Schön und gut was einem beim Nothilfe-Kurs so alles erzählt wird, im einen Jahrzehnt mal so, im anderen so. NUR, bei meinem EHK-Kurs zum Führerschein saß der Helm auf dem Kopf der Puppe so locker, dass er schon vom Anschauen runter fiel. Nach dem PKW-EHK-Kurs meiner Schwester, die zuvor schon selbst 2 Jahre Motorrad fuhr, habe ich gleich mal die Probe auf's Exempel gemacht, mich mit voller Schutzkleidung auf den Bauch gelegt und gesagt "Mach mal". Nachdem sie mich durch die Gegend gerollt hatte, hat sie den Helm nicht mal runter bekommen, bei den Versuchen hab ich's aber schon ohne angeknackste Wirbelsäule gemerkt, wie es zwickt.

Daher meine Meinung: Klar, zum Beatmen hat man keine andere Chance als den Helm ab zu nehmen. Aber NIE vorsorglich das Ding von der Rübe reißen. Ich traue es schlicht keinem Zivilisten zu, dass er das halbwegs ordentlich hinkriegt. Wartet bitte auf die ausgebildeten Sanis, die dafür auch extra ne Falt-Halskrause als Abnehme-Hilfe im Fahrzeug haben, anatomisch geschult sind und das Vorgehen regelmäßig zu zwot am geeigneten Testobjekt üben.

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Mal als Tipp von jemandem, der sowas mit ner 125er, allerdings mit ner Reiseenduro statt einer Sportler, gemacht hat:

Man suche sich entweder den schnellsten LKW den man findet, oder besser einen Reisebus und fahre gute 3h hinter ihm her. Gegen die gähnende Langeweile hilft ab und zu mal Slalom fahren, selbst singen, und natürlich ein Handy mit Ohrhörern und Radio bzw. ein MP3-Hörbuch. Allgemein halte ich zwar nichts von Ablenkungen beim Fahren, aber in solchen Fällen ist das immer noch besser als einschlafen.

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Doppel-D

Eindeutig Doppl-D. Alle halben Jahre rutscht er mir mal raus, so dass ich neu fädeln muss, ansonsten ein mal dran ziehen und er ist perfekt eingestellt.

Am schlimmsten ist der Klick-Verschluss, der hat NIE die richtige Länge/Spannung.

Der Ratschenverschluss mag noch eben so gehen, aber iwie habe ich dazu keinen so rechten Draht. Wirkt unsolide, man kann leicht was drin einklemmen (Tuch, Bart, Haare) und der Stellbereich ist auch nur knapp, so dass ich zwischen Sommer und Winter wohl trotzdem umstellen müsste.

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Was soll am Roller stressfreier sein? Unangenehmere Sitzposition, instabileres Fahrverhalten, seltsames Soggefühl bei "höheren" Geschwindigkeiten, bei den kleinen schwachen Dingern ständig Sorgen ob man beim Überholen überhaupt vorbei kommt... Nein nein, stressfreier ist eindeutig das Motorrad. Und wenn ich's billig haben will, dann kann ich mir ja auch eine MSX 125 holen statt eines Rollers.

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Meine Hondas sind alle trotz Salz gut durch den Winter gekommen. Die letzte hat 96.000km bis zum Motorplatzer geschafft und die neue bin ich bis Weihnachten direkt wieder durchs Salz gefahren und ich spuele sie nicht jeden Tag ab wenn ich von Arbeit komme. Es geht also. ABER mir ist auch schon ein Schlauch vom Oelkuehler gesprungen weil Salz rein gekrochen war und man sieht es den Bikes schon deutlich an, dass es keine Schoenwetterfahrzeuge sind. Wenn du jemand bist, der darauf Wert legt, wird dir hinterher das Herz bluten.

Ansonsten sind die Handschuhe das A und O. Meine kaelteste Fahrt war bei minus zehn Grad von Dresden nach Leipzig, danach wollte ich nur noch fuer ne halbe Stunde unter die heisse Dusche, aber ohne Griffheizung wird es mit leichten Winterhandschuhen fuer die meisten schon unter +5 Grad zu kalt, da helfen auch noch so viele Kaffeebecher nichts. So lange dir die Finger noch weh tun, ist alles ok, wenn der schmerz beginnt nachzulassen, hast du ein Problem. aber schon vorher verkrampfst du und deine reaktionen werden langsamer. Man nimmt auch eine zusammengekauerte Schutzhaltung ein.

