Reifen in falsche Laufrichtung montiert, ein Problem?

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Hallo Romana,

am Hinterrad wirst du wohl an deiner Reiseenduro nichts merken, aber dein Metzeler Sahara 3 hat vorne ein Profil in Fischgrätenform s.

http://www.discountmotorcycletires.ca/images/Metzeler-enduro-3-sahara-tire.jpg

Wenn du den falsch herum montierst zieht der sich selbst nicht in Spur, d.H. es kann zu Pendelbewegungen bis zum Lenkerschlagen bei Höchstgeschwindigkeit führen (das ist alles schon meinem Kumpel Paul mit ähnlichem Heidenau K60-Profil und Falschmontage passiert!).

Endurofahren rulez :-)

T.J.

Hi T.J.

Man merkt sofort, du bist ein Enduroprofi der weiß worums geht. Danke für deine kompetente Antwort.

lg Romana

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Mal ganz unabhängig vom Profil, auch wenn ein Reifen punktsymetrisch ist, also der Profilverlauf gleich ist egal wie man ihn dreht, wenn ein Reifen mal schuppig gefahren ist (weil man ein Freund des Gasgebens in Schräglage ist :-) ) sollte man ihn nicht mehr drehen, denn sonst hat er an den schuppigen Stellen so gut wie keinen Grip, jedenfalls so lange nicht bis man ihn durch Gasgeben die schuppige Schicht in der falschen Richtung wieder abgefahren hat (und durch eine neue ersetzt hat ;-) ) . Hab mich da mal mit einer Hornet fast abgelegt, man musste (jedenfalls den Hinterreifen) regelrecht neu einfahren, so ein Reifenheini hatte da nach einer Reifenreparatur die Laufrichtung "übersehen".

Interessanter Einwurf Uli, du meinst den Hinterreifen bei Sportmachinen. Bei den Enduros bremst man meistens die paar Profilblöcke im Vorderrad in die optische Form vom Sägezahnmuster. Da ist es aber auch nicht sinnvoll den Reifen nach Verschleiss zu drehen, sonst hat man direkt nach Wechsel fast null Auflagefäche!

Immer oben bleiben! :-)

T.J.

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Hallo Romana, ist ne interessante Frage, zu der ich ne differenzierte Antwort beisteuern will:

Bei Motorrädern wurden und werden i.d.R. Diagonalreifen aufgezogen, wobei die heutigen hochmoderen Bikes häufiger mit Radialreifen ausgestattet werden, man erkennt es an der "R"-Markierung. Die Radialreifen weisen eine geringere Fliehkraftverformung auf und ermöglichen auch ne gesteigerte Höchstgeschwindigkeits-Festigkeit (langes Wort, grins).

Zurück zu den Diagonalreifen:

MIt ihrer diagonalen Bauweise --> dem sogenannnten "Karkassenaufbau" <-- ermöglichen Diagonalreifen Höchstgeschwindigkeien von bis zu 240 km/h auf Asphalt (sowie guten Halt im Gelände ;-), und sie bieten genügend Gripp bei Nässe!

Bei niedrigeren Geschwindigkeiten fällt das verkehrte Reifenprofil eventuell gar nicht so sehr ins Gewicht, aber es ist dennoch Vorsicht geboten!! Bei Nässe kann sich das sehr negativ auswirken, da die Ableitung des Wassers nicht wie vom Hersteller konzipiert erfolgen kann. Ausserdem könnte ein findiger Sachverständiger bei nem Unfall feststellen, was Sache ist: bei Versicherungs- und Schuldfragen könnte dies ganz fatale Folgen für nen Biker haben. Im Ernst: Das muss nicht sein! Gruss Jan ;-)

Nachsatz ist als Vorbeugung gedacht: Möchte niemand verunsichern....siehe Notizen zu Radialreifen und der dort genannten Fliehkraftverformung.

Attention please:

Meine Aussagen betreffen Höchstgeschwindigkeiten, die in aller Regel nur beim Renntraining und Rennsport erzielt werden!! Im Motorradrennsport werden sowohl Diagonal- als auch Radialreifen verwendet. Die geringere Fliehkraftverformung kann sich bei Höchstgeschwindikeiten zwischen 220 und 350 km/h bei Rennsportlern eventuell bemerkbar machen, da Radialreifen in diesem Extremsegment eine Alternative zu Diagonalreifen sind.

Dies und nicht mehr wollte ich damit sagen. Gruss an alle, JJ ;-)

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