Batterie platt - überbrückt - geladen - geht nicht?

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6 Antworten

Hallo Hans 0400

Nur um das klar zustellen, verbummelt hast Du das, nicht dein Freund und 5 Ampere eine Stunde lang ist nicht der Ladestrom, sondern die Kapazität (Ah), das kann kaum ein Ladegerät, siehe die vorher vom Lichtmachmann beschriebene Ohmsche Regel von U = I x R. Dann wäre es sinnvoll, die „Batterie“ Akkumulator zu nennen, nicht dass Du tatsächlich eine Batterie erhältst, denn die kann man nicht laden.

Selbst ist der Mann. Besorg dir ein Ladegerät, ein Multimeter und Fachwissen, dann klappt das auch mit dem Akku.

Gruß Nachbrenner

Veto, was die Begriffsdefinition von Batterie / Akku angeht:

Eine Batterie im elektrochemischen Sinne ist eine Zusammenschaltung (meist Reihe) mehrerer galvanischer Zellen. Man kennt das (unbewußt) auch aus anderen Bereichen: z.B. beim Militär z.B Luftabwehr (viele Geschütze=1Batterie). Veralgemeinert - Batterie = zusammenwirken mehrerer kleiner Einheiten.

Ein Akku (oder auch Sekundärbatterie) ist eine wiederaufladbare Batterie.

Mithin ist eine Starterbatterie laut Definition im allgemeinen eine Batterie, im speziellen ein Akku.

Keiner von beiden Begriffen ist falsch - gebräuchlicher ist im allgemeinen der Begriff Batterie.

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Von 10 Blei-Batterien, die nach dem Winterschlaf falsch behandelt wurden, weil der Ladestrom beim Anladen zu hoch war, kann man im Durchschnitt 11 Blei-Batterien in die Tonne klopfen :-/

Nach dem Winter sind nach der Selbstentladung fast alle Bleiakkus mehr oder weniger sulfatiert. Das ist eine Oxidschicht, die sich auf die poröse Oberfläche der Bleiplatten ablegt, und so das nachladen erheblich erschwert.

Gut Ladegeräte mit entsprechender Ladekennlinie zum Entsulfatieren, Cräcken diese Schicht mit einer pulsierenden Ladespannung erst ab, so das die Bleiplatten wieder ihre volle Kapazität erreichen können, wenn sie vollständig geladen sind.

Schließt man die Batterie mit zu hohem Ladestrom an ein ungeeignetes Ladegerät, dann grillt man diese, und die Akkumulatorplatten wird dadurch erheblich geschädigt.

Dieser Vorgang ist irreversibel, so das die Bleiakkus anschliessend durch Plattenzerfall durch den am Boden angehäuften Bleischlamm irgend wann einen internen Kurzschluß produzieren. dann fällt die Bleibatterie von jetzt auf gleich komplett aus, weil durch den Zellenschluß eine oder mehrere Zellen keine Spannung mehr abgeben können.

Also geht man am besten sensibel mit Bleiakkus um.

Meine Autostarterbatterie ist mittlerweile 15 Jahre als, nur mal so am Rande erwähnt. Die hochwertige Yuasa Batterie in meinem Motorrad wird jetzt 6 Jahre :-)

Was das klacken angeht, das wird das unzureichend bestromte Anlassermagnetrelais sein, das um Hilfe winselt ;-)

sehr schöne Antwort, Klaus.

LG Wolfgang

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@Nachbrenner

Danke für die Blümchen :-)

Sind halt alles Erfahrungen, die man mit den Batterien so im Laufe der Schrauberei alle sammelt. Immer wieder muß ich aufklären, was falsch gemacht wurde. Manche sind allerdings renitent und machen diese Fehler immer wieder .........

Was könnte man alles schönes kaufen, müsste man die Batterie nicht ersetzen :-)

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Anmerkung zum Pulsen:

Was wird da gemacht? Phasenweise (zeitlich) wird der Ladestrom erhöht.

Wie wird das gemacht? Geregelte Ladegeräte regeln den Strom hoch, ungeregelte schalten auf eine andere Trafoeingangswindung. Warum macht man das? Das eigentliche Ziel ist, die Batteriespannung auf über 2,4V/Zelle (also über 14,4V bei einer 12V-Batterie) anzuheben, da ab dieserSpannung die Batterie zu gasen beginnt. Bei der Gasung wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt, der Sauerstoff bindet sich mit den Blei(oxid) in den Platten zu Blei(2)oxid, der Wasserstoff entweicht (und vermischt sich mit der Umgebungsluft-> hochexplosiv!) Beim Entweichen des Wasserstoffs wird die Säure in der Zelle durchmischt, und auch die Sulfatschicht (wenn vorhanden), die die Platten "überzieht" mechanisch aufgebrochen. Deshalb hilft das, Sulfatierung zu entfernen.

Das Laden mit hohem Strom (hier 5A) hat das gleiche zu Folge, nur dass das dann permanent geschieht. Solange dabei die Batterietemperatur nicht über 40-45 Grad C steigt, passiert der Batterie nichts.

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@Lichtmachman

Naja, ob wirklich jemand ein Ladegerät mit den von Dir beschriebenen Features besitzt, bezweifle ich.

