Äh, warum fahren wir eigentlich mit Motorrädern statt mit Rollern durch die Strassen, obwohl es mit nem Roller viel stressfreier und günstiger ist?

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15 Antworten

Ich hatte von 1998 bis 2015 einen Gilera Runner 180 fxr im Einsatz.

In der "Kinderpause" musste der für alles herhalten: Alltag und Tagestouren zwischen 400-750km. 4x Großglockner, Gerlos/Zillertal/Achenpaß, Wildalpen/Mariazell, Nockalm, Passau-Gardasee und solche Sachen eben auch. So hatte der Runner beim Verkauf 55.000km auf der Uhr und läuft heute noch prima (mit der ersten Laufgarnitur...).

Zu Tigerzeiten wurde der Runner zum reinen Stadtfahrzeug degradiert, in den beiden ersten Jahren mit der KTM dann kamen von einem TÜV- Termin zum nächsten nur noch 400km zusammen. Da entschloss ich mich zur Trennung.

Mein Bekannter hat noch viel Freude mit dem Roller.

Aber ein kleiner, wendiger Einzylinder hat dann doch mehr, sogar in der Stadt.

Bei einem schweren, im Stadtverkehr unhandlicheren Eisenhaufen wie der Tiger, einer GS oder all den anderen Monster, Gixxer &Co. würde ich einem kleinen Roller mit solch "Schmackes" (20PS bei 115kg Fahrzeuggewicht) wie dem Runner jederzeit wieder einen Platz als Zweit- Zweirad in der Garage einräumen.


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Kommentar von Jayjay12
30.11.2016, 07:20

Servus Stephan,

du bist einer der erfahrensten Motorrad- und Rollerfahrer, den ich je kennengelernt habe. Angesichts der hochgradigen Kompetenzen, die du auf den unterschiedlichsten motorisierten Zweirädern seit der Jugendzeit bis heute erworben hast, bin ich manchmal fast sprachlos ;-)

Die Beschreibungen deiner Touren in der Passauer Gegend sowie die reichhaltigen zigtausend Fahrtkilometer in den angrenzenden Alpen Austria's und Italien's sind so lesenswert und gut formuliert, dass es mich jedesmal in den Fingern juckt, alsbald eure Gegend mit einem geländegängigen Touren-Motorrad auszukundschaften.

Wappne dich also, denn das könnte tatsächlich mal passieren^^

Bei dir tritt ein auf eine völlig natürliche Weise die Fähigkeit hinzu, der Natur, den Menschen und auch Motorrädern und Rollern eine Wertschätzung entgegenzubringen, die sich nur in x Jahren der intensiven Beschäftigung damit bilden und entwickeln kann.

Auf einer Plattform wie dieser ist Wertschätzung bei gleichzeitiger Bescheidenheit und einem geschüttelten Mass an Humor und Aufrichtigkeit ein äußerst seltenes "Gewächs"_- ja fast schon ein mittleres Phänomen.

Was anderen Menschen ein Bockspringen ohne Ende abverlangen würde, das schaffst du scheinbar mühelos wie beim Schalten einer Kupplung vom 1. bis zum 5. Gang: mein Kompliment für einen Klasse Kerl und Motorradfahrer: du stellst meiner Ansicht nach eine echte Bereicherung für unsere Community dar, Spider bzw. Stephan!

Viele Grüße nach Passau

Jan ;-)

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Salue Jayjay

Der Roller ist halt etwas mehr "Nutzfahrzeug". Die Beine sind besser vor dem Spritzwasser geschützt, die kleinen Räder machen den Roller im Stadtverkehr wendiger. Dafür fällt die Stabilität weg, die der Knieschluss und die grösseren Räder dem Motorradfahrer bieten.

Allerdings machte man Anfangs der 1950er Jahre diesen klaren Unterschied zwischen Roller und Motorrad noch nicht. Als Piaggio seine Vespa per Patent schützen liess, beschrieb man das Ding als "vollverschaltes Motorrad" mit einem tragenden Blechkastenrahmen.

Entsprechend gab es immer wieder Versuche, die Vorteile des Rollers mit den denjenigen eines Motorrades zu kombinieren.

Einen solchen "Versuch" habe ich in meiner Sammlung. Die Schweizer Firma AMAG (heute VW Importeur) baute ab 1952 das abgebildete AMI-Motorrad. Es wurde später in Lizenz bei den Achilles Werken in Wilhelmshaven unter den Namen "Achilles 175 Sport Roller weitergebaut.