Ich bin relativ temperaturunempfindlich, aber wenn man keine Winterfahrerfahrung und nicht die passende Ausruestung hat, wuerde ich es mit einem unvertrauten Bike nicht empfehlen.

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Grundsaetzlich "benoetigt" man die gleiche Schutzkleidung wie bei jeder anderen Fahrt auch. Ist allerdings den Fahrradfahrern, die jeder Zeit umgefahren werden koennten, auch egal. Ich wuerde mich NIE auf nem Schulklo umziehen, igitt, das hab ich wenn dann immer direkt am Motorrad gemacht und die Sachen ins TopCase gepackt. Meistens habe ich aber meine normale Alltagshose aus Leder getragen - man sollte nur dazu sagen, dass deren Naehte bei einem richtigen Sturz wahrscheinlich sofort auf gehen wuerden.

Unterschaetze auch nicht die Schuhe. Meiner Schwester ist beim Wenden das Motorrad auf den Fuss gestuerzt und trotz Tourenstiefel hat sie sich das Sprunggelenk gebrochen. Mir ist auch schon das Bike auf den Fuss gefallen, mit leichten Schuhen bis knapp ueber den Knoechel, nix passiert, Fussraste an nem Leitpfosten abgebrochen (uebrigens auf dem Weg von der Schule nach Hause) und Knoechel nur verstaucht, aber man weiss es halt nicht vorher, es kann so kommen oder so.

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Ob du dir die Anschaffungskosten leisten kannst, siehst du ja direkt selbst. Zu meiner Zeit haben die Fahrschulen zur Pruefung auch Leihbekleidung angeboten - klar, man sollte ne komplette Schutzausruestung haben, aber viele die billig zur Ausbildungsstelle wollen, sparen z. B. erstmal an ner Hose etc. man sollte sich nur vor so einer Entscheidung sehr genau ueber die moeglichen Verletzungsfolgen informieren.

Viele vergessen die wiederkehrenden Fixkosten. KFZ-Steuer und KFZ-Haftpflicht. Allein fuer die Steuer ist bei ner 500er dein Budget fuer einen Monat weg. Fuer die Haftpflicht laesst du dir am besten ein Angebot von einer Versicherung erstellen. Aber selbst wenn du da billig mit 100 Euro davon kaemst, waeren weitere 3 Monatsbudgets weg.

Die Schutzkleidung muss je nach Kilometerleistung auch erneuert werden. Schuhe und Handschuhe fuer je um die 70 Euro halten bei mir ca. 2 Jahre. Wieder 2 Monatsbudgets weg. Viele meinen, durch's Selberschrauben (Wartung, Kleinreparaturen) Geld zu sparen, aber hast du das Werkzeug, den Platz (eigene Garage?) und die Faehigkeiten dazu? Auch deine Arbeitszeit ist Geld wert, du koenntest dich in der Zeit zum Beispiel weiterbilden um auf lange Sicht deine Einkommenssituation zu verbessern.

Last but not least die Betriebskosten. Sagen wir du verbrauchst 5l/100km fuer 1,40Euro/l und der Spritpreis kann auch mal wieder steigen. Macht 7 Cent je Kilometer. Vielleicht noch mal 5 Cent fuer Wartungen, Reparaturen, Ersatzteile. Macht 12 Cent je Kilometer, bei mir ist es doppelt so viel, ist aber auch ne leistungsstarke Maschine. Die ganzen oben genannten Kosten ignorierend koennte man mit 35 Euro geteilt durch 0,12 Euro/km also knapp 300km im Monat fahren. Damit wuerde ich weder auch nur eine Woche lang zur Arbeit kommen noch auch nur einen Tagesausflug am Wochenende machen koennen.

Meiner Meinung nach ist das monatliche Budget viel zu knapp.

