Kann man das Stürzen üben?

4 Antworten

Als Stundmann schon. Dort ist es geplant und berechnet. Der Stundmann ist darauf vorbereitet. Bei einem Sturz, der unvorhergesehen ist und der Ablauf in Sekunden geschied, bezweifle ich, dass jemand so schnell und überlegt reagieren kann. Gruß Bonny

Ich halte das für unmöglich, weil es keine 2 Stürze gibt, die genau gleich ablaufen. Hilfreich ist nur eine gute körperliche Konstitution und mentales Training um falsche Reaktionen zu vermeiden. Z.B. ist es falsch, unbedingt auf der Maschine bleiben zu wollen (provoziert Highsider und sorgt dafür, daß man nur langsam an Geschwindigkeit verliert - man fliegt weiter und die Aufprallgeschwindigkeit ist höher). Immer weg von der Maschine, Hände vom Lenker und sehen, daß die Maschine vor dem Fahrer bleibt. Ansonsten hilft nur Glück oder ein Schutzengel.

Was man braucht, ist entweder eine lange Flugstrecke, damit man sich lange genug überlegen kann, wie man aufkommen möchte oder ein vorhersehbarer Sturz aus geringer Geschwindigkeit, damit's nicht so weh tut. Scherz bei Seite: Sicherlich ist es hilfreich, auch ohne Motorrad Stur-/Fallzübungen zu trainieren, damit der Körper im Ernstfall quasi automatisch richtig reagiert. Hierfür können mit Sicherheit verschiedene Sportarten hilfreich sein (z. B. Kampfsportarten, Klettern, Gymnastik ...) Ob es dann tatsächlich ausgereicht hat, Dich vor schwereren Schäden zu bewahren, kannst Du nur im Nachhinein beurteilen. Schaden kann ein Sturztraining jedenfalls nicht. Es hilft dir zumindest, über die Schrecksekunde hinweg, in der Dein Körper beim Sturz verkrampft. Also, immer schön locker bleiben.

Zum Nachdenken, nach meinem Unfall am Samstag?

Am Samstag war ich mit einigen Freunden auf einer Tour. Vor Potsdam mussten wir an einer Baustellenampel halten. Ein Bekannter stand neben mir bei Rot an der Ampel. Die Anderen konnten noch durchfahren. Wir beide schafften es nicht weil wir von einem "dicken BMW" massiv attackiert wurden. Ich standen schon mit beiden Beinen auf dem Boden und wollte mich umdrehen um zu sehen wo der BMW abgeblieben ist. Ich drehte mich um und schlug dabei den Lenker voll ein. Leider war die Fahrbahn etwas schräg und das Motorrad kam ins kippen. 270 kg plus mein "Übergewicht" konnte ich nicht mehr halten. Also kippte ich um und schlug mit dem Kopf auf das Pflaster.

Direkt ein Auto vor mir standen zwei Harley- Fahrer. Die hatten es voll mitbekommen (sahen es im Rückspiegel, habe ich gesehen). Drehten sich nicht mal um. Das waren keine "Rocker", sondern Sonntags-Harley-Fahrer (beziehe ich auf die Kleidung und dem gepflegten Zustand der Harleys). Dummerweise hat sich die Sonnenbrille in die Nase gedrückt und es kam zu einem tiefen Riss. Ich blutet "wie Sau" im Gesicht". Mein Kumpel und ich stellten mit viel Anstrengung das Motorrad wieder auf die Reifen. Kein Autofahrer (mindestens 20 Autos) stieg aus und half uns. Als erster hinter mir der BMW mit dem Idioten. Das ich im Gesicht stark blutete war nicht zu übersehen.

Natürlich ist das "unterlassene Hilfeleistung" aber in dem Moment denkt man nicht darüber nach um sich die Kennzeichen zu merken. Meine Sorge bezog sich ausnahmslos um mein Motorrad. Mein Bekannter sorgte sich um mich. Die Nase notdürftig "verpflastert", Motorrad fahrbereit gemacht (sprang nicht an. Defekter Schalter überbrückt und den def. Kupplungshebel "angewackelt") dann den Anderen hinterher. Die warteten schon und wollten zurückfahren um zu sehen wo wir bleiben.

Alles kein Problem. Ersatzteil ist bestellt. Der Arzt (war am Montag zum Arzt gefahren) hat festgestellt, dass ich entgegen vieler Meinungen doch noch ein Gehirn habe, das aber "erschüttert" ist (Grins). Die Narbe an der Nase behalte ich als "Kampfspuren" (falls jemand fragt) und die geprellten Rippen verheilen auch bald.

Was mich aufregt sind nicht die rücksichtlosen Autofahrer, sondern die Motorradfahrer, die nicht mal nachgefragt haben ob man helfen könnte. Die düsteren Zukunftsvisionen einiger Autoren kommen immer näher. Gruß Bonny

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Darf man in der Stadt rechts überholen?

