Wie genau nehmt ihr das mit dem Luftdruck?

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10 Antworten

Ich denke 0,2 bar Toleranz sind schon okay, wie meine Vorredner schon sagten. Wenn die Reifen leicht warm (paar Kilometer Stadt zur ersten Tanke etc.) sind ist das Messen kein Problem, der Unterschied ist nicht gravierend. Die Heizerfraktion lässt gerne speziell Hinten Luft ab (schon gerne von 2,9 auf 2,3 und weniger) um Walkbewegungen zu erhöhen. Der Reifen ist so schneller warm, bei Supersportreifen mit engem Temperaturfenster ist dies durchaus verständlich. Außerdem erhöht sich die Aufstandsfläche und somit der Grip beim rausbeschleunigen. Inwieweit das im normalen Straßenverkehr sinn macht sei dahingestellt, der Verschleiß er höht sich natürlich auch. Vorne merkt man wenig Luft durch indifferentes Lenk- und Kurvenverhalten (bin selbst nach der letzten Winterpause mit 2,0 anstatt 2,5 vorne gefaahren...ruckzuck aufgefüllt, ist ganz anderes Fahrgefühl). Also wie gesagt, wenn du nicht im Grenzbereich unterwegs bist ist ein bisschen weniger nicht schlimm. Natürlich vor großen Touren mit Gepäck und Sozia nochmal nachschauen und ggf. erhöhen.

Fahre immer einen etwas niedrigeren Luftdruck als vom Hersteller angegeben, man merkt am schwammig werdenden Vorderrad schnell, wenn es wirklich zu wenig ist, dann fülle ich immer nach..... wenn die Reifen warm sind etwa 0.2 bar mehr als kalt . Die digitalen Luftdruckgeräte sind meist sehr genau (meine Erfahrung), diese analogen Dinger (die die man dann immer wieder pfffffff frisch aufladen muss) sind zu ungenau (es sei denn, man kennt die Abweichung des Geräts weil Stammtankstelle).

Die Herstellerangaben sind auch sehr stark Modelabhängig. Ein Chopper wird immer einen niedrigeren Luftdruck haben wie ein Touren oder Sportmotorrad. Man sollte sich allerdings an die Herstelllerangaben halten. Nur mit den angegebenen Werten ist zum Beispiel auch die erforderliche Tragfähigkeit des Reifens bei Höchstgeschwindigkeit gesichert. Bei einem Chopper mit dem Druck höher zu gehen ist recht ungefährlich. Das Fahrverhalten wird dann zummen mit härter eingestellten Dämpfern ähnlich wie bei einer Tourenmaschine. Habe ich selber ausprobiert bei meiner VN 750 die ich vor Jahren mal hatte. Wenn du 0,2 bar zuwenig Druck auf einem Touren- Sportreifen hast, vermindert sich die Laufleistung um ca 20%. Weiterhin wenn noch mehr Druck fehlen sollte, ist die Erwärmung des Reifens so hoch, das das Gewebe Schaden nehmen kann. Das Reifen früher weniger Druck brauchten liegt einfach auch daran, das sich der Aufbau (Diagonalreifen zu Gürtelreifen) erheblich verändert hat. Zu wenig Luft kann auch bei strammer Kurvenfahrt duch die Überhitzung zu "schmieren" führen. Ich fahre alle 2 Wochen zur Tanke, die haben geeichte Messuhren und stelle den vorgeschiebenen Druck ein. Nach ca. 100 Km habe ich mal nachgemessen und es waren 0,2 - 0,3 bar mehr, was kein Problem darstellt.Ich verkaufe nun seit ca 30 Jahren Reifen, aber jeder soll es machen wie er möchte.

Ich hatte einmal zum neuen Reifen keinen Schlauch mehr bekommen und den alten nochmal benutzt.

Nie mehr! Der Luftdruck sank ständig, ich hatte also immer etwas zu viel (vorsorglich) drin, nach kurzer Zeit schon wieder zu wenig.

Die Lebensdauer dieses Reifens betrug nur die Hälfte.

