Neue Euro 4 Norm ein Euro 3 Kaufargument?

6 Antworten

Warum jeder neue Schritt der Emissionsreduzierung merklich teurer werden muss, sieht man u.a. an nachfolgender Grafik.

Von Nix auf Euro 1 war schon ein gewaltiger Sprung. Von 1 auf 2 war der Aufwand noch rel. gering und erst mit EInführung Euro 3 wurde es für die Motorenentwickler zunehmend schwieriger große Sprünge machen zu können.

D.h. mit Euro 4,5,6 usw. wird der Aufwand für weitere Reduzierungen immer höher und doch erreicht man damit nur ganz kleine Ergebnisse in absoluten Zahlen bzw. im Vergleich zu Euro 0.

 - (Führerschein, Kaufen, EURO 4)

Nichts verdeutlicht den 'Gang der Dinge' bei der Diskussion um die Euro-Normen besser als diese Graphik.

Vielen Dank dafür, denn sie ist aussagefähiger als tausend Worte zu diesem Thema.

Beste Grüße Jan

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Aus technischer Sicht macht es mehr SInn ein Motorrad mit weniger Elektronik zu kaufen.

Euro 4 bedingt eine technische Aufrüstung, soweit richtig und das wird sich auch auf die künftigen Preise auswirken. Wie hoch, das wäre jetzt Kaffeesatzleserei. Warum deswegen allerdings die alten Modelle preislich teurer werden sollen, erschließt sich mir nicht.

Wenn die Kfz-Steuer damit gemeint sein sollte, so habe ich von einer Erhöhung bei Bikes mit vergangenen Abgasnormen noch nichts gelesen und selbst wenn, wird man vermutlich nur mit 10-20 Euro mehr pro Jahr rechnen können und das sind Peanuts!

Wer sich ein neues Modell nach der Euro3-Norm leisten kann, sollte sich sputen, das ist wahr. Teurer werden nur die Modellreihen, die der Euro4-Norm entsprechen. Motorräder wie die XJR 1300, die SR 400, die Gladius, Kawasaki WN 800, Ducati Panigale u.a.m. werden als "auslaufende Serien" noch bis Ende 2017 zu haben sein. Ab 2018 ist dann für diese Maschinen nach der alten Norm Feierabend.

Keine Regel ohne Ausnahme: neue Enduros werden zwecks der Nutzung im Gelände eine Ausnahmegenehmigung für abschaltbares ABS bekommen. Das ist ein 'Muss!' für den Off-Road-Sport. 

Servus David

@ Geoka Elektronik macht sehr wohl Sinn, denn ohne wären wir bei E0 und höchstens 5000km Wartungsintervallen. Wir hätten ständig Maläise mit der Zündung und dem Generatorregler. und aus 1000ccm gäbe es vielleicht 80 PS.

Die Hersteller und Händler müssen doch Motorräder verkaufen, ist ja ihr Geschäft. Sie werden in der ersten Zeit die Mehrkosten nicht einfach weiter geben können. Ich denke, es wird neue Baureihen geben, die Elektronik dazu wird recht schnell billiger werden und sie werden mit anderen Dingen die Kundschaft locken.

2006 habe ich mir meine XJR geholt und schon damals schien sie todgeweiht, sie gibt es noch immer. Jetzt muss noch ABS dazu und vielleicht wieder ein zweiter, langer Auspuff oder halt Adieu.

Ob Du noch schnell zum Händler gehst und ein Schnäppchen orderst oder doch auf die neueste Generation wartest, musst Du wissen. Ich nahm das Schnäppchen und bin auch heute noch höchst zufrieden mit ihr.

Grüßle

Da sag ich auch nicht gegen, allerdings bringt die Überfrachtung irgendwann nicht mehr so enorm viel. Siehe dazu auch meine 2. Antwort und das Bild dazu.

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Ja, könnte man sich durchaus überlegen (tue ich übrigens auch)

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