Komme gerade von einem Kurztripp zurück. War in einer anderen Stadt und ich fuhr auf einer zweispurigen Straße, wo 50 km/h erlaubt ist. Ich fuhr auf der linken Straßenseite und vor mir schlich eine junge Frau mit ca. 40 km/h. Ich kam ihr immer näher und entschloß mich sie rechts zu überholen. Ich machte schon einen Schlenker und fuhr rechts ran. Plötzlich fuhr sie auch auf die rechten Straßenseite. Das ging plötzlich so schnell, daß ich glaube ich fahre ihr drauf. Ein Reflex brachte mich dazu sofort in die Bremse zu gehen und mein Vorderrad blockierte für einen Moment, da ich mit der Bonneville mein ABS habe. Rechtzeitig blieb ich hinter ihr ohne sie zu berühren. Ich dachte schon ich falle, habe aber die Maschine noch fangen können. Ich fuhr dann an ihr links vorbei und sah wie sie die Scheibe runter machte und sich entschuldigte. Da zum Glück nichts passiert ist fuhr ich einfach weiter. Wer wäre Schuld gewesen, wenn ich ihr drauf gefahren wäre? Gelernt habe ich, wer drauffährt ist Schuld. Aber in dem Fall hätte sie doch ein überholendes Fahrzeug behindert, oder? Vor Schreck hab ich mir jetzt drei Kugeln Eis gegönnt und meiner Frau auch eins mitgebracht. Die Kugel kostet im Vergleich zum Vorjahr nun 10% mehr. Er hat von 1€ auf 1,10€ die Preise angehoben. Dafür sind die Kugeln rießig und das Eis lecker, so daß die Nachfrage groß ist.

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Kann ich falsch lernen? (Anfänger)

Guten Morgen zusammen,

ich lese seit geraumer Zeit hier und da etwas mit im Forum, aber das ist jetzt mein erster Beitrag mit einer Frage, die mir unter den Nägeln brennt. Ich hoffe Ihr könnt mir da einen Tipp geben...

Zugegeben, die Frage mag einige von Euch verwirren aber ich möchte mich kurz erklären.

Ich habe vor 8 Jahren meinen Führerschein gemacht und bin seitdem nie gefahren, weil mir die finanziellen Mittel fehlten. Jetzt habe ich mir endlich was Fahrbares besorgt. Ich denke die Situation ist deshalb etwas speziell, weil ich so gut wie alles aus der Fahrschule vergessen habe und trotzdem nicht gut fahren kann.

Ich fahre jetzt seit einigen Wochen, aber bin noch sehr unsicher. Vor allem sobald die Situationen etwas stressig werden, oder die Kurvenlage verzwickter...

Lange Rede kurzer Sinn: Ich lese immer "üben, üben, üben". Und das ist es auch was ich machen möchte... Nur würde ich gern wissen ob es nicht evtl. gefährlich werden kann zu üben, ohne das fundierte Wissen der Fahrschule im Hinterkopf zu haben....?!

Nachher bringe ich mir selbst irgendwelchen Quatsch bei, den ich nicht mehr 'rauskriege... Wie seht Ihr das?

In dem Zusammenhang vielleicht noch die Frage; wie gut sollte ich sein, damit mir ein Fahrsicherheitstraining wirklich einen Mehrwert gibt? Ist es auch für blutige Anfänger (wie mich) sinnvoll, oder sollte man ein gewisses Maß an Selbstsicherheit mitbringen?

Ich danke schon mal jedem, der sich in meine banalen Gedankengänge herein denkt und wünsche einen schönen, sonnigen Tag.

Gruß, Mumpitz

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Wie geht ihr mit stürzen um?

Ich hab mal eine eher persönliche Frage: wie geht ihr mit stürzen um? Habt ihr daran zu knabbern oder verschwendet ihr keine gedanken daran? Ich will einfach mal eim paar andere meinungen hören als von den leuten aus meiner unmittelbaren umgebung, die eigentlich alle nichts mit motorrädern zu tun haben und deshalb eigentlich nichts dazu sagen können. Noch kurz zum hintergrund: vor 3 jahren hatt mir ein auto die vorfahrt genommen und ich bin mit 80 in die motorhaube. Folge war langer kranlenhausaufenthalt und lange rollstuhl( 2 monate). Gestern bin ich selbst verschuldet gestürzt, und jetzt erinnert man sich wieder wie schmertzhaft und gefährlich sowas sein kann, aber nichts desto trotz sind motorräder meine leidenschaft. Also nochmal die frage; wie geht ihr mit sowas um? Danke im vorraus. Felix.

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Hattet ihr schonmal Probleme mit Rostbefall en Eurem Bike?

was kann man dagegen tun.. bei mir ist der auspuff und teile der rastenanlage befallen.

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