Mit schmalen Reifen abrutschen bei Schräglage?

2 Antworten

Es ist ein Aberglaube, dass nur ein Hinterreifen ohne Angsstreifen einen guten Motorradfahrer kennzeichnen würde. Bei einem Vorderrad ohne Angststreifen lägst du schon auf der Nase.

Ob breit oder schmal, Ottonormalverbraucher erreicht eher sein persönliches Limit als der Reifen. Zudem brauchst du mit schmaleren Reifen weniger Schräglage bei gleicher Geschwindigkeit, also sollte auch da genug Haftung vorhanden sein.

Allerdings sollte der Reifen schon vernünftige Testergebnisse aufweisen und auch nicht einige Jahre alt sein, dann wäre es so etwas wie ein "Holzreifen", der nicht mehr gut auf der STraße klebt.

Es gibt Reifen, die von den einen Fahrern innerhalb von 4tkm in einer halben Saison runtergemetzelt werden und andere die dafür 10 jahre und 60tkm brauchen. Von gutem Grip braucht man da aber nicht mehr zu reden.

Die Angststreifen solltest du los werden (jedenfalls hinten, vorne ist das meist gar nicht vollständig möglich), weil du sonst in einer Notsituation, z.B. wenn dir in einer Rechtskurve jemand halb auf deiner Spur entgegenkommt, richtig Schräglage brauchst, um ihm auszuweichen, und wenn der Reifen dann an der Stelle nicht eingefahren ist, geht es meist böse aus, möglicherweise auch, weil du dich gar nicht traust, so weit wie nötig in Schräglage zu gehen.

Ich fahre meine Reifen auf Strecken ein, die einsehbar sind und wähle dann absichtlich eine ungünstigere Linie, die mehr Schräglage braucht, als in der betreffenden Kurve eigentlich nötig ist. Hälst sie eben ganz leicht am Gas, dann schwänzelt sie beim ersten Einfahren hinten vielleicht ein bisschen rum, aber wenn man das vorher weiss und sich darauf einstellt ist das halb so schlimm.

Was möchtest Du wissen?