aufgeprallt ist. Das macht doch ziemlich Eindruck.

Ich wünsche Dir persönlich alles Gute und grüsse Dich

Tellensohn

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Salue Gumpel

Ich bin hier in der Schweiz häufig mit uralten exotischen Motorrädern unterwegs und werde relativ häufig gegrüsst. Andererseits hat es Motorradfahrer, die das Grüssen scheinbar nicht mehr kennen. Ich persönlich grüsse jeden, selbst wenn er eine 50ccm Maschine fährt. Allerdings mit einer Ausnahme, hat es wegen dem nahen regelmässigen Motorradtreffen in unserer Region sehr viele Motorräder unterwegs, ist das Grüssen fast nicht mehr möglich, es sind dann schlicht zu viele die entgegenkomen.

Als ich seinerzeit mit meiner Kawa Z750 in der DDR unterwegs war, ist mir aufgefallen, dass niemand grüsst. Motorräder waren dort Nutzfahrzeuge ohne grossen Hobby-Faktor. Das fiel das Grüssen weg.

Ich wünsche Dir gute Fahrt mit den Simson.

Tellensohn

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Salue

Kurz und knapp: Bleibt der Lenkwinkel gleich vergrössert sich mit steigender Geschwindigkeit die Fliehkraft. Diese wirkt am Schwerpunkt des Motorrades und richtet dieses auf.

So ist das Kurvenfahren mit einem schwach motorisierten Motorrad eher schwieriger. Es fehlt die Leistung um die Fliehkraft nennenswert ansteigen zu lassen. Da muss dann der Lenkwinkel verändert werden um den gleichen Effekt zu bewirken.

Bild: Meine Enfied Diesel 325 mit 6.7 PS. Damit kann mit der Beschleunigung kaum ein Aufrichten aus der Kurve heraus bewirkt werden. Denn eine Enfield Diesel beschleunigt nicht, sie nimmt Fahrt auf.

Tellensohn

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Salue

Solange die Maschine nicht durch die längere Schwinge schwerer wird, ändert sich bei der Beschleunigung nichts.

Hingegen wird der Geradeauslauf verbessert und gleichzeitig die Agilität in Kurven verschlechtert.

Ein Beispiel für einen recht langen Radstand ist die Harley. Sie ist zum gemütlichen Cruisen auf langen und geraden Strecken in den USA konstruiert.

Musst Du hingegen damit enge Kurven im Gebirge fahren, wirkt sie schwerfällig, was allerdings einen echten Harley-Fahrer wohl nicht gross stören wird. Man legt sich ja keine Harley zu um Kurven zu kratzen.

Tellensohn

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Salue

Natürlich hat ein Motorrad kein Blech rundum, welches einen schützt. Es ist also von Grund auf gefährlicher als andere Verkehrsmittel. Allerdings dürfte es bei Fahrrädern auch nicht besser aussehen, vor allem die elektrisch unterstützten Fahrräder sorgen für ständig steigende Unfallzahlen bei den Fahrradbenützern.

Ansonsten ist die Statistik gut erklärbar. Junge Menschen, ob sie viel oder wenig fahren, sind risikobereiter. Diese Risikobereitschaft gibt mit dem Alter ab und wer viel fährt ist auch im hohen Alter relativ sicher unterwegs.

Bei Senioren mit wenig Übung hingegen nimmt das Unfallrisiko zu. Nicht nur dass das Training fehlt, die Reaktionsfähigkeit und die Fitness fehlen ebenso, es handelt sich vielfach um Oldtimer-Motorräder mit schwacher Lichtanlage, Trommelbremsen und ungewohnter Schaltung.

Tellensohn

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Salue

Bei einem 2-Takter findet jedes Mal, wenn der Kolben oben ist eine Verbrennung statt.

Bei 4-Takter findet nur jedes zweite Mal, wenn der Kolben oben ist eine Verbrennung statt.

Das heisst also, bei einem 2-Takter arbeitet der Motor während 180 Kurbelwellengraden, die anderen 180 Kurbelwellengrade muss er mit einer Schwungmasse überbrücken.

Bei 4-Takter jedoch arbeitet dieser auch während 180 Grad (eine halbe Kurbelwellenumdrehung), er muss aber 1 12 Kurbelwellenumdrehungen mit der Schwungmasse überbrücken. Das Schwungrad muss entsprechend schwerer dimensioniert werden.

