Reicht sehr wenig Drehmoment, damit sich eine Schraube nicht losvibriert?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei kleinen Schrauben ja. Meist würden die auch abbrechen, wenn die mit mehr Drehmoment angezogen werden. Wenn man einen Sprengring, eine Schnorrscheibe oder eine Fächerscheibe einbaut, hilft das zusätzlich die Schraube im Gewinde zu verkanten und damit die Wahrscheinlichkeit für das losrappeln zu verringern. Man merkt auch beim losdrehen, wenns leicht "knackt" bzw am Anfang ein recht großer Widerstand beim drehen ist, dann saß die Schraube definitiv fest.

Wenn das nicht reicht, gibts es immer noch die Variante mit Schraubensicherungslack. "Mittelfest" reicht für die meisten Anwendungen, wenns kritisch wird gibts auch noch "hochfest".

Gruß, Stefan

Was meinst du mit "verkanten"?

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@Dicken

Nicht wirklich verkanten, aber so ein Sprengring sorgt dafür, daß die Schraube immer leicht unter Spannung steht. Es wirkt also eine Spannkraft, die versucht die Schraube nach außen zu drücken. Durch die Gewindegänge in Mutter und Gewinde wird das aber verhindert, welche durch die Spannkraft fester aneinander gedrückt werden und dadurch die Haftreibung der Schraube im Gewinde erhöht wird - die Schraube hält jetzt mit mehr Drehmoment.

Plausibles Beispiel: Stell mal dein Nutellaglas beim Frühstück auf den Tisch. Jetzt schiebst du es einmal beiseite. Und dann drückst du von oben kräftig auf den Deckel und versuchst es mit der gleichen Kraft wie vorher beiseite zu schieben.

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Bei kleinen Schrauben habe ich einen Drehmoment im Handgelenk eingebaut,hat bisher immer gereicht.

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