Wie kann ich nach einem schweren Unfall meine Eltern überzeugen dass ich wieder Motorrad fahren darf?

6 Antworten

Wenn du selbst deinen Unfall nicht verarbeiten kannst, dann nimm dir dazu fachliche Hilfe. Es gibt kein "Patentrezept" dafür. Jeder Unfall ist anders, jeder Mensch ist anders, jeder geht anders damit um. Solange du das aber nicht weitestgehend hast und dein Gefühl auf dem Motorrad noch kein wirklich gutes ist, gehörst du nicht auf ein Motorrad. Klingt hart, ist aber so.

Ich hatte auch einen schweren, unverschuldeten Unfall. Als ich nach der Not-Op aufgewacht bin, und in den folgenden, sehr schmerzvollen und harten Monaten mit einigen OP's hat sich mir nie die Frage gestellt, ob ich wieder fahren werde, nur "wann" und "wie".

Als es dann, nach 1 Jahr, das erste Mal wieder so weit war, konnte ich's kaum erwarten und bin mit noch mehr Freude auf's Motorrad gestiegen als vorher, weil ich am eigenen Leib erfahren musste, dass nichts, gar nichts selbstverständlich ist. Ich war einfach nur glücklich, dass ich's wieder kann.

Du scheinst noch recht jung zu sein, sonst müsstest du deine Eltern nicht "überzeugen". Das Problem hatte ich nicht, ich bin erwachsen und tu das was ich will und jeder stand auch glücklicher Weise hinter mir. Auch da gibt es kein "Patentrezept", deine Eltern und Familie lieben dich, hatten große Angst um dich und wollen dich nicht verlieren. Auch ihre Angst ist verständlich. Ihr müsst einfach miteinander sprechen. Ehrlich sein.

Gute 2 Jahre später hätte mich beinahe wieder ein bescheuerter Dosenfahrer umgefahren - als Fußgänger auf meinem Parkplatz als ich meine Einkäufe aus dem Kofferraum nahm, er ist mit sattem Tempo über den Gehweg ausgewichen, haben nur ca. 20 cm gefehlt.... ist außer dem Schrecken nichts passiert, aber... vor Fehler anderer ist man nie sicher. Die Alternative ist: nicht mehr vom Sofa aufstehen, aber dann, dann stirbt man vermutlich an nem Herzinfarkt...

Eine Garantie gibt es nicht im Leben! Wer die will, muss sich ne Waschmaschine kaufen...

Das mit der Waschmaschine ist gut,kannte ich noch nicht und werde es mir merken.

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@Mankalita2

Ich werde mal deine Gegend mit der Wünschelrute abgehe, nicht
dass der Deppen-Komet da runter gegangen ist. Übrigens hab ich meiner Dominator heute die Alpen gezeigt, macht Spaß die alte Dame :-)

Liebe Grüße

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@Nachbrenner

Ich glaub... das könnt' bei uns hier nicht schaden....

Hey schööööön! Wie ist die Schneelage in den Alpen??? Wir haben heute das Altmühltal unsicher gemacht :-)))

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@Mankalita2

Ich habe der alten Dame das Gestein von Unterallgäu aus gezeigt und überlege, sie mal der Probe wegen ins Kaunertal zu fahren. die Wumme kann das ja anstandslos. Die Wumme muss ich ohnehin mal ausführen. Werde mich vom Gerappel wieder auf seidenweichen Motor umstellen müssen und dass jenseits von 120 noch was zieht ;-)

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@Nachbrenner

Ahhh Allgäu :-))) da waren wir.... dies Jahr auch schon zwei mal... nach dem letzten Mal (Ostermontag), erkannte ich mein Moped nicht mehr, die gute war vielleicht eingesaut! Und nicht nur sie *lach*

Kauntertal... ist bei uns schon ne Weile her, wär auch mal wieder schön!

Hehehehe ja ja, bei der Wumme geht bei 120 noch bissel was ;-))) sonst... sonst wär's ja auch keine "Wumme" ;-)))

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Du könntest deinen Eltern anbieten, dir zu Anfang keinen Supersportler mehr zuzulegen, sondern ernst mal mit einen Naked Bike oder Sporttourer anzufangen.
Klingt blöd, da sie eh alle 48 PS haben, aber viele haben mehr Angst um das Kind wenn das Moped wie ein Superbike ausschaut.

