Worauf kommt es beim 0 auf 100 - Spurt an ?

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5 Antworten

Am wichtigsten ist, dass der 1. Gang ueberhaupt bis Tempo 100 reicht. Punkt 2 ist, es muss genug Leistung da sein. Und das ist der Knackpunkt, man kann nur begrenzt Leistung auf die Strasse uebertragen, danach dreht das Hinterrad durch oder das Motorrad faellt nach hinten um. In der 0-100 Wertung koennen also die 1000er gar nicht ihre volle Leistung ausspielen, das kommt erst wieder bei hoeheren Geschwindigkeiten zum Tragen.

Servus! Grob gesagt, musst du beim optimalen Beschleunigen so starten/fahren, dass die Antriebsräder gerade noch nicht durchdrehen. Um das zu schaffen, musst du bei Tempo Null noch kaum Leistung, aber doch so viel Zugkraft/Drehmoment aufbringen um nicht durchzudrehen.Die gleiche Zugkraft/Drehmoment an den Antriebsreifen (knapp vorm Durchdrehen) musst du weiterhin bei steigender Geschwindigkeit einbringen. Dadurch benötigst du immer mehr Leistung, bei konstantem Drehmoment/Zugkraft.

Um das zu bewerkstelligen, steht dir der Motor, Drehzahl, Drosselklappenstellung und (ausser beim Automatikgetriebe) die Reibscheibenkupplung zur Verfügung.

Du musst in einem homogenen Ablauf das Gas (geben) und die Kupplung (kommen zu lassen) so dosieren, dass obengenannte Bedingungen erfüllt werden. Wenn das Fahrzeug stark genug ist, bringst du eine optimale Beschleunigung im theoretischen Wert von knapp 3 Sekunden bis 100 km/h hin. Konkret: Drehzahl im Leerlauf auf Nenndrehzahl, mittels gefühlvollen Einkuppeln die Drehzahl am Rutschlimit des Antriebstrangs erhöhen, zugleich die Gasgriffstellung erhöhen. Dazu brauchst du gute Reifen, guten Grip am Asphalt, viel Gefühl, obwohl so ein Start eine brutale Aktion fürs Material und Maschine ist. Das Vorderrad soll bei dieser Aktion gerade nicht aufsteigen. Mit einem Allradfahrzeug geht sowas doch leichter. Das Getriebe sollte auch so ausgelegt sein, dass du im gewünschten Bereich so wenig wie möglich schalten musst. Bei den Superbikes geht der erste Gang ohnhin deutlich über 100 km/h.

Für jemanden, der sowas gut beherrscht, haben die 1000er zu viel Leistung, welche man in diesem Tempobereich nicht auf die Strasse bringt, darum sind die 600er nicht weit weg von den 1000er Werten.

Um gut zu beschleunigen brauchst du ein Mindestmaß an Leistung, über die Drehzahl wird (rechnerisch) das Drehmoment errechnet (oder umgekehrt). Leistung (Watt) = Zugkraft(N) * Umfangsgeschwindigkeit (der Reifenaufstandsfläche)

Hei, das Problem bei der ganzen Geschichte - egal wieviel PS oder Drehmoment,ist, dass man diese Kraft auf die Strasse (Hinterrad) bringt oder vermeiden sollte, dass das Mopped steigt. Wenn Du genug Übung hast und Dein Mopped genau kennst wie es sich verhält, dann kannst Du auch mit einer kleineren Maschine (weniger PS oder Drehzahl) ein grösseres Mopped abhängen. greetz BULLY

Und der große Vorteil der kreischenden Vierzylinder ist, dass sie nicht schalten müssen bis 100. Bei anderen Motorrädern wie z.b. Einzylindern verliert man beim schalten dann einige Millisek.!

Hi Eazyrider !

Das habe ich mich auch schon einige Male gefragt. Ich glaube, es hängt vor allem am Drehvermögen der Motoren ( Also nicht Drehmoment ), da wie du schon gesagt hast die neuen 600er fast schon mit den 1000ern ( auf dem Datenblatt ) mithalten können. Sicherlich müssen die 600er wie irre schalten, aber rein technisch liegen sie fast gleich auf. Nicht zu vergessen : Die Leistung, also die PS, die bei den jeweiligen Umdrehungen freigesetzt werden.

Also : Drehvermögen + PS = Schneller Spurt !

Oder : Drehmoment + Hubraum = Schneller Spurt !

Meiner Meinung nach gibt es nur die 2 Möglichkeiten, oder eben beides zusammen :-) Was es leider selten gibt. Deswegen können 600er mit vielleicht 65 NM mit 1000ern mit vielleicht 120 NM mithalten.

greetz, kesha

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