Worin besteht die größte Gefahr beim Bremsen in Schräglage?

2 Antworten

Hi, auch hier ist der Kammsche Kreis sehr aussagekräftig. Je schräger du bremst, desto weniger Bremskraft kann übertragen werden, weil immer mehr Seitenführungskraft dem Reifen abverlangt wird. Je nach Reifentyp stellt sich, wie Yannic schon sagte, ein Aufstellmoment ein. Aber was kann passieren? Wenn du die maximal mögliche Bremskraft am Vorderrad überschreitest, wird dieses blockieren und wegrutschen. Was auf der Geraden noch zu korrigieren ist, wird in Schräglage fast immer zum Sturz führen, da die Zeit für eine Korrektur fast immer außerhalb unserer Reaktionszeit liegt.

Darf ich bei hoppel weitermachen? Ihr glaubt gar nicht, wie viel man in einer Kurve bremsen kann. Natürlich muss ich das Aufstellmoment durch Gegendrücken am Lenker oder auch hanging-off kompensieren. Schaut Euch mal den Artikel "Grip" beim Institut für Zweiradsicherheit an. Hier der Link: http://www.ifz.de/tippsundtricks-a-z-g.htm Natürlich muss das Bremsen gefühlvoll erfolgen und funktioniert auch nur innerhalb der physikalischen Grenzen. Ich für meinen Fall bremse lieber vorne gefühlvoll, als ohne Gefühl für die Hinterradbremse. Alles eine Sache der Übung und Gewohnheit.

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