Die 9.5 PS mit dem 175er Sachs Motor verliehen dem Ding die Fahrleistungen eines damaligen Motorrads (die Vespa hatte nur 3. 1/4 PS).

Allerdings, der Verkauf floppte  und die Achilles Werkes schlossen ihre Tore.

Die Geschmäcker sind ja verschieden. etwas kurios sieht das Ding ja schon aus.  Immerhin war die Achilles das erste Motorrad, welches in "Altgold Hammerschlag", einer Metalisé-Lackierung ab Werk angeboten wurde.

Es grüsst Euch

Tellensohn  

 - (von wegen Lederklamotten, Freiheit statt Drehmoment)
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Kommentar von Jayjay12
27.11.2016, 02:09

Ca va bien, tellensohn?

Kompliment: deine Beiträge samt wunderschöner Bildbeigaben sind schon Extraklasse, Biker!

Mit dem Helm zum Gruß

Jayjay

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Wohne jetzt nicht mehr in der Stadt, aber auch hier fahre ich kurze Strecken lieber mit dem Fahrrad. Warum ist Roller fahren stressfreier? Warum braucht man auf Rollern keine Sicherheitskleidung?

Gruß Rainer

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Kommentar von Jayjay12
26.11.2016, 17:14

Stimme mit deinem Beitrag und der eingestreuten Frage bei gleichzeitiger Kritik völllig überein, Floyd / Rainer!

Kann nur wiedergeben, was ich während der einjährigen beruflichen Reha in Bad Cannstatt beim Bahnfahren mit nem VVS-Jahresticket bis Mitte Juni 2016 an Bahnhöfen, Park- & Rides und allem Drumrum so festgestellt habe...auch, wenn Warten auf oft verspätete Busse den Blick für Rollerfahrer/-innen schärfen, die ihre Kisten dort häufig abstellen, bevor sie zur U- oder S-Bahn gehen.

Da stellen auch viele Anzugträger im feinen Zwirn den Roller ab und klettern im Business-Look nach Feierabend wieder auf die Mühle,,,mit Helm, na klar...dafür ganz häufig ohne Schutzkleidung oder Handschuhe!

Viele Jungs, vor allem jedoch Mädels und jüngere Frauen, von denen zumindest etliche eine schicke Motorradjacke an gehabt haben. Wird logischerweise jetzt während der kalten Jahreszeit anders ausschauen, aber sobald es Frühling wird, könnte meine Beobachtung wieder auf dem berühmten Vormarsch sein.

Nichts für Ungut, sage ich bloss, wie 100-fach erlebt.

VG Jan

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Im Nahbereich fahr ich nen Roller. zur Post, Bank, Supermarkt, Dönerbude.

Auf größeren Strecken und bei Geschwindigkeiten über 50 ist der aber gar nimmer so stressfrei. Und irgendwann (relativ bald) stößt dann die  Performance eines Roller an ihre Grenzen.

Es gibt zwar auch starke Tourenroller (bis 78PS), aber die haben dann nicht mehr die Vorteile eines Cityrollers,  richtige Motorräder sind sie aber auch ned, Nix halbs, nix ganzes.  

PS in den Themen steht "Easygoing in Jeans"
Das kannste auch aufm Motorrad haben. Oder denkst du dein A..... schleift sich weniger weg wenn du von einem Roller fällst?

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Kommentar von Jayjay12
25.11.2016, 22:33

Hm, die Großroller sind heutzutage auch verflixt schnell unterwegs, kein Vergleich mit denen von früher.

Aber bei meiner Frage beziehe ich mich tatsächlich auf die ganz gewöhnlichen Marken und Modelle, die bei uns dauernd im Strassenbild der Städte und Gemeinden auftauchen...und reihenweise bei den R&R-Parkplätzen für Räder und Roller deponiert werden. Sind in der Regel 50 Kubik oder 50 bis maximal 150 Kubik-Roller.

Was heißt schon gewöhnlich? Die Nachfrage nach diesen Modellen ist sehr hoch, also bleibt die Technik dafür nie stehen...es wäre dumm und betriebswirtschaftlicher Blödsinn, diese Baureihen nicht ebenfalls ständig weiter voran zu bringen.

