Zahlt eine Vollkasko Versicherung auch bei einem Sturz auf der Rennstrecke?

1 Antwort

Du musst unterscheiden. Wenn es sich um ein Sicherheitstraining mit Instruktoren handelt und das Motorrad in zulassungsfähigem Zustand mit Straßenreifen ist, hast du auch gute Chancen bei einem Unfall auf der Rennstrecke. Bei den normalen Hobbyrennveranstaltungen, welche unter dem Begriff "Veranstaltung zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeit" eingestuft werden, ist deine Chance gleich Null. Also da kannst du Dir die Vollkasko sparen und dafür lieber eine billige Zubehörverkleidung und andere günstige Zubehörteile anstatt der teuren Originialteile ans Motorrad bauen. Oder noch besser ein billiges Motorrad für die Renne kaufen. Ducs sind zu teuer für die Renne und halten auch nicht. Aber wer Duc fährt hat eigentlich auch genug Geld.

Nein, Rennstreckenfahrten werden wegen des erhöhten Risikos meistens ausgenommen.

OLG Karlsruhe, 12 U 85/04

Ein normales, nicht als Übungsfahrt zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ausgerichtetes Sicherheitstraining auf einer Rennstrecke unterfällt nicht dem Risikoausschluss des § 2 b Nr. 3 b AKB.

Heißt, die Fahrten sind versichert, sogar Vollkasko, wenn du keinerlei Rennen gegen die Zeit fährst, also Laptimer oder Stoppuhr weg lassen. Des weiteren sind natürlich kein Rennen um Plätze usw. zu fahren.

Ich würd noch nicht mal Slicks aufziehen, sondern Supersportreifen und das StVo Gerödel dran lassen. Keine Rennverkleidung usw.

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