Motorrad im Leerlauf laufen lassen während ein paar Minuten schädlich?

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Jeder Kaltstart belastet den Motor nur unnötig.

Abgesehen vom bereits erwähnten Kondenswasser, das ja immer entsteht, und den Aupuff mit der Zeit von innen zerfrisst, wird dieses mit der Ansaugluft auch ins Innere des Motors gesaugt, was dann zur Folge hat, das das Öl bei all zu häufigen Kaltstarts, "OHNE" Bewegungsfahrt, dickflüssig und unbrauchbar wird.

Eine Bewegungsfahrt sollte den Rahmen von 40-50 km nie unterschreiten, aus diesem Grund hole ich meinen Oldtimer schon gar nicht aus der Garage, wenn ich diese Kilometerzahl nicht zusammen bekomme.

Während einer längered Fahrt wird das Kondenswasser im Auspuff vollständig verdampfen, und das Öl hat die Möglichkeit, beim Kaltstart angehäufte Benzin und Wasserreste die durch die Kolbenringe in den Ölkreislauf durch gelassen werden, zu entgasen. Hierbei sollte die Öltemperatur mindestens 100-110 Grad Celsius erreichen.

Gerade bei häufigen Kaltstarts sind die Motorteile nicht auf Arbeitstemperatur und Laufmass ausgedehnt, so das die Kolbenringstöße sehr " durchlässig " sind. Ganz zu schweigen, von den Lagern, die dabei vom dickflüssigen kalten Öl ebenfalls geringfügig verschleißmässig beaufschlagt werden.

Zwangsläufig verrußen natürlich auch die Zündkerzen, und es können sich dadurch Ablagerungen im Brennraum bilden. Der Motor wird allerdings bei 2-3 Minuten Laufzeit niemals überhitzen, da müsstest Du den Motor schon im Sommer mehr als ne Halbe Stunde ohne Fahrtwind laufen lassen, um annähernd Hitze-Probleme dadurch zu verursachen.

Aber Du hast ja selber schon erwähnt, das es auch für die Umwelt schädlich ist, also gehe ich davon aus, das du nun solche Kaltstarts unterlässt ;-)

Besorg Dir ein Batterieerhaltungsladegerät, und schon kann es unbeschwert im Frühjahr los gehen.

Danke das ist es was ich wissen wollte das war sehr ausführlich :)

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