Max. Drehmoment=geringster Verbrauch auch bei Sportlern?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Ich will aus dem Thema keine Theoriestunde machen, aber ganz ehrlich, es kommt immer auf den verwendeten Motor und das dazugehörige Fahrwerk an. Die Verkleidung trägt beim Motorrad einen ebenso wichtigen Teil zur Verbrauchsminderung dazu, wie die Karosserie des Auto´s.

Vor einiger Zeit hab ich einen Wagen gehabt, der einen extrem lange übersetzen letzten Gang hatte. Man sollte annehmen, das durch eine Lange Übersetzung die Drehzahl vermindert, und der Verbauch gering gehalten wird. Dem ist aber nicht so.

Ich will mich jetzt nicht mit fremden Federn schmücken, aber zusammengefasst ergeben meine Erkenntnisse ziemlich genau das wieder, was in folgendem Text drin steht:

http://axel.berger-odenthal.de/work/Sudel/Motor.htm

Viel Spaß beim Lesen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von user5432
24.02.2015, 23:17

Und wenn man den allerneuesten Erkenntnissen trauen darf, dann sollte sich der Verbrauch in etwa so vermindern:

http://www.neues-fahren.de/neues-fahren/fahrtipp_drehzahlen.htm

Diese Theorie ist natürlich nicht auf den Motorradmotor übertragbar!

Denn es spielen eben viele Faktoren eine Rolle, und der Größte Spritverschwender ist der Fahrzeugbediener ;-)

Allerdings wird der Spritverbrauch zum Beispiel enorm durch den Einsatz von Drive By Wire minimiert. Die "Ungeschickten Gasstösse" werden da teilweise minimiert, aber nicht eliminiert!

1

Das wirst Du deinem Möppi doch nicht antuen, DeBiker

Nutz das Drehmoment in den oberen Gängen oder wenn Du den HR abrubbeln willst. Bei meiner Wumme, XJR 1300 RP10, habe ich beim Bummeln, 5. Gang – 70 k/mh gleichmäßige Fahrt (ruhige Gashand) den geringsten Verbrauch, nämlich < 5L. fahre ich mit 6.500U/min, dem höchsten Drehmoment, 7L, dito bei 4.400 / 100k/mh. Bei Vollgas ist das Ansauggurgeln im Tank nicht zu überhören.

Nu ist die Wumme EU immissionsmäßig auf 98 – geduldet 106 PS gedrosselt und liegt beim Verbrauch gegenüber der offenen Version mit 136 PS um rund einen Liter höher.

Wenn Du die Leistung nicht benötigst, vergiss den Drehmoment-Berg, den benötigst Du beim Beschleunigen oder im obersten Gang, dauerhaft. Da wirst Du mit deinem Joghurtbecher aber schon recht flott unterwegs sein, denn das höchste Drehmoment und die Spitzenleistung liegen recht nah beieinander. Bei mir erreicht das höchste Drehmoment bei 70% der Drehzahl vor der maximalen Leistung. Offen läge es bei 60%. Da ich gerne durch die Alpen bummle, langt mir die Wumme so wie sie ist.

Fahr mal eine definierte Strecke, z.B.300km mit 130k/mh (Richtgeschwindigkeit) und dann die gleiche Strecke noch einmal im höchsten Drehmoment, dann weissters gwies.

Grüßle

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei einem Auto ist das in der Tat so, aber bei einem Motorrad mit Drehmomentgipfel bei 12.000-15.000 Umdrehungen pro Minute bezweifel ich das etwas. Der Motor spart dort Sprit, da der Wirkungsgrad dort am höchsten ist. Beim Motorrad sollte man folglich auf das Verhältnis Wirkungsgradverbesserung/Mehrverbrauch achten, denn bei Autos liegt die Drehzahldifferenz bei max. 3000 U/min, beim Motorrad u.U. bei 10.000 U/min. Somit hast du also 3x soviele Zündungen pro Minute, was ja auch mehr Berbrauch bedeutet.

