Kann man mit Hanging off schneller um kurven fahren?

4 Antworten

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kommt drauf an, wieviel Grip die Reifen haben. Wenn du aufrecht sitzend in maximaler Schräglage bist und der Reifen könnte noch mehr Seitenkräfte vertragen kannst du durch hanging off den Kurvenradius verringern oder noch schneller bei gleichem Kurvenradius um die Kurve fahren.

Solltest es aber nicht einfach nachmachen sondern es dir mal von einem Instruktor beibringen lassen, man kann da soviel falsch machen  und man muss auf soviele Kleinigkeiten achten, Sitzposition, Position der Füsse auf den Rasten, Haltepunkte an Tank, wann Position verlagern wann nicht... all solche Sachen. Du musst praktisch auf dem Bike so verankert sein, dass du, wenn du die Hände vom Lenker nimmst nicht runterfällst. Wenn du das nicht alles automatisiert hast bringst du nur Instabilität in die Fuhre und im Endeffekt fährt jemand, der dir aufrecht sitzend eine Zeitlang hinterhergefahren ist einfach an dir vorbei.

Auf der LS bringt es sowieso nicht viel weil man, um den Vorteil überhaupt ausnutzen zu können, sehr ans Limit gehen muss.. und wenn einem dann in einer Rechtskurve einer entgegenkommt der die Kurve geschnitten hat machts Krawumm und ähmm .. die Motorradsaison ist zu Ende...wie man das  auch immer interpretieren mag.

Ah ok, danke :)

Das mit dem Hanging - Off werd ich sowieso vorerst lassen - lieber erst mal Fahrpraxis sammeln und das Legen in die Schräglage langsam steigern. Und ich hatte auch vor, wenn es soweit is, auf die Renne zu gehen und es mir da zeigen zu lassen.

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Hallo scotch01,

Einen Vorteil muss es haben. eingeführt haben das im Weltcup Zirkus Bill Ivy und Cal Caruthers in den 70ern. Trotzdem zog Mike Hailwood die mit dem klassischen Stil noch mal ab, glaube auf der Ile of Man.

Gab unter den „Ästheten“ eh ein Shocking.

Jetzt baumelt beim Abbremsen ein Beinchen rum, und da im GP Zirkus Telemetrie Daten empfangen werden, wird auch das was bringen.

Maskottchen sollen das ja auch und so lange sie nicht stören…

Ich selbst flag auf der Wumme wie der Ätsch Lätsch und bin mir schnell genug.

Grüßle

No was,

damals waren noch viele Kurse reine normale Straßen, wie Imatra in Finnland, da wurde sogar ein Bahnübergang gekreuzt und ein Fahrfehler endete recht oft tödlich.

Bill Ivy starb kurz nachdem er Ago besiegt hatte, unter einer Leitplanke.

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Moin scotch,

warum nicht das eigene theoretische Wissen um's Motorradfahren vergrössern? Du stellst jedenfalls gute Fragen, Daumen Hoch, mach weiter so!

fritzdacat liess es bereits anklingen, dass der "Hanging Off" ein Himmelfahrts- kommando auf Strecken im üblichen zweispurigen Strassenverkehr wäre! Dem kann ich nur beipflichten, denn diese Technik hat NUR auf Rennstrecken ihre Berechtigung. Dort ist Gegenverkehr ausgeschlossen, jedenfalls in 99,99% der Fälle :-P

Eine Kritik scheint mir vorab nötig: du redest von maximaler Geschwindigkeit bei Kurven, nicht wahr? Ich denke, wir meinen dasselbe, aber das muss erst klar sein: Kurven sind das Salz eines jeden Rennens. Gäbe es sie nicht, wäre der Start-Ziel-Sieg sozusagen an der Tagesordnung..inklusive das Gähnen beim Publikum. Also aufgepasst: Kurven wollen von Rennsportlern so effektiv gemeistert werden, wie nur möglich!

Jede Kurve stellt ein Hindernis im "Geradeaus-Galopp" dar. Hier entscheidet sich, wer die Nase vorn hat! Dass jede Werksmaschine 100%-ig auf dem Stand der Racingtechnik ist, davon darf getrost ausgegangen werden. Dennoch ist bei jedem Rennen die Wahl der Reifen ein ebensolch wichtiges Instrument wie etwa die Fahrweise des Motorradrennfahrers. Die Zusammensetzung eines Rennreifens ist ne völlig andere als die der Reifen für den Strassenverkehr. logisch.

Der Hanging Off kennt hauptsächlich drei Vorteile: nen geringeren Neigungswinkel des Motorrads bei Innenkurven bei gleichzeitig grösserer Auflagefläche des Rennreifens und eine damit einhergehende frühzeitigere Beschleunigung aus der Kurve heraus in die Gerade. Dies ermöglichen die akrobatischen Künste des Motorradfahrers beim Balanceakt des ausgestellten Innenknies samt Knieschleifer samt dem ausbalancierenden rechten Bein plus die heutige Bauweise der Breitschlappen, die diesem Akt entgegenwirkt!

Zu behaupten, Kurven könne man mit maximaler Geschwindigkeit fahren, ist natürlich Käse. Was für die Gerade gilt, kann nicht für die Kurve gelten. Die V-max für die Kurventechnik obliegt dem jeweiligen fahrerischen Können des Rennsportlers. Wird es dadurch etwas klarer, scotch?

VG Jayjay / Jan

Wenn man sich die Richtung der Kräfte ansieht, die bei der Kurvenfahrt wirken  bzw. so ein Paralellogramm zeichent nimmt man nicht von ungefähr den Schwerpunkt des Gebildes "Motorrad mit  Fahrer" als einen Angriffspunkt - tatsäcjlich summiert sich das Ganze tatsächlich so auf....

"Turnt" jetzt der der Fahrer auf dem Mopped herum verschiebt er den Schwerpunkt  der Fuhre  - und obwohl das Motorrad nicht schräger liegt als vorher wirken die Kräfte allerdings so , als läge es schräger, weil der Schwerpunkt nach unten-innen gerutscht ist. (Winkel Schwerpunkt/Reifenauflage)

Stimmt, leuchtet ein. Deswegen hat man ja wohl auch mehr seitenführungskraft bei gleicher schräglage, wenn man Hanging-Off macht.

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@scotch01

Kannst du näher erläutern, was du damit sagen willst, scotch? Hab was gegen vorschnelle 'Bausch- und Bogen'-Aussagen..hoffe, es ist verständlich ;-)

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@Jayjay12

Na du guckst mir ja auf die Finger ;D 

Hm, wie soll ichs erklären... Wenn man sich in eine Kurve normal hineinlegt, muss der Reifen bei einer gewissen Geschwindigkeit eine gewisse Seitenführungskraft übertragen, um die Kurve zu meistern. Wenn man Hanging-off anwendet,muss das Motorrad wegen der Schwerpunktverlagerung weniger stark geneigt werden, um dieselbe Seitenführungskraft zu erreichen. Folglich hat man bei gleicher Schräglage in hanging-off mehr seitenführungskraft als beim Legen, scheint mir logisch.

Oder seh ich was falsch?

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