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Kurzstrecken fahre ich je nach Laune im Sommer auch mal barfuss mit Sonnenbrille. Das sind dann so 2...3km durch den Ort bis zum Supermarkt oder zur Tankstelle. Auf einer Tagestour habe ich 100...200 mal so weit die Gelegenheit, mich hinzupacken, und auf der Kurzstrecke bummel ich ja auch nur vor mich hin. Extra dafuer aus Angst ein Auto oder Fahrrad kaufen kaeme fuer mich nicht in Frage und als Fussgaenger trage ich ja auch keine Schutzkleidung.

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Am wichtigsten ist, dass der 1. Gang ueberhaupt bis Tempo 100 reicht. Punkt 2 ist, es muss genug Leistung da sein. Und das ist der Knackpunkt, man kann nur begrenzt Leistung auf die Strasse uebertragen, danach dreht das Hinterrad durch oder das Motorrad faellt nach hinten um. In der 0-100 Wertung koennen also die 1000er gar nicht ihre volle Leistung ausspielen, das kommt erst wieder bei hoeheren Geschwindigkeiten zum Tragen.

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Die meisten fahren einfach im falschen Gang. Ein leistungsstarkes Motorrad hat ihre Nennleistung nur beim Nennmoment. Faehrt man drei Gaenge zu hoch, bei halber Drehzah hat man auch nur noch einen Bruchteil der Leistung, weit weniger als die Haelfte, weil auch das Drehmoment absinkt. Dann wird man natuerlich von einem nominell schwaecheren, aber im richtigen Gang bewegten Bike ausbeschleunigt. Im richtigen Gang ist es dann nur noch eine Frage des Verhaeltnisses von Leistung zu Masse.

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Ganz viele sagen, fuer sie sind 70PS eine gute Zahl. Noch mal einige ziehen bei 100PS die Grenze des Nutzbaren. Bei meiner mit ihren 280kg merke ich schon manchmal, dass die 170PS in bestimmten Situationen etwas mager sind und wuerde mir 200PS wuenschen.

Mit dem Motorrad 200+ fahren ist auch nicht viel anders als mit dem Auto, etwas windiger halt, aber sicher nicht lebensmuede, und mit der Verkehrsdichte hat man auch kein Problem - man muss ja nicht grade den Muenchener Stadtring als Referenz nehmen.

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Ich bin ja selbst 2 Jahre lang eine Varadero mit 170kg und 15PS mit kurzem Kettenkit und Hoechstgeschwindigkeit 107km/h gefahren.

So weit war das ok, aber wenn man mal jemanden mitnehmen, nen Berg hoch fahren und im normalen Verkehr bis 120km/h mitschwimmen will, auch Kurzstrecken fuehren bisweilen aus der Stadt raus, sollten es schon 20...30PS sein.

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Ich fahre selbst so einen Sporttourer mit 170PS. zuunaechst muss man sagen, dass sie mit ihren 280kg eher das Leistungsgewicht einer 600er Sportler hat, was sich grade bei hoeheren Geschwindigkeiten bemerkbar macht. Natuerlich "braucht" man das nicht, man kaeme auch mit 30PS ueberall hin. aber beim Beschleunigen, z. B. Ueberholen auf der Landstrasse, nutze ich die Leistung im 2. Gang voll aus. Dadurch kann man in luecken ueberholen, die sonst zu klein waeren. Grade mit einer Tourer faehrt man auch eher mal auf der Autobahn und dort nutze ich die Leistung um 250km/h zu fahren.

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Natürlich sinnvoll. So kann man sich sehr gut an die eigene Schräglagengrenze herantasten (und ggf. an die der Maschine), ohne ein all zu großes Risiko einzugehen. Außerdem ist der Kreisel schnell abgefahren um die Streckenbeschaffenheit und ihren Verschmutzungsgrad zu überprüfen, es lauern also keine Überraschungen. Verboten ist es auch nicht.

Klar nimmt man einen Kreisel, in dem wenig los ist. Wenn man einem Polizeiauto begegnet, folgt man dessen Insassen Empfehlung, doch wenigstens den Kreisel zu verlassen wenn man sie das nächste mal herannahen sieht und für die andere Richtung das nahegelegene Autobahnkreuz zu benutzen. Natürlich hab ich damals sofort angehalten, den Helm abgesetzt und freundlich gegrüßt. Wenn man sich wie ein Arsch benimmt, packt auch die Rennleitung gern mal Unsinns-Paragraphen aus.

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