Ist Motorradfahren nur ein Suizidversuch bei dem man versucht die Schuld auf andere zu lenken?

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Ich fahre gerne Motorrad weil (und nicht obwohl !) es aufregend, manchmal auch gefährlich ist, aber ich entscheide, wie sehr, ich setz mich drauf, dreh den Schlüssel rum und erlebe ein kleines Abenteuer. 

Mir geht das ganze "gefährlich"- und "Selbstmörder"-Gerede eigentlich hinten am A. vorbei, fühle mich auf dem Bike pudelwohl.

Dieses zunehmende Sicherheitsbedürfnis empfinde ich sowieso als krankhaft, die Krebsraten gehen hoch, obwohl kein A. mehr raucht, aber Motorradfahren ist zu riskant, aha, na ja, die Leute von heute wollen eben politisch korrekt im Bett sterben...halte das nicht für erstrebenswert.

 

 

Man muss unterscheiden.

Es gibt Leute, die aufgrund ihrer Fahrweise oder völligen Ahnungslosigkeit eine Gefahr für sich und andere sind. Diesem Personenkreis muss man sagen, dass Motorradfahren gefährlich ist, vor allem für sie selbst! Und ich habe vielleicht auch etwas davon, wenn mit so ein Vollpfosten nicht auf meiner Spur entgegen kommt.

Und ja, leider ist es heute normal, dass man die Schuld (und Verantwortung)nicht bei sich selbst sucht. Derjenige, der mir auf meiner Spur entgegen kommt, wird vermutlich Argumente suchen weswegen er so gefahren ist. Vermutlich bin ich sogar schuld, weil meine Doppelscheinwerfer so eindrucksvoll waren, dass er unwillkürlich diese mal näher ansehen musste und wäre ich nicht just zu dieser Zeit dort gewesen, wäre da alles ja nicht passiert. Ergo: ich wäre schuld!

Ich gehörte bis vor 5 Jahren selbst der Rennbrötchen/Organspenderfraktion (ZX-900B) an. Bis mich der 8.Bandscheibenvorfall zur Cruiser/Bagger Fraktion "zwang".

Jetzt muss ich sagen es gibt nix entspannenderes als zu Cruisen, so ein "Eisenschwein" gibt ein ein ganz anderes Feeling. Und die Lebendsabschnittgefärtin fährt auch heufiger mit, weil sie sich sicherer fühlt.

Ein weiterer Vorteil ist, da das 3Zimmer,Küche,Bad schwer zu übersehen ist (3 Scheinwerfer), wird einen fast nicht mehr die Vorfahrt genommen. Das war mit dem Rennbrötchen anders.

Wie empfindet ihr wenn ihr mal längere Zeit mit dem Motorradfahren eine „Zwangspause“ einlegen musstet?

Am Samstag war ich mit meiner „Trude“ das erste Mal nach meinem Unfall ausgefahren. Ich war habe natürlich meine beiden „Biker Treffpunkte“ (Spinnerbrücke-Berlin und Dobbrikow) angefahren. Ein guter alter Freund hatte mich dort schon erwartet (hatten telefoniert). „Rolf“ kam auch nach. War „super“. Da ich nicht mit dem Auto zu „Biker Treffpunkten“ fahre, war ich seit über 8 Wochen nicht mehr dort. Natürlich hatte sich mein „Sturz“ rumgesprochen. Dementsprechend war dann auch die Begrüßung. Es war auch jemand aus meinem näheren Bekanntenkreis dort, der auch einen Motorradunfall hatte. Seine Verletzungen waren viel schlimmer als meine. Ich habe mich riesig gefreut, dass er aus dem Krankenhaus entlassen wurde (ich wollte ihn besuchen, aber man hatte mir abgeraten weil seine Entlassung nicht fest stand). ----

Ich traf viele liebe Bekannte. Es war ein sehr schöner Tag, der bis in den dunklen Abendstunden hinein ging. Fuß ist gut verheilt, Rippen (Bruch) tun nur bei starken Drehbewegungen weh und die Hand, ----- nun ja, die tat abends schon noch weh. Dauert alles seine Zeit. ---- Das sind so die Tage, die einen „aufbauen“. Und das sind auch die Momente, die ich am Hobby „Motorrad“ so schätze. Nicht nur das Fahren, sondern das Treffen von netten Menschen, die Kommunikation und die „lustigen Sprüche“. Da musste ich mir wieder so einige anhören. Genau das mag ich und da muss man eben durch. Wem der „Bikerhumor“ an den Treffpunkten fehlt ist dort verkehrt. Ich bin da jedenfalls „goldrichtig“. ;-)

Ich habe grade mit Rolf darüber gesprochen, dass ich keine „Anlaufzeit“ brauche. Auch früher nicht. Nach längerer Zeit ohne Motorrad fahren brauche ich nur wenige Minuten bzw. unter einem Kilometer und ich bin wieder voll drin als ob ich nie „pausiert“ habe. Ist aber vielleicht in Berlin von Nöten, da ist man entweder sofort wieder „drin“ ist, oder man lässt es. --- So, bin noch am „genießen“. :-) Gruß Bonny

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