Wie ist bei der Ybr 125 die Kurvensicherheit, bei Schräglage?

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4 Antworten

Heute früh hatten wir Raureif rund ums Haus. Ich weiß nicht, wie das bei Dir Daheim momentan noch ist - von den Temperaturen her.

Kater Fahrbahnbelag und kalter reifen bauen keine gute Bodenhaftung auf. Also ist (Deine) Vorsicht durchaus berechtigt. Dies gilt zur Zeit pauschal für alle Motorräder.

Fahre nach Deinem Negativerlebnis einfach vorsichtig. Dann wird auch keine neue Situation - Wegrutschen - auftreten.

Gefahren für Zweiräder sind Schotter, Öl / Diesel, nasse Schienen, nasses Laub (meist) im Herbst, usw.

Der YBR- Hinterreifen ist wohl schmal, aber er muss auch nicht so viel Gewicht halten, wie z.B. der Reifen einer Reiseenduro. Wenn man das Gewicht und die Auflageflächen im Verhältnis vergleicht, kommt die YBR 125 sicher gar nicht soo schlecht weg.

WENN Reifen und Untergrund schön warm sind, lässt sich mehr Schräglage fahren. Einfach weil der Gummi besser auf der Straße haftet. Deßhalb warte mit Üben noch, bis sich die Temperaturen weiter nach oben entwickelt haben.

Unter letzt genannten guten Voraussetzungen "geht" viel mehr Schräglage, als Du Dir zutraust. Also passiert von Mopedseite aus nix. Die Unsicherheit ist - nach Deinem Erlebnis vollkommen verständlich - vor allem (noch) in Deinem Kopf.

Fahrsicherheitstraining mit meiner Reiseenduro an einem warmen Apriltag vor Jahren. Die Schräglage bin ich auf Betonpflaster gefahren:

Training - (Reifen, Schräglage, Kurven)

Vielen Dank für die Antwort!

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@Guenther177

Gern geschehen. Ich wollte Dir die Angst abbauen helfen.

Nach einem Sturz steckt uns allen der Schrecken in den Gliedern - siehe Bonny ist das den allermeisten schon passiert.

Bei mir war's übrigens auch Schotter... ;-)

...und Dieselfleck

...und zu schnell inne Kurve

Beim Reiten heißt es: Rauf auf den Sattel und weitermachen. Beim Bike ist's ned anders. :-)

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Vor zwei Jahren hat sich beim FM-Treffen jemand vor mir mit einer Enduro in einer engen Kurve auf Schotter hingelegt. Derjenige ist ein sehr sicherer und erfahrener Motorradfahrer, auch mit guter Geländeerfahrung. Wir waren kaum schneller als Schrittgeschwindigkeit. Grade bei Schotter bin ich sehr ängstlich, da die Steinchen unterschiedliche Größe haben und unter dem Reifen wegrutschen können. Ich habe da mehr "schlechtes Bauchgefühl" als auf einer Ölspur. Da weis ich, dass ich "abfliege" (leider aus Erfahrung, 2x).

Jede Kurve ist anders, auch wenn man die schon öfter durchfahren hat. Auch die körperliche Verfassung ist selten gleich (merkt man aber meist nicht). Also kann man Dir nichts über Kurvensicherheit raten.

Wenn Du irgendwann mal so viel Routine hast, dass Du Dir um die nächste Kurve keine Sorgen machst, weil Deine Erfahrung und Selbsteinschätzung Dir die Sicherheit geben um die Kurven ohne Ängste zu durchfahren, dann bist Du ein sicherer Fahrer. Das bist Du noch nicht, sonst hättest Du die Frage nicht gestellt. Keine Sorge, da mussten wir alle mal durch. Auch nach einem Unfall musst Du das Vertrauen erst wieder erlangen. Das geht bei einem schneller, bei einem langsamer. Bleiben die Ängste, dann sollte man aufhören. Das passiert aber meist Anfängern nach dem ersten Unfall. Erfahrende Motorradfahrer mit viel Fahrpraxis steigen da schneller wieder auf.

Also "Schotter" ist kein Grund, da "zittern auch die "alten Hasen". Nebenbei bemerkt: Mit einem schweren Motorrad fährt man besser über Schotter als mit einer leichten 125´er.

Keine Sorge, mit der Zeit lernst Du auch das Risiko in einer Kurve richtig einzuschätzen. Dann denkst Du nicht mehr vor der Kurve daran ob Du sicher rum kommst. Dann genießt Du die Landschaft und fährst einfach rum. Dann hast Du die Routine und Sicherheit erreicht. Gruß Bonny

Je schmaler der Reifen, desto größer theoretisch die mögliche Schräglage.

Ist es also in Kurven wackelig, dann liegt es zunächst nicht an der Reifengröße selbst. Entweder ist der Reifen Mist, der Luftdruck stimmt nicht, die Achsführung ist ausgeschlagen oder Stoßdämpfer hinüber um mal ein paar Ursachen zu nennen.

So schlecht soll das Fahrwerk der YBR125 nicht sein, lass die Kiste mal in der Fachwerkstatt überprüfen ob evtl. nicht doch ein mechanischer Schaden vorliegt, der zum seltsamen Fahrverhalten führt.

Auf ein Zweirad gehören vernünftige Reifenkombinationen und wenn das Geld dafür nicht da ist, musst du entscheiden ob du lieber läufst oder zumindest einen Aufenthalt im Krankenhaus riskierst. Diese beiden Gummidinger entscheiden auch darüber ;-)

Ist wohl nicht so ganz logisch, auf Grund eines Rutschers auf Schotter auf die allgemeinen Fahreigenschaften eines speziellen Motorrads zu schliessen. Die Schräglagengrenze musst du dir selbst im wahrstens Sinne des Wortes "erfahren", manchmal, wenn die Reifen schön warm sind und sonst alles stimmt kannst du das Bike vielleicht bis auf die Fussrasten legen, in einer anderen Situation wird das nicht möglich sein. Wieviel Grip du hast merkst du am Widerstand gegen den negativen Lenkimpuls.

Mischbereifung ist übrigens nicht zu empfehlen, möglicherweise sogar illegal.


Ich fahre seit ca 2500km mit dieser Reifenkombination, aus dem einfachen Grund dass der Hinterreifen abgefahren und der Vorderreifen noch gut war, in ich nicht endlos Geld habe, mein Unfall hat sich aber vorher mit dem alten Reifen ereignet. Der Unterschiedlichen Faktoren bin ich mir durchaus bewusst, ich hatte eher auf persönliche Erfahrungen gehofft. Die Sache ist die, dass ich zwar gerne mit etwas mehr Schräglage fahren würde, allerdings Angst habe, plötzlich einfach hinten wegzurutschen, unter anderem, da der Hinterreifen (90/90/18) eben sehr schmal ist und wenig Fahrstabilität bietet. An sich bin ich der Meinung dass der Hinterreifen einer der besseren Sorte für das Motorrad ist, allerdings weiß ich nicht, wie ich die Grenze der Belastbarkeit austesten kann, ohne dass ich danach in der Leitplanke hänge. Könntest du deinen Tip bezüglich des Grips der Reifen vielleicht so umformulieren dass ihn auch Laien verstehen? Danke :)

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@Guenther177

Habe alles gesagt, was es zu sagen gibt, ein bisschen musst du deinen Kopf schon anstrengen, kriegst hier nicht alles vorgekaut.

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