Eher hat man die kleinen modernen Ladeerhaltungsgeräte, die auch verschiedene Kennlinien haben, die aber eher elektronisch emuliert werden, da in den Geräten gar kein Platz mehr, für jedweden Trafo ist,

Oder man hat Vater´s alten Batterielader, der aus einem Dicken Gehäuse und nichts ausser nem Trafo und ein paar Halbleiterbausteine drin bestehen, aber dann halt recht hohe Ladeströme ausgeben, und das dann noch mit einer ungeglätteten Halbwellenspannung, das man Seekrank wird :-)

Gut, die Ladegeräte l aden alle irgend wie die Batterie, aber ich persönlich bevorzuge eher einen Lader, der von mir gesagt bekommt, was er machen darf ........ Natürlich ist es ein Problem, wenn das Ladegerät keine Strombegrenzung hat, und die meisten Ladegeräte packen die von Dir angesprochene Ladespannung von 14,4 Volt erst gar nicht, was dann nur zur halbherzigen Ladung der Batterie führt.

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@user5432

Es gibt schon Ladegeräte, die das können. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich schon mal jemand ein CTEK 5.0 gekauft hat, ist auch recht hoch. Zumindest wenn man die Absatzzahlen so anguckt.

Zum "echten" Entsulfatieren muss das Ladegerät - meines Wissens - im optimalen Fall einen pulsierenden Strom von mind. 2,0 Ampere liefern.

Dies können o.g. CETEK und auch der Intellcharger von M&S. Andere sicher auch, ich kenne halt die beiden.

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@Spider

Hab mir mal das MANUAL von dem Teil angesehen.

Fazit:

Über die Verarbeitungsqualität etc. kann ich natürlich nichts sagen. Aber die (wahrscheinlich) angebotenen Kennlinien sind gut, da es sich um geregelte Kennlinien handelt. Die normalen sind IUa, beim Rekonditionierungsprogramm ists sogar IUIa. Eins finde ich nur nicht sinnvoll: Vorausgesetzt die Batterie ist ausgebaut, würde ich generell mit dem Rekonditionierungsprogramm laden, da hier die einzige Kennlinie gefahren wird, die die Batterie zu 100% voll lädt (2,63V/Zelle). Die anderen laden wie die Lichtmaschinennur bis 2,4V/Zelle, also bis knapp zur Gasungsspannung (=80%). Deshalb muss ggf. beim Rekonditionierungsprogramm destiliertes Wasser nachgefüllt werden.

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Wie bereits geschrieben - Batterie war tiefenentladen und damit sulfatiert, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon vor dem Laden kaputt.

Wenn das Ladegerät eine automatische Abschaltung hat, passiert folgendes:

Durch die Sulfatierung ist der Innenwiderstand der Batterie höher als normal. Das hat zur Folge, das 1.) die Batterie beim Laden sehr schnell zu gasen anfangen wird. 2.) Geht die Spannung der Batterie sehr schnell hoch (U=R*I). Da das Ladegerät anhand der Spannung den Ladezustand der Batterie bestimmt, "denkt" es zu früh, dass die Batterie voll ist und schaltet aus. Der hohe Ladestrom von 5A begünstigt das vorzeitige Abschalten, hat aber ansonsten keinen negativen Effekt Theoretisch... ...musst Du die Batterie längere Zeit Zwangsladen - also mit einem Ladegerät, das nicht automatisch abschaltet - oder mit einemLadegerät, dass eine Tiefenentladungs- /Entsulfatierungskennlinie fahren kann.

Praktisch... ...sind die Erfolgsaussichten sehr gering, darum: Hau wech das Ding - das wird nichts mehr. Starterbatterien sind extrem empfindlich, was Tiefenentladung angeht.

Wie der Gast es dir bereits auf humorvolle Weise vermittelt hat, ist der tiefenentladene Akku spätestens nach der 'Schocktherapie' vollends hinüber, hans0400. Kauf dir ne neue Batterie und gönne ihr eine Ladezeit von ca.10 Stunden per Mopedladegerät. Sollte es kein wartungs-freier Akku sein, dann wiederhole den Ladevorgang am besten alle 2 Monate. Gruss Jayjay

Ich hatte selbst kein Lader da und habs bei nem Freund abgegeben. Obwohl ich extra drauf hingewiesen habe, hat ers über Nacht drangelassen. Kann man davon ausgehen, dass grade desshalb die Batterie kaputt ist? Angeblich würde sich sein Ladegerät ausschalten, wenn voll.

Auf der Batterie steht 5 A eine Stunde lang.

Ansonsten is nix mehr zu machen? Spannung hat sie ja, Elektik funktioniert. Nur reicht der Strom jetzt nichtmal mehr für nen versuchten Start oder warum klackerts nur schnell?

Hat er da eine schnell Ladung gemacht ? Das kommt bei einer Batterie die tiefenentladen ist nicht gut an .

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Das ist halt so wenn eine Batterie tiefenentladen ist und die Batterie hat noch nicht die "volle" b.z.w. muß noch einmal richtig geladen werden. Wenn sie nur beim Starten " klackert " sie einfach zu wenig Spannung und es reicht da nicht um den Anlasser zum durch drehen zu bringen.

Wie alt ist den Überhaupt die Batterie ?

Was hast Du da überhaupt für eine Batterie eine normal, wo Du die Deckel noch auf schrauben kannst und da mit einen Säureheber die Batterie mal überprüfen. Bei einer anderen Batterie kannst Du bei einen guten Ladegerät auch den Zustand der Batterie am Ladegeräte ab lesen.

VG Frank

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