Damit ist der 4-Takter empfindlicher, wenn Du an ein Hindernis ranfährst. Überschreitet der Leistungbedarf die Energie, die im Schwundrad steckt, würgt es den Motor schneller ab.

Tellensohn

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Salue

Das Knallen entsteht, wenn "falsche Luft" in den Auspuff gerät. Kontrolle die Anschlussdichtung des Auspuffs zum Zylinder.

Gruss und gute Fahrt

Tellensohn

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Salue

Der Gesetzgeber gibt schlicht vor, dass bei ausgeklappten Seitenständer nicht gefahren werden kann.

Wie der Hersteller dies löst, ist egal. Kann einen Schalter am Ständer machen (wie bei Deinem Motorrad), er kann diesen mit den Gängen verknüpfen (mittels der Leerlaufkontrolllampe) oder kann einfach eine Feder am Ständer montieren, die diesen beim Aufstellen des Motorrades automatisch zurückklappt.

An meinen Motorrädern habe je nach Hersteller, ich alle drei Varianten.

Tellensohn

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Nein

Salue

Ohne Zündfunken kein Anspringen!

Zumindest etwas Strom muss die Batterie noch hergeben und die Zündung muss eingeschaltet sein.

So richtig Spass mach es allerdings nicht. Zumindest eine grosse Einzylinder-Enduro blockiert gleich das Hinterrad wenn Du beim Anschieben einkuppelst.

Eine kleine Zweitakter hingegen kann man relativ gut anschieben.

Tellensohn

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Salue

Tatsächlich beruht das Mischungsverhältnis von 25 : 1 noch auf den alten einfachen Motorenölen SAE30. Diese waren nicht selbstmischend und man nahm deshalb 4%.

Als 1971 Mischungen von über 2% bei neuen Modellen verboten wurden, haben die meisten Hersteller gewechselt, ohne dass sie technische Änderungen an den Motoren vorgenommen hätten.

Ich habe selber eine 125er Puch SV aus den 1960er Jahren. Diese ist mit einem Doppelkolben-Zweitakter ausgerüstet. Ich gönne ihr weiterhin die 4% Oelbeimischung. Bei solchen Oldtimern bin ich sehr vorsichtig.

Gute Fahrt mit Deiner Puch MS50v.

Tellensohn

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Salue

Du kannst die Theorieprüfung fühestensfalls einen Monat vor dem 16. Geburtstag absolvieren. Das sollte dann reichen, damit Du dann ab Geburtstag sofort eine 125er mit dem L fahren darfst.

Viel Erfolg an der Theorieprüfung.

Tellensohn

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Salue

Das kannst Du nicht im Voraus lernen. Wenn Du die Maschine hast, wirst Du sehr schnell merken, in welchem Drehzahlbereich Leistung kommt. Das hörst und spürst Du, dazu brauchst Du nicht mal den Drehzahlmesser.

Schon nach einer Stunde Fahrt wirst Du z.B. an einer Ampel zurückschalten und bereits wissen wie viele Gänge Du zurückschalten musst, sodass Du beim grün werden bereits im richtigen Gang bist damit die Maschine gleich loszieht.

Maschinen mit kleinen Hubräumen müssen ordentlich hoch gedreht und fleissig geschaltet werden. Den Bogen hast Du bald mal raus.

Viel Fahrspass wenn es dann soweit ist.

Tellensohn

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Lieber Capo

Ich wünsche Dir viel Freude an diesem Oldtimer. Ich habe meine CB125 in den frühen 1980er Jahren gekauft und sie dann später all meinen Neffen ausgeborgt, damit sie den 125er Schein damit machen konnten. Das war früher mit den 17 PS noch möglich. Erst vor 2 Jahren wurde sie mir zurückgeschenkt und ich habe sie wieder Instandgesetzt.

Diese CB125 wurde seinerzeit in der Schweiz sehr oft gekauft. Sie kostete damals weniger als ein 50er Kreidler oder eine Zündapp.

Der 4-Takter dreht endlos hoch bis 12'000/Min. Man fühlt sich damit wie an einem Rennen.

Hals- und Beinbruch

Tellensohn

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