Kann man das Stürzen üben?

4 Antworten

Als Stundmann schon. Dort ist es geplant und berechnet. Der Stundmann ist darauf vorbereitet. Bei einem Sturz, der unvorhergesehen ist und der Ablauf in Sekunden geschied, bezweifle ich, dass jemand so schnell und überlegt reagieren kann. Gruß Bonny

Ich halte das für unmöglich, weil es keine 2 Stürze gibt, die genau gleich ablaufen. Hilfreich ist nur eine gute körperliche Konstitution und mentales Training um falsche Reaktionen zu vermeiden. Z.B. ist es falsch, unbedingt auf der Maschine bleiben zu wollen (provoziert Highsider und sorgt dafür, daß man nur langsam an Geschwindigkeit verliert - man fliegt weiter und die Aufprallgeschwindigkeit ist höher). Immer weg von der Maschine, Hände vom Lenker und sehen, daß die Maschine vor dem Fahrer bleibt. Ansonsten hilft nur Glück oder ein Schutzengel.

Was man braucht, ist entweder eine lange Flugstrecke, damit man sich lange genug überlegen kann, wie man aufkommen möchte oder ein vorhersehbarer Sturz aus geringer Geschwindigkeit, damit's nicht so weh tut. Scherz bei Seite: Sicherlich ist es hilfreich, auch ohne Motorrad Stur-/Fallzübungen zu trainieren, damit der Körper im Ernstfall quasi automatisch richtig reagiert. Hierfür können mit Sicherheit verschiedene Sportarten hilfreich sein (z. B. Kampfsportarten, Klettern, Gymnastik ...) Ob es dann tatsächlich ausgereicht hat, Dich vor schwereren Schäden zu bewahren, kannst Du nur im Nachhinein beurteilen. Schaden kann ein Sturztraining jedenfalls nicht. Es hilft dir zumindest, über die Schrecksekunde hinweg, in der Dein Körper beim Sturz verkrampft. Also, immer schön locker bleiben.

Fahrschule wechseln?

Hallo,

ich bin 45 J., weiblich und habe vor einiger Zeit mit dem Motorradführerschein begonnen. Meine Fahrschule ist ein 1 Mann Unternehmen. Abgesehen davon, dass ich einen gehörigen Respekt vor den Maschinen habe, bin ich bisher noch nie etwas größeres als Fahrrad gefahren. Nun ist es so, dass ich immer wieder noch das Motorrad abwürge, beim Anfahren an Ampeln und eine wenn auch nur leichte Steigung vorliegt. Das schlimme ist:, mein Fahrlehrer ergeht sich dann in Tiraden, in welche er sich dann regelrecht reinsteigert. Ich bin eine Gefahr für andere, so wird das nie was, er überlege, ob er mich weiter unterrichten soll - das sind die häufigsten Dinge, die ich zu hören bekomme. Ich brauche wohl wesentlich mehr Zeit, die habe und nutze ich. Aber inzwischen habe ich mehr Angst vor den verbalen Äußerungen, die mir entgegen geschleudert werden, als vor dem Fahren. Selbst ein "Blinker aus" hört sich an als sagte er "du dusselige Kuh". Habe auch schon überlegt mal mit einem Bekannten auf einem Übungsplatz diese Schwachstellen zu üben. Wäre das sinnvoll? Inzwischen bin ich kurz davor alles hinzuschmeißen. Ich kann mit Kritik umgehen, aber nicht wenn ich auf dem Bock sitze und schon regelrecht auf die nächste Attacke warte. Übermorgen soll ich wieder fahren und habe jetzt schon Panik vor Fehlern die ich dann um die Ohren gehauen bekomme. Was tun? Die Fahrschule wechseln?

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