Besser nach dem Winter den jährlichen Ölwechsel?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Frage hatten wir mal bei den Oldtimerleuten... eigentlich sollte man 2mal wechseln :) Vor dem Winter, damit man noch den Dreck ablassen kann, und sauberes Öl im Motor steht, und dann nochmal im Frühjahr, weil das Öl ja im Winter schon gealtert ist (s.o.) und sich inzwischen wieder was abgesetzt hat. Ich würde sagen: Hauptsache, überhaupt jedes Jahr wechseln und würde das im Frühjahr machen, dann aber wirklich vor der ersten Ausfahrt.

Den Oldtimerern ist zuzustimmen - wenn man's besonders genau nimmt und das auch notwendig ist.

Allerdings: Dann braucht man fürs Einmotten und fürs Aufwachen verschiedene Öle (falls man besonders genau nimmt) gg

0

In der Winterpause "verbaue" ich meist meine neuen "Ideen". Aber so, dass ich, wenn kein Eis oder Schnee liegt, noch fahren kann. Kurz vor Beginn der neuen Saison (ist bei mir wenn das Streusalz von der Straße ist und die Temperaturen angenehmer sind) kommt die "Generalüberprüfung" mit "gründlichem" Putzen und polieren. Da wird alles überprüft und natürlich immer ein Ölwechsel mit Filter gemacht, unabhängig von der Kilometerzahl. "Meine Saison" starte ich nur mit einem "Tip-Top" Motorrad, dem ich sicherheitstechnisch voll vertrauen kann. Gruß Bonny

Da ich auch den Filter wechseln würde, lieber im Herbst nach der letzten großen Fahrt mit heißem Motor.

Also ich würde mir da keinen allzu großen "Kopf" drum machen. Da ich mein Mopes mal im Mai gekauft hatte, kommt sie alle Jahre wieder im Mai zu Inspektion mit Ölwechsel. Ab April (Saisokennzeichen) düse ich dann den ersten Monat noch mit dem alten Öl rum. 11 Jahre und 50000 KM hats der Motor nun ausgehalten. Wenn das mit dem Öl wirklich sooo schlimm wäre wie hier geschrieben, müssten die Werkstätten Überstunden machen um das alles wider zu reparieren.

Ist eigentlich durchaus was dran schmunzel - aber hier geht's doch um die Super-Spezialisten, oder? lach

0

Stimmt...aber das war eigentlich nicht wirklich die Frage... ;-)

0

Vor dem Winterschlaf Ölwechsel scheint mir angebrachter. Ölwechsel kurz vor dem letzten Abstellen, noch eine schöne Warmfahrt, damit es sich überall verteilt und Schadstoffe ggf. mitnimmt, dann Ruhe - so steht an allen empfindlichen Stellen frisches Öl zum Korrosionsschutz zur Verfügung und keine Schadstoffe können mehr hinzutreten oder gar dort eindringen. Altöl hingegen enthält schon reichlich aggressive Schadstoffe. Diese sollten nicht im Motor verbleiben.

Welche aggressiven Schadstoffe? In gebrauchtem Öl ist Ruß und eventuell etwas Wasser.

0
@chapp
  1. Bei der Verbrennung entstehen Säuren, die im Öl gebunden werden.

  2. Schmieröle neigen ferner durch den Gebrauch des Motors (Einfluß von Wärme und Sauerstoff) zur Alterung. Beschleunigt wird dieser Zersetzungsprozeß durch die o. g. sauren Reaktionsprodukte aus der Verbrennung und Spuren von katalytisch wirkenden Metallen. Es bilden sich überwiegend unlösliche Säuren sowie lack-, harz- und schlammartige Ablagerungen.

  3. Dem sollen Dispersanten entgegenwirken durch Wirkvorgänge wie Umhüllen und in Schwebe Halten von festen und flüssigen Verunreinigungen. Die Wirkung solcher Dispersanten lässt jedoch durch den Gebrauch des Öls (Betrieb des Motors) zunehmend nach.

  4. Schon frühzeitig entstehen (chemisch gesehen) durch den Gebrauch des Öls gebrochene Kohlenwasserstoffketten, an denen sich sofort Sauerstoff anlagert, der wiederum den Oxidationsprozess beschleunigt. Dem sollen im weiteren Peroxidzersetzer zur Bildung unschädlicher Verbindungen entgegenwirken sowie Passivatoren, die durch Umkrallen der Metallionen im Öl deren katalytische Aktivität neutralisieren.

Dies alles leistet ein frisches Öl perfekt, ein gealtertes/verbrauchtes zunehmend geringfügiger. Das verbrauchte Öl befindet sich jedoch überall im Motor, insbesondere an den empfindlichsten, weil beweglichen und zu schmierenden Stellen und eröffnet so den Schadstoffen über die Standzeit des Motors den punktuellen Zugriff auf dessen empfindliche und schutzbedürftigen Teile.

0
@Afbian

Eigentlich ganz einfach: Bissle Physik, bissle Chemie, bissle Kopf, bissle Praxis, bissle Erfahrung, bissle Recherche, und vieel Altersweisheit lach.

Man kann das alles auch auf Deutsch sagen: Verbrennung gibt üble Säuren, Ol wird altersbedingt schlechter, Metallabrieb ist auch nicht der HIt, das beste Öl wird auch älter, Rost oder Oxidiation werden erst durch Liegenlassen aktiv.

Das Ergebnis kennen wir alle.

0

Was möchtest Du wissen?