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Kommentar von Jayjay12
25.11.2016, 22:35

Natürlich nicht. Unterm Strich würden auch die Rollerfahrer von den bestmöglichen Bekleidungen profitieren, aber die sagen sich halt: bei Tempo 50 hab ich doch sowas nicht nötig: ein Schuss, der leicht nach hinten los gehen kann!

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JJ, jetzt hast du mich aber schwer getroffen. Allein der Gedanke an so ein Fahrzeugplazebo jagt mir kalte Schauer über den Rücken. Wenn ich an einen Roller denke, dann erscheint vor meinem geistigen Auge ein Vespa Roller aus den 60er - 70ern mit einem Fuchsschwanz an einer Antenne, Sturzbügeln und einem Karabiner für die Einkaufstasche - gruselig !!

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Kommentar von Jayjay12
27.11.2016, 02:12

Moin Helmut, dann solls so sein ;)

Manchmal muss man wachrütteln _ und sich dann beizeiten vom Acker machen... :-))

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Ich nehme lieber das Fahrrad. Stehe zum Brötchenholen oft morgens in der Garage und kann mich nicht zwischen Motorrad und Fahrrad entscheiden. Bis meine Frau anruft und fragt wo die Brötchen bleiben. Deswegen gewinnt meist das Motorrad. Ein Roller ist das überflüssigste Vehikel überhaupt. 

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Kommentar von Jayjay12
27.11.2016, 20:30

Sagst du. Weil du es dir leisten kannst, so zu denken. Wenn kein Mopped da ist und die Kohle für was Gescheites fehlt, ist ein Roller vielleicht die Rettung, wer weiss das schon?

PS: was mich befremdet, ist die latent im Raum stehende "Gasansammlung" wie etwa bei nem Luftballon, die von einer harmlosen Frage ausgelöst werden kann..ts

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Gegenfrage:

»Äh, warum fahren wir eigentlich mit Motorrädern statt mit PKW durch die Strassen, obwohl es mit nem PKW viel stressfreier und günstiger ist?«

Und vor schlechtem Wetter ist man auch besser geschützt, man kann einen Backofen einpacken und nicht nur einen kleinen Stapel Fertigpizzen ins Topcase legen. Außerdem wird man nicht so schnell übersehen und hat sogar noch eine Knautschzone um sich herum. Und Airbags. Und Gurtstraffer. Und überhaupt: Gurte!

Spricht also alles für den PKW. ;)

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Kommentar von Jayjay12
26.11.2016, 06:25

Stiimmt auffallend 'lustig lächel'. Aber da ich mich seit gestern darin übe, blonde Fragen zu stellen, gebe ich die Frageampel gern an dich weiter, Martin ;-)9

Damit darfst du jetzt die nächste Frage diese Art stellen...ich lasse dir ern den Vortrtt. Gruss Jan

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Kommentar von Jayjay12
27.11.2016, 02:02

Erhebe Einspruch:

PKW's sollen günstiger als Motorräder sein? Worauf stützt sich diese (natürlich nicht ganz ernst gemeinte) Aussage, gaskutscher?

Sehe ich genau umgekehrt.

Und noch "umgekehrter" möchte ich das Verbilligungsargument den Rollern gegenüber aussprechen, denn die haben gegenüber den Motorrädern glasklar die Nase vorn!

PS: ist nur meine bescheidene Ansicht, aber ich bitte um Gegenargumente ;-P

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Was soll am Roller stressfreier sein? Unangenehmere Sitzposition, instabileres Fahrverhalten, seltsames Soggefühl bei "höheren" Geschwindigkeiten, bei den kleinen schwachen Dingern ständig Sorgen ob man beim Überholen überhaupt vorbei kommt... Nein nein, stressfreier ist eindeutig das Motorrad. Und wenn ich's billig haben will, dann kann ich mir ja auch eine MSX 125 holen statt eines Rollers.

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Motorrad: mehr Leistung, mehr Stabilität, grössere Schräglagen, mehr Geschwindigkeit, mehr Kick. 5:0 für das Motorrad.

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Kommentar von Jayjay12
26.11.2016, 17:24

Schon, nur wenn du es auf den innerstädtischen Verkehr beziehst, passt die Aussage nur in Maaßen, Uli.

Wer braucht bitte Schräglage bei Tempo 50 in der Stadt?

Geschwindigkeit und Leistung? Dito!

