Frage von Volldepp, 157

Motorrad 3 Jahre lang täglich fahren?

Hey, ich starte bald meine Ausbildung, diese ist 35km weit entfernt, also nicht gerade ein Katzensprung...

Ich habe mir überlegt nächstes Jahr, wenn ich 18 bin, den A2 Führerschein zu machen um dann mit einem Motorrad jeden Tag zur Arbeit zu fahren, ausser es ist Glatt oder es liegt Schnee. Klar, keine Traumlösung, aber ein bezahlbare Option, denn Geld für ein Auto mit Sprit, Versicherung und co. ist nicht da...

Nun ist meine Frage ob diese Vision, die in meinem Kopf schwirrt überhaupt möglich ist? Werde ich als Fahranfänger Unfallfrei jeden Tag 70km fahren können und was kostet eine Maschine, die nicht nach einen Monat dauernutzung den Geist aufgibt? Ich meine Glätte geschweige denn Schnee ist in meiner Gegend an ca 15 Tagen, der rest halt nur kälte, da gegen kann man sich ja kleiden, oder?

Freue mich auf Antworten, mfg. D.

Antwort
von mausekatz, 55

Warum sollte das ein Problem sein? Ich fahre seit 35 Jahren unfallfrei. Für die kalte Jahreszeit kauf dir gute Klamotten. Goretex sollte es ebenfalls sein, denn wenn Regen plötzlich einsetzt, kann es gut passieren, dass  du schon völlig durchnässt bist, bis du Gelegenheit findest, irgendwo anzuhalten um die Regensachen anzuziehen.

Ich fahre auch regelmäßig mit dem Fahrrad  die 30km zur Arbeit. Und das mit 52 Jahren... Sollte also für dich auch kein Problem sein, wenn das Mopped mal nicht will...

Antwort
von MopedTunerAT, 112

Bei ausreichender Wartung sollte das kein Problem sein, auch sollte das Motorrad wenn möglich nicht zu viele Kilometer beim Kauf drauf haben.

Ich rechne mal aus. 

35*2 = 70 km p. Tag

70*(365-15) = 70*30 = 24500 km p. Jahr

24500*3 = 73500 km/3 Jahre

Das heißt du wirst alleine mit den Arbeitsweg in dieser Zeit cirka 74000 km auf was Moped bringen. Wenn wir auch noch Tagestouren, Einkaufsfahrten etc. dazu rechnen werden es wohl zwischen 80000 und 90000 km werden.

Rechnen wir noch ca. 30000 km dazu, welche das Moped beim Kauf haben wird, dann sin wir bei insgesamt ca. 120000 km.

Bei dieser km-Leistung empfehlen sich hauptsächlich Sporttourer, Reiseenduros und Naked Bikes, im Internet kannst du dich ja mal belesen, was dir so gefällt und welche Schwächen diese Mopeds so aufweisen.

In meinen Augen tauglich wären: Honda Varadero 1000, Honda Transalp 650, Honda Africa Twin, Yamaha TDM 850, amaha FZS 600 (die 95PS Version), Suzuki SV 650, Suzuki Bandit 650,Suzuki GSX-F 750, Yamaha XJ6 und der gleichen.

Solltest halt auf eine nicht zu hohe Literleistung achten, darunter verstehe ich max. ca. 150PS/L, auch wenn z.B die Yamaha FZS 600 ine Literleistung von über 165 PS hat.

Wie gesagt, wichtig ist eine seeehr gute Wartung, aber mit 2-3 größeren Reperaturausgaben wirst du in dieser Zeit rechnen müssen.

Solche Maschinen kriegt man ab ca. 2000,- bei geringer km-Leistung und Scheckheftgepflegt ca. 2500.


Kleidung ab ca. 800,- vllt mehr wenn du eben eine Wintertaugliche Kleidung willst.


Kommentar von fritzdacat ,

70*(365-15) = 70*30 = 24500 km p. Jahr

Aha. Arbeitet ihr in Ö. auch Samstag+Sonntag?

 

Kommentar von MopedTunerAT ,

Ich glaube nicht, dass er am Wochenende nicht auch fahren wird, und genau deswegen habe ich die zusatzberechnung mit den Tagestouren usw. auch so klein gehalten.

Kommentar von fritzdacat ,

so so. Besonders im Herbst und Winter wird er das sicher begeistert durchhalten ;)

Kommentar von MopedTunerAT ,

Ich weiß zwar nicht wo er wohnt, aber bei uns ist zumindest der Herbst kein Problem. Bis mitte Dezember an die 15°C. ^^

Kommentar von fritzdacat ,

na ja, er scheint ja recht pflichtbewusst zu sein LOL

Kommentar von MopedTunerAT ,

Jop aber ich geb dir ja recht, am WE wird er wahrscheinlich eh nicht die ganzen 140km fahren. ^^

Kommentar von fritzdacat ,

wahrscheinlich nur 139 ;)

Antwort
von ZweiradMicha, 45

Würde dir auch empfehlen dir zunächst ein Auto zuzulegen, um Erfahrung im Straßenverkehr zu sammeln. Für den Anfang ist es einfach sicherer. Du musst ja nicht nur Glatteis berücksichtigen, sondern auch, je nach Strecke, Laub oder auch mal Starkregen. Für Fahranfänger können dies schon mal knifflige Situationen werden.