Bin also am Zweifeln, müsste man ausprobieren. Schädlicher für den Motor ist es wahrscheinlich auch noch.

Gruß Paul

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DeBiker
24.02.2015, 15:50

Danke

1

wenig drehzahl = wenig verbrauch .  ganz einfach .  bei einer 600er um die 4000 u min .  so wie beim benzin pkw 1500 bis 2500 .  man muss nicht in dem bereich fahren wo das drehmoment am höchsten ist .  macht man beim pkw ja auch nicht .  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo DeBiker,

also ich kann dir das technisch nicht doll erklären wie die anderen, daher lass ich es besser einfach sein. Doch, ich habe ein Motorrad mit einer Anzeige für den Momentanverbrauch. Da man bekannter Maßen und verständlicher Weise am Anfang (Maschine frisch gekauft) alles bissel ausprobieren will, bin auch mal mit der Anzeige gefahren und kann dir daher sagen, dass "Max. Drehmoment nicht gleich geringster Verbrauch" ist.

Bei mir liegt der geringste Verbrauch in einem niedrigeren Drehzahlbereich.

Aber mal ganz ehrlich ;-) es ist mir egal, wie viel sie schluckt. Fahre zur Zeit zwar ein äußerst sparsames Motorrad, was durchaus seine Vorteile hat lach doch... meine letzte begnügte sich nicht mit 4,7 Liter, die gönnte sich auch locker mal 9+ Liter ... egal, sie war jeden ml wert. Bei einem Motorrad kann man, so denke ich, nur bereits bei der Auswahl der Maschine auf den Spritverbrauch achten, also danach gehen, was sie grundsätzlich braucht, wenn man sie hat.... ist's zu spät. Denk doch nur mal an eine Landstraße mit mäßigem Gegenverkehr und einigen LKW's vor dir, wenn du vorbei magst, dann reißt die Kiste auf und schon ist sämtliches Sprit sparen im Eimer ähhhhhh Topf.....

Gruß - Mankalita

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von fritzdacat
24.02.2015, 18:14

ganz genau, man sieht am Bordcomputer was durchläuft und schaltet sehr schnell wieder hoch, das Experiment dauert also etwa 20 Sekunden.

2

Hallo DeBiker,

ich finde deine Frtagestellung interessant: ausserdem machst du dir eigene Gedanken dazu - und recherchierst in Foren: ein grosser Daumen Hoch für dich - mach weiter so! :-)

Weiss ja nicht, was für eine Maschine du selbst bewegst...- und wie lange denn schon? Kommt zum Frühjahr die erste volle Motorradsaison auf dich zu? Jedenfalls gute Fahrt auf deinem Arbeitsweg und auch sonst beim Erfahrungensammeln wünscht dir Jayjay12

Zu deiner Frage:

Am eigenen Beispiel wird es deutlich, da du von "gedachten" 100 km/h im 2. oder 3. Gang sprichst, nicht wahr? Eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern ist nicht eben wenig...es sei denn, wir nehmen eine Zahl zwischen 200 bis 300 km/h als Vergleichsbeispiel: dann schaut die Geschichte natürlich anders aus :-P

100 km/h im 2. Gang treibt den Motor zum Wahnsinn - und dich als Fahrer auch! Es hört sich falsch und schrill an - und bekommt niemandem, auch dem Getriebe nicht! Der Verbrauch an Sprit wäre hier noch das kleinere Übel!

Du wirst selbst wissen, ab wann es gut und sinnvoll ist, in den 3., 4.,5. und last but not least in den 6. Gang zu schalten. Es schont den Motor, die Kupplung, das Getriebe, die vielen Zahnrädchen und die ganze Abstimmung von Motor und verbauter Mechanik inklusive der Verbrennung.