Kick? Vergiss es...bis du dich in die bikerklamotte geschmissen hast und die Riemchen orn'tlich am (rasierten) Kinn befestigt ist (ob in Doppel-D oder per Klett oder wie auch immer), ist die nette Rollerfahrerin aus deiner Nachbarschaft längst dort, wo sie hinwollte!

Mach dir das bewusst, fritzdacat.

....und die junge Lady ist pfiffig gekleidet und streift ihr Jäckchen wie auch den Jet- oder Integralhelm ab, schüttelt die Mähne aus und betritt das Büro oder den Laden, in dem sie arbeitet.

Ready for business....

...während du dich noch durch die Rush-hour bewegst oder nach nem Parkplatz Ausschau hältst.

So seh' ich das

....und du? weisst du jetzt, wovon die Rede ist??

LG JJ ;)

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Weil ich nicht Motorrad fahre, um von a nach b zu kommen. Mir geht es dabei um das Fahrgefühl. Für mich liegen zwischen Motorrad und Roller in dieser Hinsicht Welten. 

Fazit:

Der Roller ist dazu da, um von a nach b zu kommen.

Motorrad fährt man um des Fahrens Willen.

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Kommentar von Jayjay12
26.11.2016, 17:39

Jou - geht mir ähnlich: Es geht nichts übers Motorradfahren!!

Gruß Jayjay

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Jedes Land hat so seine Vorlieben.

In Frankreich und Italien werden mehr Roller als Motorräder verkauft und auch der französische Präsident fährt Roller :-)

In vielen Ländern Asien wird fast nur Roller gefahren oder Hyprid-Roller wie Underbones. Hubraumstarke Motorräder sieht man in solchen Ländern selten.

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Kommentar von Jayjay12
26.11.2016, 17:59

Kann ich nur bestätigen.

Gruß JJ

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Kommentar von Bonny2
27.11.2016, 00:10

Wo er Recht hat, hat er recht. Komm, bekommst von mir dafür
auch einen "Daumen hoch". Meine ich sogar ehrlich. Da bin ich fair,
egal was ich sonst über Dich denke. ;-) Bonny

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Ganz einfach: Weil ich ein Motorrad und kein Roller fahren will.

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Kommentar von Jayjay12
26.11.2016, 17:25

Logo. Fahre ja auch keinen ;-)

dennoch: ab und an iisses ein impuls, der kommt und geht^^

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Weil Motorradfahren einfach viel mehr FUN macht? ;)

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Kommentar von Jayjay12
01.12.2016, 18:16

Unterschrieben...solange ich Motorrad fahre und sonst nichts ;D

Mit Veto....wenn ich auch mit nem Roller (was der Himmel verhüten möge^^)..dereinst rumbrettern sollte...hmpf...unschuldig grins ;-P

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Weil ein hobby auch mal unvernünftig sein kann

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Kommentar von Jayjay12
27.11.2016, 12:40

geschenkt. Solange auch anderen Leuten bei ihrem jeweiligen Hobby gestattet wird, ebenso "unvernünftig" wie man selber zu sein.

Ist das dummerweise nicht so, dann stimmt was nicht.

Denke bitte die eigenen Gedanken zu Ende, haudegen. Und dasselbe gilt für alle Biker, die dir klammheimlich nen DH verliehen haben.

Nichts für ungut, Genossen...

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Tscha, das ist mal ne #frage ;) wärrn wir in bella Italia, wärs glatt umgekehrt, weil  da fast alle mit'nen Rollers unterwegs sind. Trifft sihc alles abends zum Klönen, die Kumpels fahren auch alle so'n Dingens. Na und die Mä-dels erst ) wollen doch wissen wie di é Jungs ausschaun von wegen Integralhelm und Mopedkombi und so Zeug. Aussen Klamotten schälen ide sich bloss wenns denn man zur Sache geht ;-) Stundenlang in so ne Kombi quetshen, wozu das denn?

So'ne Vespa ist hübsch unkompliziert und dju brauchst dihc nicht verkleiden. Kaum zischst du am Marktplatz vorbei, begrüssen dich alle, und irgend nen Mädel setzt sih bei dir hinten drauf und dann gehts ab - ins VErgnügen ;ö

Stressfrei? Immer. Und cool isses auch - machen ja alle. was wilst'n dort mit nem Motorrad - angeben vielleichtß. Pfff, da kriegen die das Gähnen. Is doch viel schöner, wenn der typ mit dem Töff sommerlich & cool daherkommt. Das macht die Grils richtig scharf.

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