Wann passieren lowsider?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man kann einen Lowsider durch weiches(!) Gaszurücknehmen verhindern (eine Traktionskontrolle macht das ja genauso) , wichtig ist, dass man das Gas nicht ruckartig rausnimmt, sonst bekommt das Hinterrad plötzlich volle Haftung und man baut einen Highsider... da ist der Lowsider immer besser.

Was ebenfalls von Bedeutung ist, dass man, wenn das Bike hinten anfängt zu rutschen, das Gegensteuern des Vorderrades zulässt (das Motorrad macht das von ganz alleine), dadurch gewinnt man eine Sekundenbruchteil Zeit zu reagieren.... aber auch das reicht nicht immer.
Denn.: o.g. Massnahmen funktionieren nur, wenn man das Weggehen des Hinterrades erwartet hat und damit rechnet, das Gas zurücknehmen zu müssen, wenn der Rutscher völlig überraschend kommt (oder z.B. bei Nässe unkontrollierbar schnell passiert) sollte man bewusst das Gas stehen lassen und den Lowsider hinnehmen (und dem Bike auf dem Popo hinterherrutschen ohne sich durch wildes Abstützen zusätzliche Verletzungen zuzuziehen)

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Ich rede in meiner o.g. Antwort von einem Lowsider auf Grund eines weggehenden Hinterrades.
Ein wegrutschendes Vorderrad kann man durch weiches Gasgeben stabilisieren.

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@fritzdacat

Der Typ in dem Mulholland-Video zieht ohne Grund das Gas plötzlich auf, man kann sogar hören, wie er mitten in der Kurve einmal Gas gibt, dann das Gas wieder rausnimmt, dann wieder Gas gibt.... beim dritten Mal ist diese sinnlose Spielerei dann eben mit einem Lowsider belohnt worden, er hat das mit seiner unruhigen Gashand richtig herausgefordert.

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@fritzdacat

Dein Bild ist so cool :D

Nein aber auch so: sehr hilfreich^^ Danke Also ich zieh jetzt als Fazit für mich:

-Mit ruhiger Gashand durch die Kurve

-Erst am Kurvenende bei Beginn d. Aufstellens rausbeschleunigen

-Auf evtl. Wegrutschen hinten mit leichtem Gas-weg reagieren

-Hoffentlich weiterfahren^^

PS: Ich will nicht mehr bis März warten! So eine Qual : (

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@omnomnom

Alles richtig, bis auf "Erst am Kurvenende bei Beginn des Aufstellens rausbeschleunigen", das hast du falsch verstanden .

Einlenken, das Gas so früh wie moglich aufmachen und ganz langsam und weich bis zum Kurvenende aufziehen. (Ausnahmen: Bergabkurven und sich zuziehende Kurven, aber auch hier niemals das Gas abrupt wegnehmen) . Das Bike braucht das Gas, und zwar so früh wie möglich. Bei Korrekturen das Gas leicht zurücknehmen (nicht wegnehmen!), die Lenkkorrektur machen und dann wieder weiter aufziehen.

Man kann das Ganze gut üben, wenn man Kurven anfangs bewusst viel zu langsam anfährt. Übrigens rede ich hier von einem Idealfall, auf der Landstrasse kann man nicht immer gleich in die gewünschte Schräglage für eine gegebene Kurve gehen und dann die ganze Kurve durch das Gas weich aufziehen, man muss da immer mal korrigieren.... aber auch da: immer weich am Griff drehen, es ist immer gut, wenn man etwas "Zug" auf der Kette hat, damit man ein wegwanderndes Vorderrad wieder einfangen kann.

Mit etwas Beschleunigung ist das Motorrad in seinem stabilsten Zustand, anders als z.B. ein Fahrrad, welches beim Rollen diesen Zustand hat.

Übertreibs nicht, geh die Sache langsam an. Am besten lernst du die Geschichte mit dem Buch "Twist of the wrist II" von Keith Code (aber nur Teil II, Teil I ist nicht so gut ! ) , ist zwar auf englisch, aber besser erklärt dir die Sache mit dem Gas keiner.

http://www.amazon.de/Twist-Wrist-Vol-Performance-Motorcycle/dp/0965045021

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Irgendwie habe ich Probleme Deine Gedanken nachzuvollziehen. Niemand kann Dir sagen, wie tief Du in die Kurve gehen kannst und nicht wegrutschst. Wenn Du dieselbe Kurve 20mal hintereinander mit immer mehr Schräglage fährst, komm irgendwann mal der Punkt, wo die Physik am Ende ist. Es reicht manchmal nur ein kleiner Stein oder eine Bewegung die Du selber machst um wegzurutschen. Kann passieren, auch wenn Du vorher mit der gleichen Geschwindigkeit und Schräglage durchgekommen bist. Warum stürzen auch solche Profis wie Rossi trotz Superreifen und absolutes fahrerisches Können? Wenn man die Fahrphysik ändern könnte, dass die Schräglage nur durch die Lenkerbreite und den Schultern begrenz wäre, gäbe es keine Motorradrennen mehr. Das könnten wir dann alle.

Soll ich mal ganz ehrlich sein? Ich glaube nicht, dass Du in "extremer" Schräglage fährst. Dazu gehört langes Training und das Kennen der Grenzen vom Motorrad und bei Dir selber. Die Grenzen würdest Du dann kennen und fürchten. Ich bin für eine Chopper auch ziemlich "extrem schräg" gefahren, aber die Grenze habe ich nie erreicht (glaube ich jedenfalls), nur meine persönlichen Grenzen. Die sind jetzt aber merklich tiefer nach meinem Sturz. Natürlich bin ich öfter gedriftet. Mal mit Absicht, mal aus Versehen. Aber nie in extremer Schräglage, das hätte ich sicher nicht ohne Sturz überstanden. So ein "eiskalter Profi" bin ich auch nicht.
Wenn Du die Grenzen nicht kennst und fürchtest, lass es. Es kann nur schief gehen.

Gruß Bonny

also ich gehe mal davon aus, dass er seine Pferdchen nicht unter Kontrolle hatte, bzw. dass es eine Vorführung war, wie so was ausgehen kann. Daher fahre ich in unbekannten Gebieten keine Rennen. Mir ist wichtiger, dass ich unbeschadet wieder nach Hause komme.

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Huhu zusammen,

bin Wiedereinstiegerin nach knapp 30 Jahren Fahrpause. Fahre einen Honda rebel Cruiser.

Aktuell fühlt sich das Fahren noch sehr holprig an und ich werde auch noch Wiedereinsteiger Fahrstunden nehmen. Es beschäftigt mich jedoch die Frage ; wie ich zu meiner Fahrstunde kommen soll; wenn ich mich nicht traue, den kleinen Berg runterzufahren . Also Garage raus; links eng abbiegen Berg hoch ; Berg runter , je mir ganz kleinen engen „ Abbiege Vorgängen „ . Meine Idee— anfahren ohne eingeschlagenen Lenker ; also schon ein bisschen in Fahrtrichtung stellen ; Motorrad einkippen „ den hintern schwungvoll rum“ - Berg runter im 2 Gang - mit Kupplung Geschwindigkeit regeln - zur Not „ durchrollen lassen „ , habe jedoch schiss, dass ich zu langsam bin und das Motorrad kippt . Habt jemand einen guten Tipp ?

Lg Alexandra

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