Wie habt ihr "Fahrhemmung" nach Verletzung aus dem Kopf bekommen?

6 Antworten

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ich bin mal in einer Trial-Sektion auf Fels gut 3 m abgestürzt... Gott sei Dank nichts weiter passiert.. Moped etwas verbogen und ich hatte einige Prellungen und Kratzer. Nur... anschließend dauerte es Wochen bis ich wieder so fahren konnte, das lag nicht am Können, sondern nur am/im Kopf. Du lebst von Bildern die in deinem Kopf sind. Diese werden nie gelöscht, nur durch andere - positive oder negative - Bilder überlagert. Wenn dir irgendwas vors Auge kommt, dann mußt dir das so vorstellen, daß dein Lagerist im Kopf irre schnell durch die Regale rast, um die Schublade zu finden, in der das ist was du gerade gesehen hast. Er reißt sie auf, schaut nach und wenn da was negatives, schlimmes als schon mal erlebtes drin steht, wird ihm schwindlig, er stürzt fast von der Leiter, hält sich krampfhaft fest (das spürst du am Hals) und sucht verzweifelt mit dem Fuß halt (findet er in deinem Bauch)... dieses schlagartige blöde Gefühl im Bauch... Das ist im Moment deine Situation, nicht nur Motorradfahren, das ist immer so. Findet dein Lagerist mehr positives in der Schublade, bleibt er ganz gelassen und du dann auch. Es kommt darauf an, welcher Stapel in der Schublade höher ist, der negative oder der positive. Im Moment bei dir der negative, also mußt du positiv sammeln, geht nur durch Fahren, durch Praxis, durch positive Erlebnisse.

Bonny2, vielleicht liest du das auch mal, dann kannst du möglicherweise verstehen, daß es einem tatsächlich mal so gehen kann. Es ist halt nicht jeder ein so harter Knochen. Wobei ich glaube, viele tun nur so als ob sie es sind.

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Danke für diese aufbauenden Worte. Ich werde mich bestimmt bei der nächsten Gelegenheit wieder drauf setzen. Mein Hauptproblem (hab ich gestern auf dem Garagenhof gemerkt) ist die Blickführung. Ich WEIß, dass ich vorweg schauen muss, aber mein Kopf senkt sich und starrt auf den Boden vor den Reifen - blöd! Da ist dann nix mit fahren, da schaukelt man wie auf nem Einrad. Aber ich werd üben :-) schöne Feiertage

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@Motobiene

Nicht verzagen , weiter wagen !!!

Mit kleinen Schritten geht es auch vorrann !!

Zur Not fahre Fahrrad , hilft auch !!

Weiter so und viel Erfolg !!

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@Motobiene

@Motobiene: ich bin gestern mit einer Neufahrerin fahren gegangen. Es hat total Spass gemacht. Mein einziger Tipp an sie nach den ersten grösseren Kurven war: denke NICHT an die Blickführung, sondern denke daran den Kopf in den Nacken zu legen. Kinn gaaaanz hoch. Ich sage Dir, meine liebe Neufahrerin ist um die nächsten Kurven nur so rumgeflutscht dass es eine wahre Freude war, denn die Blickführung war dann automatisch richtig!

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In den Griff bekommst Du das nur indem Du fährst,anders geht es nicht.Ich bin auch mal unfreiwillig abgestiegen,nachdem ich das Moped wieder gerade gebogen hatte,bin ich sofort wieder gefahren und habe somit meine Hemmschwelle verlohren.Du hast Bilder im Kopf die da nicht hingehören,Mopedfahren macht Spaß,Mopedfahren macht frei und gute Laune,Du willst doch fahren,dann tue es auch. Angst ist ein falsches Gefühl,Respekt und Umsicht das richtige.Fang ganz einfach langsam wieder an,suche Dir einen guten Freund und fahre auf einen großen leeren Parkplatz und übe dort in alle Ruhe,es wird Zeit brauchen Deinen Kopf frei zu bekommen,aber Du schaffst das,was ich geschafft habe,schaffst Du auch,mit Sicherheit.

Das ist ganz normal nach einem Unfall hat jeder ,wichtig ist nur analysiere Dein Fehlverhalten und aendere Deine Fahrweise so das Du nicht den Fehler nochmal machst.Das normale fahren renkt sich spaeter wieder ein,es dauert nur und kehrt nicht sofort zurück.Zweifel nicht an Dir selber sondern sieh es ein und lerne! und lasse es beim mopedfahren hinter Dir.Schmerzen wollen nicht wehtuen,sondern wollen Dir nur zeigen das es so nicht funktionieren kann und man etwas aendern sollte.

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