können klassische Motorräder problemlos mit bleifreierm Benzin betrieben werden?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann keine genaue Jahreszahl angeben, aber Joungtimer so um die 80er Bj aus Japan waren schon damals für Bleifreies Benzin ausgerüstet, weil es schon Länder gab, in denen dieses vorgeschrieben war. Im Gegensatz zu den Deutschen Herstellern, die auf den Deutschen Markt Motoren für verbleites Benzin geliefert haben und nur Exportmodelle aufgerüstet haben, haben die Japaner generell für bleifreies Benzin produziert.

Hallo, hier ein Eintrag zum diesem Thema auf forum.andre-citroen-club.de:

"...Das Blei war immer und grundsätzlich ein Zusatz, der gebraucht wurde zB. zur Dämpfung des Ventileinschlags im Ventilsitz. Die früher gebräuchlichen Graugussmotoren mit Graugusszylinderkopf hatten keine Ventilsitzringe. Da übernahm das Blei die Funktion der Einschlagdämpfung. Mit der Zeit bildete sich so ein effektiver Ventilsitzschutz.

Deshalb müssen heute Motoren mit Graugusszylinderkopf UNBEDINGT einen Bleiersatz ins Benzin bekommen, sonst wandern mit der Zeit die Ventile sozusagen durch den Kopf durch, unter immerwährendem Ventilnachstellen.

Motoren mit Leichtmetallzylinderkopf haben dieses Problem grundsätzlich nicht. Grundsätzlich deshalb, weil es auf die Härte der immer eingebauten Ventilsitzringe ankommt. Ohne Ventilsitzringe wären bei einen frisch genrealüberholtem Motor die Ventilsitze innerhalb von wenigen 1000 km völlig zerstört. Bei alten Motoren, die schon viele km drauf haben, schützt die bereits eingearbeitete Bleischicht die Ventilsitze eine Zeit lang. Das gilt übrigens auch für die Graugussköpfe."

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