Wie genau nehmt ihr das mit dem Luftdruck?

6 Antworten

Fahre immer einen etwas niedrigeren Luftdruck als vom Hersteller angegeben, man merkt am schwammig werdenden Vorderrad schnell, wenn es wirklich zu wenig ist, dann fülle ich immer nach..... wenn die Reifen warm sind etwa 0.2 bar mehr als kalt . Die digitalen Luftdruckgeräte sind meist sehr genau (meine Erfahrung), diese analogen Dinger (die die man dann immer wieder pfffffff frisch aufladen muss) sind zu ungenau (es sei denn, man kennt die Abweichung des Geräts weil Stammtankstelle).

Ich denke 0,2 bar Toleranz sind schon okay, wie meine Vorredner schon sagten. Wenn die Reifen leicht warm (paar Kilometer Stadt zur ersten Tanke etc.) sind ist das Messen kein Problem, der Unterschied ist nicht gravierend. Die Heizerfraktion lässt gerne speziell Hinten Luft ab (schon gerne von 2,9 auf 2,3 und weniger) um Walkbewegungen zu erhöhen. Der Reifen ist so schneller warm, bei Supersportreifen mit engem Temperaturfenster ist dies durchaus verständlich. Außerdem erhöht sich die Aufstandsfläche und somit der Grip beim rausbeschleunigen. Inwieweit das im normalen Straßenverkehr sinn macht sei dahingestellt, der Verschleiß er höht sich natürlich auch. Vorne merkt man wenig Luft durch indifferentes Lenk- und Kurvenverhalten (bin selbst nach der letzten Winterpause mit 2,0 anstatt 2,5 vorne gefaahren...ruckzuck aufgefüllt, ist ganz anderes Fahrgefühl). Also wie gesagt, wenn du nicht im Grenzbereich unterwegs bist ist ein bisschen weniger nicht schlimm. Natürlich vor großen Touren mit Gepäck und Sozia nochmal nachschauen und ggf. erhöhen.

Kommt doch endlich mal von den theoretischen Werten weg und macht das praxisbezogen. Die Abweichungen vom Betriebshandbuch, den Empfehlungen der Reifehersteller und die Genauigkeit des Messgerätes bringen doch schon eine große Abweichung. Wir fahren Straßenreifen auf unterschiedlichen Straßen, keine "vorgeheizten" Rennreifen auf der Rennstrecke.

Wenn ich im kalten Zustand den Luftdruck messe, verändert er sich doch je nach Witterung, Straßenbelag und Gewicht (habe ich gut gegessen und war noch nicht auf dem Klo, variiert der Luftdruck auch). Dazu kommt die Erwärmung des Reifens je nach Straßenbelag, Art der Straße und Geschwindigkeit.

Ich mache es so: Irgendwann mal im kalten Zustand den Luftdruck auf Werte des Reifenherstellers einzustellen. Dann fahre ich einfach los. Im laufe der Zeit (Tage) variiere ich den Luftdruck mal nach unten, mal nach oben. Der Messwert meines "Popometers" zeigt mir sehr gut an, wann der beste Luftdruck (für mich) vorhanden ist. Den Wert merke ich mir. Die Kontrolle ist dann immer in der Garage (immer ähnliche Temperatur) bei kaltem Reifen und immer mit demselben Reifendruckprüfer. Und mal ehrlich: Ob mein Reifendruck hinten 2,35 oder 2,37 hat, merkt mein Popometer auch nicht zudem ich auf unterschiedlichen Straßen fahre und nicht auf einem Flugplatz meine Runden drehe. Gruß Bonny

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