Seitdem immer neuer Schlauch zum neuen Reifen und ständig Luftdruck kontrollieren (Tanke/Werkstatt ist 1km von Daheim, da paßt das noch mit der Temperatur der Reifen).

Dieses Thema ist wichtiger, als manche/r glaubt.

Zum Teil ist es sogar so, dass die Hersteller selber die Angaben zum Reifendruck korrigieren. Während früher oftmals 2.0/2.2Bar Betriebsdruck (vorne/hinten) angegeben wurde, ist heute oftmals 2.5/2.9 Bar Standard. Bei Bridgestone (BT45) ist bereits ein vorgeschlagener Luftdruck von 2.8 Bar vorne die Rede.

Ich persönlich schaue einfach, dass ich so innerhalb von 0.1Bar bin.

Besorge dir doch einfach einen hochwertigen Luftdruck-Tester (keine Billigprodukte), und dann weisst du auch sofort zu hause, wie es mit dem Luftdruck steht.

Kommt doch endlich mal von den theoretischen Werten weg und macht das praxisbezogen. Die Abweichungen vom Betriebshandbuch, den Empfehlungen der Reifehersteller und die Genauigkeit des Messgerätes bringen doch schon eine große Abweichung. Wir fahren Straßenreifen auf unterschiedlichen Straßen, keine "vorgeheizten" Rennreifen auf der Rennstrecke.

Wenn ich im kalten Zustand den Luftdruck messe, verändert er sich doch je nach Witterung, Straßenbelag und Gewicht (habe ich gut gegessen und war noch nicht auf dem Klo, variiert der Luftdruck auch). Dazu kommt die Erwärmung des Reifens je nach Straßenbelag, Art der Straße und Geschwindigkeit.

Ich mache es so: Irgendwann mal im kalten Zustand den Luftdruck auf Werte des Reifenherstellers einzustellen. Dann fahre ich einfach los. Im laufe der Zeit (Tage) variiere ich den Luftdruck mal nach unten, mal nach oben. Der Messwert meines "Popometers" zeigt mir sehr gut an, wann der beste Luftdruck (für mich) vorhanden ist. Den Wert merke ich mir. Die Kontrolle ist dann immer in der Garage (immer ähnliche Temperatur) bei kaltem Reifen und immer mit demselben Reifendruckprüfer. Und mal ehrlich: Ob mein Reifendruck hinten 2,35 oder 2,37 hat, merkt mein Popometer auch nicht zudem ich auf unterschiedlichen Straßen fahre und nicht auf einem Flugplatz meine Runden drehe. Gruß Bonny

Da gerade beim Motorrad die Kontaktfläche zur Strasse nur sehr klein ist, ein falscher Luftdruck das Fahrverhalten des Bikes schon signifikant verändern kann, kontrolliere ich etwa auf Langfahrt jeden Morgen den Luftdruck und korrigiere ihn notfalls.

Das mache ich natürlich mit dem eigenen kleinen Messgerät, das also schlimmstenfalls immer denselben Fehler hat und mit dem ich den Druck am kalten Reifen messe und nicht nach mehr oder weniger langer Fahrt, wenn er sich schon aufgeheizt hat.

In vielen Ländern findest Du an Tankstellen ohnehin keine Luftpumpen, sodass Du ein eigenes Messgerät brauchst.

Ich kontrolliere den Luftdruck regelmässig in kaltem Zustand, dafür habe ich den "Bordcomputer"- VG 12RT

Ich habe dafür einen Luftdruckprüfer um den richtigen Luftdruck einzustellen, da die "öffentlichen" Geräte angeblich zwar meist geeicht/geprüft sind aber dennoch unterschiedlich anzeigen.

@chapp: Passt schon! Glaubst Du wirklich das die Luftdruckprüfer die jeder zu Hause hat eine bessere Messgenauigkeit ermöglichen? Auf der Fahrt zur Tankstelle mit "geeichtem" Gerät wird der Reifen auch warm und verfälscht dadurch die Werte.

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