Des weiteren könntest du Ihnen sagen, dass du dir ein Moped mit ABS oder anderen Hilfsmitteln zulegst, und immer Schutzkleidung trägst.

Wichtig wäre auch, nicht aufdringlich zu werden, sondern alles langsam zu äußern. Aber auch zu sagen, wie wichtig dir das Motorrad fahren ist.

Schwere Frage. Mein Sohn hatte auch einen Unfall (auf der Rennstrecke mit einer SuMo) und lag ein paar Tage auf der Intensivstation. Für ihn war klar, dass er weiter fahren will. Ich habe das auch, ehrlich gesagt, gehofft.

So unterschiedlich sind Eltern...

Ist Motorradfahren nur ein Suizidversuch bei dem man versucht die Schuld auf andere zu lenken?

Mir kommt die Galle hoch wenn ich immer wieder lese oder höre wie gefährlich Motorrad fahren ist. Fast immer nur von Leuten, die davon keine Ahnung haben. Mit solchen Äußerungen, besonders von "Moped- und Motorrad-Fahrern" schaden wir uns nur selber. Kein Wunder, dass wir solch ein "Ansehen" in der Allgemeinheit der "nicht motorisierten Zweiradfahren" haben.

Daher stimme ich zu, auch dass Motorradfahren verboten werden sollte und Motorräder unter das Waffengesetz fallen sollen.

Natürlich brauchen alle Motorradfahrer ärztlichen Hilfe, weil sie Suizid gefährdete und somit kranke Menschen sind. Es gibt auch keine älteren Motorradfahrer. Die werden nicht alt. Die sehen nur alt aus weil die Gesichter von dem Winddruck schneller altern. In der Liste der 10 gefährlichsten Sportarten (für Normalbürger) ist Motorrad fahren noch nicht mal aufgeführt.

Natürlich hat man keinen Schutz wie im Auto, aber trotzdem ist die Sterberate bei Autofahren und Radfahrern höher. Zu über 90% sind die Motorradfahrer an dem Unfall selber mit schuld. Zu schnell, zu riskant oder es wird nicht mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer gerechnet. Oft ist man in einem "Rauschzustand der Emotion", dass man die menschlichen Warnhinweise des Geistes einfach nicht wahrnimmt, die man sonst immer beachtet. In der Zeitung wird immer ausführlich von den Folgen eines Motorradunfalls berichtet. Von den Autounfällen nimmt kaum noch einer Notiz.

Ich habe öfter solche Diskussionen (Organspender, Selbstmörder u.s.w) im Bekanntenkreis. Alles von Leuten, die noch nie Motorrad über längere Zeit gefahren haben. Diejenige, die große schwere Maschinen fahren, fahren die so vorausschauend, dass Motorrad fahren eigentlich die sicherste Methode ist sich im Straßenverkehr zu bewegen. Man kann sich schneller aus der Gefahrenzone bringen, meist ist man wendiger und mit der geringeren Breite findet man öfter ein "Schlupfloch". Natürlich haben viele auch die Erfahrung gemacht, das man am falschen Ort zur falschen Zeit ist, aber das kann immer passieren, sogar im Bastelkeller im eigenen Haus.

Wir stellen uns ein Armutszeugnis aus, wenn wir selber erklären, dass Motorrad fahren extrem gefährlich ist, wir es aber trotzdem machen weil uns unser Leben und der Rest der Umwelt egal ist. --- Ich fahre seit 50 Jahren Motorrad, meist in der Großstadt Berlin, fuhr bis vor einiger Zeit einen sehr riskanten und oft unüberlegten Stil. Bis vor einiger Zeit fast täglich etliche Kilometer (jetzt weniger). Trotzdem halte ich Motorradfahren für sicher und keinesfalls "selbstmörderisch". Liegt an jedem selber. Natürlich sind die Verletzungen wegen der höheren Geschwindigkeit größer. Man fliegt weiter durch die Luft und der Aufprall ist selten ohne Verletzungen, aber wer springt vergleichsweise aus dem Fenster ohne Schutzkleidung? Da sollte mal einige darüber nachdenken wenn die hier auf einer Motorradplattform davon berichten wie gefährlich Motorrad fahren ist. Gruß Bonny

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