Stimmt es, dass im Rennsport oft Einkolben - Bremsen bessere Resultate erzielen als z.B. Vierkolben?

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4 Antworten

Einkolben - Sättel sind Schwimmsattelbremsen und werden im Rennsport praktisch überhaupt nicht verwendet - noch nicht einmal hinten.

Zweikolben - Festsattelbremsen waren einmal Stand der Technik, genügen aber modernen Ansprüchen nicht mehr, wobei Mehrkolbenzangen primär NICHT besser bremsen als Zweikolbenzangen. Der Vorteil liegt vielmehr auf thermischem Gebiet und in der Geometrie der Bremsbeläge. Zweikolbenzangen belasten die Beläge extrem, weil man diese nicht beliebig groß machen kann und ihre Form muß rund oder annähernd quadratisch sein. Um die Bremskraft auf eine größere Belagfläche zu verteilen, baut man mehrere Kolben ein. Dadurch erhitzen sich die Beläge weniger. Außerdem sind die Beläge von Zweikolbenzangen in radialer und in axialer Richtung annähernd gleich breit. Das hat zur Folge, daß nur ein kleiner Teil der Belagfläche auf dem besonders günstigen, äußeren Bereich der Scheibe anliegt, sondern der größere Teil weiter innen, Richtung Achse. Dadurch muß die Bremsfläche der Scheibe breiter nach innen werden. Dadurch wird die Scheibe schwerer und die Bremswirkung nimmt wegen des ungünstigeren Hebels ab.

Moin,

technisch wäre dies nach meinem erachten nicht zu belegen.

Der Einkolben-Sattel stammt ja eigentlich aus den Anfängen der Entwicklung. Bei dieser Variante hast du ja nur an einer Seite einen Kolben und auf der anderen Seite eine feste Gegenlage. Dadurch "verbiegt" sich also die Bremsscheibe in Richtung festem Belag beim Bremsen.

Eine Weiterentwicklung ist dann schon der 2-Kolbensattel bei dem von beiden Seiten ein Kolben drückt. Hier ist schon mal das verbiegen der Scheibe weitestgehend vorbei und zudem hast du durch 2 Kolben natürlich auch noch das doppelte Bremsmoment bei gleichem Druck.

Weiter geht´s dann mit den 4-Klobensätteln. Hier ist erst mal noch zu sagen, das beim bremsen der Belag durch das Drehmoment an die Scheibe "rangezogen" wird. Aufgrund dessen sind die Beläge auch oft an beiden Seiten unterschiedlich Dick.

Und hier kommt der perfekt Konstruierte 4-Kolbensattel ist Spiel! Bei diesem Sattel werden Kolben auf der einlaufenden Seite mit einem etwas kleinerem Durchmesser verbaut. Dadurch bauen die beiden vorderen Kolben etwas weniger Druck auf, welches durch die "Sogwirkung" an der Einlaufseite beim bremsen kompensiert wird. Dies muss natürlich perfekt passen!

Wenn dies gut abgestimmt ist, ist die Bremswirkung perfekt, da auf der gesamten Belagfläche die gleiche Flächenpressung ausgeübt wird. Werden hier allerdings geteilte Beläge verbaut, ist der 4-Kolbensattel nix besser als zwei 2-Kolbensättel hintereinander...

Zum guten Schluss gibt es bei Motorrädern dann auch noch serienmäßig 6-Kolbensättel. Diese erreichen allerdings nicht viel mehr Leistung als ein guter 4-Kolbensattel und sind auch noch teurer. Dadurch werden die heute nur noch selten serienmäßig verbaut.

Du kannst Deinen Bekannten ja mal nach seiner Erklärung fragen. Vielleicht ist mir ja was entgangen.....

Uih hier werden viele Begriffe vermischt und nicht die Begriffe Fest- und Schwimmsattelbremsen benutzt! Gruß T.J.

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@Endurist

So wie ich das Verstanden habe, ging es erst mal grundsätzlich um die Anzahl der Kolben. Das es dann noch Unterschiede wie Fest- und Schwimmsättel gibt ist klar. Beim nächstem mal können wir ja auch noch die schwimmende Lagerung der Bremsscheibe und die Befestigungsarten der Bremssättel mit anschneiden.

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Dieses Gerücht muss Suzuki auch gehört haben. Deshalb haben die bei der Intruder ja bewusst vorne eine Einkolbenbremse montiert, obwohl Mehrkolbenbremsen schon lange Standart waren. Die waren so von der "Super-Bremsleistung" ihrer ""Einkolben-Rennbremse" überzeugt, dass die sich für die Hinterradbremse wegen der Optik zu einer Trommelbremse entschlossen haben. Reicht ja auch völlig aus, wenn man ein 220 kg Bike, das mit Anbauten, Fahrer und Sozius locker über 350 kg wiegt, schnell mal bei 130 Km/h abbremsen muss. Ich wusste es, es liegt an mir und nicht an den Bremsen. ;-) Gruß Bonny

Sorry aber in diesem Link stehen viele Halbwahrheiten und das Wesentlich fehlt oder ist unrichtig dargestellt.

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@Afbian

Ich muß Chapp beipflichten, wer das als Laie liest, der glaubt es, und in der Prüfung im Fach KFZ Technik wäre der Autor durchgefallen.

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@Afbian

Hallo Fabian, glaub was du willst. Der Artikel ist fehlerhaft und aus Wichtigtuerei maßlos aufgebläht und strotzt vor technischen und logischen Fehlern. Es ist mir aber zu mühsam, jeden wichtigtuerischen Schmierfinken zu verbessern. Ihr macht es euch einfach. Ihr knallt einfach einen Link in eueren Zweizeiler und überlasst es anderen, die Dinge zurechtzurücken. Nicht alles, was jemand im Internet abgesondert hat, stimmt auch - meistens ist das Gegenteil der Fall. Ich kann di also ur eines raten: beschäftige dich selbst mit der Materie und werde schlau daraus.

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@chapp

Wird nur schwierig, gutte von schlechten Informationen zu trennen, wenn man das Fachwissen nicht schon hat (von den logischen fehlern abgesehen). Ich habe zu Hause leider nicht so viele Fachbücher über Bremsen. Da muss ich wohl oder übel aufs Internet zurückgreifen; gut, Bibliotheken gibt es auch...

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