Wie würdest du eigentlich an den Tagen mit Glatteis zur Arbeit kommen wollen? 

Kommentar von Volldepp ,

Da Glatteistage doch nicht sehr oft vorkommen, vllt im Jahr 20-30 Tage, werde ich dort die 2 Stunden Bahn hin und 2 Stunden Bahn zurück in kauf nehmen.

Antwort
von pawlo, 114

Möglich ist es natürlich, aber empfehlenswert ist es nicht. Es wäre besser, erst mal mit einem Auto Erfahrung im Straßenverkehr zu sammeln. Anfangs macht jeder mal Fehler, und beim Auto sind die Konsequenzen aus den Fehlern wesentlich geringer. Motorradfahren ist auch fahrerisch anspruchsvoller und man muss noch viel mehr auf den Verkehr achten, weil man auch unverschuldete Unfälle vermeiden muss.

Was die Kosten angeht, da würde ich mindestens Pi mal Daumen 2000.- für das Motorrad und 1000.- für Kleidung, Zubehör und Werkzeug einkalkulieren.

Antwort
von Nachbrenner, 44

Servus Volldepp

Als erstes würde ich ein Fahrrad vorschlagen, hällt fit und schlank, außerdem lernst Du 35km besser kennen.

4/ 5 Std Bahnfahrt, äh da kommst du Nürnberg - Hannover weit, es sei bei dir fährt noch die König Ludwig Bahn (1835 Nürnberg - Fürth)

Als zweites schlage ich dir einen 150ccm Roller vor, noch ein Windschild dran und schon sind wir im Jahre 1950. Damals ist man so zur Arbeit gefahren.

Als drittes ein Pferdl, das muss man nicht verschrotten, das kann man aufessen.

Grüßle

Antwort
von haudegen, 77

Machen kann man das schon nur ist es nicht ratsam. Ein mopped braucht auch sprit ( verbrauch ähnlich dem eines autos), ein mopped braucht auch neue reifen, kette etc. Sobald du ein paar mal im regen gefahren bist, wirst du dir ein dach überm kopf wünschen, mal ganz abgesehn von besseren transportmöglichkeiten ( einkaufen, freunde), dann hast du irgendwann nicht immer lust die klamotten anzuziehen. Was meinst du warum das auto das motorrad als bevorzugtes fahrzeug abgelöst hat? Früher konnten die leute sich nur ein motorrad leisten, bis autos bezahlbar wurden, und dann ist das Motorrad zum hobbygerät "verkommem"

Antwort
von rolandnatze, 29

die meisten Biker´, die 50.000 Km Fahrpraxis oder mehr haben, haben auch mal als Anfänger begonnen. Für mich wärs bei Kälte nix, aber machbar ist es, Thermounterwäsche.

Wichtig ist, das du deinem Fahrlehrer nicht sagst: so billig wie möglich......

Antwort
von fritzdacat, 87

Kauf dir lieber ein Auto, "Volldepp" (zitiere nur den Nick, keine Beleidung beabsichtigt).

Kommentar von Volldepp ,

Wenn es nur so einfach wäre. :D Allein der Sprit würde pro monat etwa 300-350 Euro kosten, dazu kommt dann Verschleiß, Steuern, Versicherung... Als Azubi nicht tragbar..

Kommentar von Kaheiro ,

Das Moped braucht auch Sprit,Steuern und Versicherung auch,dazu kommen noch Wartungskosten und Verschleiß mit dazu.Mopedfahren ist keine billige Angelegenheit.Günstig wäre ein 50ccm Roller,nur wird dann der Weg zur Arbeitsstelle länger dauern

Kommentar von Volldepp ,

Die alte Karre, die ich mir mit 2500 Euro leisten kann wird wahrscheinlich 10 L verbrauchen und die verschleißteile werden doppelt so teuer sein wie das Auto, mal abgesehen von der Versicherung für Fahranfänger (Auch wenn ich ein paar % von meiner Mutter bekomme)... Und das heißt im Klartext: Kein Motorrad dann 3 Jahre lang Täglich 4-5 Stunden Bahnfahren - nicht der Hit.

Kommentar von pawlo ,

Mit einem sparsamen Kleinwagen wie einem Lupo oder Polo hast Du kaum höhere Kosten als mit einem Motorrad, und der Praxisnutzen ist wesentlich höher. Wenn Du beim Motorrad bleiben möchtest, wäre einer viertakt-125er zu empfehlen, die sind in der Versicherung und vom Spritverbrauch her günstig, eine 50er ist für so lange Strecken nichts.

Kommentar von deralte ,

Die 125er sind in der Versicherung sauteuer. Es ist wohl auch klar, warum...

Antwort
von rolandnatze, 16

deine Bahn braucht 4-5 Stunden für 70 Km ?

ist das ne Märklinbahn ??

Kommentar von Volldepp ,

Ich wohne in einen Dorf, die Bahnstrecke fährt erst in eine große Stadt, in der entgegengesetzten Richtung. Von dort muss ich umsteigen und wieder in die andere richtung Fahren, dann mit den Bus ins Industriegebiet. Dazu kann man nochmal 30 Minuten Fußmarsch zum Bahnhof mitrechnen.

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