Blickführung

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Hier ein Auszug aus dem Motorradreise Forum zum Thema Kurvenfahren:

In Kurven- bzw. Kehrenfahrt geht der Blick daher so weit wie möglich zum Kurvenende und verweilt keinesfalls im Mittelteil des sichtbaren Weges oder gar kurz vor dem Vorderrad. Dazu kann es notwendig sein den Kopf so weit zu drehen, wie dies physisch überhaupt möglich ist. Anfänger werden dies aus Furcht zunächst vermeiden, erkennen bei richtiger Anleitung jedoch bald, dass sie durch konsequente Blickführung einen enormen Zuwachs an Kurvensicherheit gewinnen.

Bei stark unterschiedlichem Strassenzustand darf der Blick zwischen Kurvenausgang und einige Meter vor dem Vorderrad pendeln, um sich jederzeit eine Vorstellung des Untergrunds verschaffen zu können, jedoch verweilt der Blick keinesfalls, sondern kehrt unverzüglich wieder zum Kurvenausgang zurück bzw. führt an unzulänglichen Strassenstellen vorbei, indem er die Fahrtlinie "vorhersieht" bzw. "vorwegnimmt".

(Motorradfahrer sprechen in diesem Zusammenhang von einem "sauberen Strich" bzw. einer "sauberen Linie").

http://www.motorradreiseforum.de/checklisten/blickfuehrung_motorradfahren%20.php

Es ist sehr schwer dies zu erklären. In der Weißheit „Wo Du hin möchtest, da sehe auch hin“ steckt zwar einiges an Wahrheit, ist aber mit Vorsicht zu genießen.

Wenn ich mich an meine „Rennfahrt“ mit dem Thomas erinnere, gab es da eine Kurve, bei der ich, zugegeben, beinahe die Hosen voll hatte. Es war eine Rechtskurve. Hatte schon „Kurvenlage“ bis geht nicht mehr. Natürlich war ich viel zu schnell. Wollte mich ja nicht abhängen lassen. Dann sah ich in der Kurve nur noch die Leitplanke, die immer größer wurde und auf mich zukam. Ich konnte den Blick nicht von der Leitplanke wegnehmen und hielt darauf zu. Mit dem Gedanken „egal was jetzt kommt, abfliegen tust Du ja sowieso, hier ist heute alles zu Ende“ drückte ich noch weiter runter, indem ich hinten etwas bremste. Ich kam rum. Diese „Reserve“ kannte ich noch nicht. Dabei hatte ich den Blick nicht mehr auf die Leitplanke, sondern auf die Straße vor mir, um mir einen „Landeplatz“ auszusuchen. Diese Blickrichtung hat mich wahrscheinlich gerettet. Hätte aber irgendetwas auf der Fahrbahn gelegen, ich hätte keine Chance gehabt. Gut, ein „normaler“ Fahrer wäre nicht in diese Situation gekommen.

Iceman hat es sehr gut erklärt. Auch darauf achten, wie der Weg aussieht, auf dem Du fahren möchtest. Das alles erfordert Erfahrung. Keine Angst, mit der Zeit geht das in Fleisch und Blut über, dann erfolgt die „Blickführung“ automatisch. Vermutlich beherrscht Du die richtige Blickrichtung schon einigermaßen, sonst würdest Du kaum eine Kurve fahren können. Gruß Bonny

In jeder Leitplanke gibt es ein "WEITER"! ... und DAS lernt man/frau auch in Renntrainings!.. wenn die Instruktoren Einfühlungsvermögen haben....

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@kobaia

Der allerbeste "Übungsplatz" ist meines E. ohnehin auf der Rennstrecke... danach muss man nicht wirklich "Angst" haben... ALLES schon erlebt... das ist ohnehin durch Nichts zu ersetzen... ausser. .... man tut es immer wieder... auf der LS ein sehr gefährliches "Ding".. da lass ich die Finger von und fahre in meinem "Wohlfühlbereich"...

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