Beim Auto wird es deutlicher: Je schneller jemand mit dem "Vierrad-Vehikel" irgendwo längs brettert, umso höher ist der Verbrauch an Kraftstoff. Die Tankanzeige beweist diese Behauptung nachhaltig. Würde derjenige in einem Dauertempo von 80 - 100 km/h auf der Autobahn etwa längsdüsen, so wäre bei diesem Tempo etwa der niedrigste Verbrauch des Wagens bzw. des Motors gewährleistet.

Beim Motorrad ist es durch ein generell anderes Drehzahlband nicht vergleichbar, aber dennoch insoweit, als dass der Spritverbrauch beim jeweiligen Motorrad im zügigen !Vorwärtsgang" am niedrigsten ist: bei einer SuMo ist das logischerweise ein anderer Wert als meinetwegen bei einer 400 ccm-Viertaktmaschine oder ner 600-er Enduro.

Bei V-max, d.h. bei der maximalen Geschwindigkeit ist der Verbrauch an Kraftstoff sehr hoch im Vergleich zum zügigen Fahren ohne das Ziel einer grossartig zunehmenden Beschleunigung. Ich hoffe, es kommt halbwegs verständlich rüber^^ Gruss JJ

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TheHoonigan
24.02.2015, 17:51

Zum Auto: Der BMW meines Opas verbraucht bei 150-160 km/h weniger als bei 80-100 km/h -> hat auch was mit Wirkungsgrad nahe des Drehmomentgipfels zu tun. Deshalb ist meistens auch 130 km/h als Reisegeschwindigkeit angegeben.

2

Nach meiner Einschätzung (ich bin kein Motorentechniker) hat ein Ottomotor (allgemein laienhaft als "Benziner" bezeichnet), bei maximalem Drehmoment den besten Wirkungsgrad, da die zugeführte Energie in Form von Kraftstoff in diesem Leistungsbereich die meiste abgeführte Energie in Form von Drehmoment an der Kurbelwelle liefert.

Wikungsgrad = zugeführte Energie / abgegebene Energie

Je höher der Wirkungsgrad, desto besser wird die zugeführte Energie genutzt.

Der Wirkungsgrad sagt aber nicht aus, dass dann auch am wenigsten Kraftstoff verbraucht wird.

Die durchschnittliche Verbrauchsmenge rechnet man dagegen ja meist auf eine Strecke beispielsweise in X Liter / 100 km hoch.

Betrachtet man im Stand den Momentanverbrauch ist er unstrittig im Standgas niedriger als bei Volllast.

Betrachtet man den Verbrauch auf 100km hochgerechnet, so ist dieser natürlich von der zurückgelegten Wegstrecke und der Drehzahl des Motors abhängig.

Beispiel:

Kann ich über 100km wegen hoher Verkehrsdichte nur sehr langsam fahren, habe ich trotz niedriger Drehzahl einen hohen Durchschnittsverbrauch.

Fahre ich die 100km durchgängig mit 80 km / h im größten Gang, habe ich einen sehr niedrigen Durchschnittsverbrauch.

Fahre ich die 100 km mit Höchstgeschwindigkeit im höchsten Gang, habe ich einen sehr hohen Durchschnittsverbrauch.

Beim Durchschnittsverbrauch spielen also drei Faktoren mit:

  • Wegstrecke
  • Geschwindigkeit
  • Zeit
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DeBiker
24.02.2015, 15:53

Tja ich denke da hilft wohl nur ausprobieren sobald die Saison wieder anfängt :-P. Nutze mein Bike größtenteils für den Weg zur Arbeit und zurück, da hat mich das halt mal interessiert.

3

Servus DeBiker,

fahre eine Guzzi 1200 Sport aus 2008, im Landstraßenbetrieb braucht mein Mopped im 5. Gang definitiv weniger Sprit als im 6. bei gleichen Bedingungen und Tempo. Habe das jetzt über ca. 9000 Km getestet. Immer das selbe Ergebnis ca. 0,5 - 0,7 Liter/100 Km weniger.

Gruß Bobtail

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?