Helm runtergefallen....was nun?

4 Antworten

Entweder nicht mehr auf den E-Starter drücken oder bevor du das machst, vorher den Helm aufziehen. Dann fällt er wahrscheinlich nicht mehr runter.

Ob ein Helm Schaden genommen hat oder nicht, kann allenfalls der Hersteller beurteilen indem er den Helm prüft. Du könntest diesen also einschicken, was aber in Summe teurer ist, als sich gleich einen neuen Scott350 zu kaufen. Preislich sind die mit weit unter 100€ eh billiger Preisramsch in meinen Augen und dein Kopf sollte es Dir mehr wert sein.

Erstmal danke für die vielen Antworten, doch ist dieser Helm wircklich so schlecht wie hier beschrieben? Was wäre denn eine (möglichst preiswerte) Alternative? Da bei mir der TÜV vor der Tür steht wird die Neuanschaffung zwar noch etwas auf sich warten, aber es wäre toll paar Alternativen im Blick zu haben. Optisch sollte der Helm jedoch zu einer Supermoto passen.

(Tut mir leid falls einige meiner Aussagen naiv klingen, aber ich habe in Sachen Motorrad fahren nicht sehr viel Erfahrung und bin für alle Tipps dankbar.)

Du wirst bei einem Helm der "neueren Bauart" auch kaum Risse erkennen. Diese "Mär" des geplatzten Helm, die sich noch immer hält, ist nicht mehr aktuell.

Bei den alten Helmen aus PVC gab es eine Alterung, die je nach Sonneneinstrahlung sogar nach zwei Jahren ihre Sicherheit verloren hat.

Die modernen Helme sind aus ABS oder ähnlichem Kunststoff. Das ist das gleiche Material, das als Stoßstangen bei den Autos verwendet wird. Hat man da einen kleinen "Anstoß", erneuert man ja auch nicht gleich die Stoßstange.

Sind äußerlich keine Beschädigungen zu erkennen, benutze ihn weiter. Wenn ein Helm nicht mal einen kleinen "Runterfaller" aushält, taugt er nichts. Wenn jedes Mal ein 300-Euro Helm beim zu Boden fallen von der Sitzbank gleich entsorgt wird, dann wird das Motorrad fahren sicher zu teuer. Die Helmpreise übersteigen dann nach zwei Jahren den Neupreis einen Motorrades.  

Die Aussage ist zwar auch meine Meinung, entstand aber nach einem Gespräch mit einem "Motorrad-Fahrer-Kollegen", der im "Material-Prüfungsamt" hier in Berlin arbeitet. Er hatte auch Helme beruflich getestet und gab dieses Wissen inoffiziell weiter. Liegt zwar schon einige Jahre zurück, aber die Helme sind wohl nicht schlechter geworden. Sollte ein Helm von schlechter Qualität sein, würde es den Verkauf mindern. Das ist nicht im Sinne des Herstellers.

Nur mal zur Info: Ich hatte vor Jahren einen schweren Unfall auf der Autobahn. Unter Anderem bin ich mit dem Kopf gegen die Halte-Verstrebung der Leitplanken gestoßen. Mein Helm hatte keine deutsche Prüfnummer, war aber ein Motorradhelm aus Amerika von "Römer". Eine Einschlagkerbe ist zu sehen. Der Helm hängt seit dem an der Wand, weil er mit auf jeden Fall das Leben gerettet hatte. Der ist aus ABS und sieht wie ein "Stahlhelm" aus. Den hatte ich nur mal als Spaß an dem Tage aufgesetzt. Normalerweise fahre ich mit einem "normalen" Jethelm.  Gruß Bonny

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Einspruch! ABS und PVC sind Thermoplaste (der besagte Helm ist aus Polycarbonat gefertigt, ebenfalls ein Thermoplast) und diese Kunststoffe sind nicht zu bevorzugen, weil sie aushärten/verspröden. Es ist auch schnurzegal, ob die Außenseite der Schale lackiert ist oder nicht, der Helmkunststoff diffundiert durch die unlackierte Innenseite der Schale.

Moderne, sichere Helme sind aus Duroplasten gefertigt (z.B. GFK, CFK).

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Wie straff muss ein guter Helm sitzen, wie viel Bewegungsmöglichkeit durch Druck gegen die Polster ist sicherheitstechnisch in Ordnung?

Zwar gibt es zu dieser Frage viele Antworten im Netz, allerdings sind diese aus meiner Sicht sehr schwammig, a la "der Helm darf bei Bewegung nicht verrutschen, "man darf den angezogenen Helm nicht verdrehen können". Je nachdem wie ruckartig die Bewegung ist, haben auch fest sitzende Helme durch zusammendrücken der Polster immer ein bißchen Bewegung. Aber wie viel ist sicherheitstechnisch in Ordnung?

Konkret: Ich habe einen Kopfumfang von 58cm und habe schon den ein oder anderen Helm anprobiert, wobei Größe L immer sehr eng saß, meine Backen ein gutes Stück zusammendrückte und mir Probleme bereitete meine Brille noch unterzubringen. Nun hat mir ein guter Freund einen nagelneuen Held Travelchamp Klapphelm in Größe L angeboten (er hatte ihn zunächst für sich gekauft und dann bei einem deutlich teureren noch ein Schnäppchen gemacht). Der Helm sitzt angenehmer als alle anderen Helme die ich bisher probiert habe. Alle Polster liegen direkt an, drücken aber nicht. Heißt das nun aber, dass ich in dem Helm weniger Sicherheit habe als bei denen in denen ich Hamsterbacken kriege? Was ich auch feststelle: Wenn ich z.B. mit beiden Händen mit viel Kraft gegen die Kinnpartie des Helmes schräg nach oben drücke, dann kann ich den Helm durch zusammendrücken von Postern so weit zu mir drücken, das mein Kinn das Kinnteil berührt. Ist das normal und ein genau so gelagerter Druck bei einem Unfall unwahrscheinlich?

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